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Rathenow Bessere Bahnanbindung nach Berlin
Lokales Havelland Rathenow Bessere Bahnanbindung nach Berlin
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13:41 31.08.2018
Vom Rathenower Bahnhof soll es irgendwann im Halbstundentakt nach Berlin gehen. Wann, steht noch nicht fest. Quelle: Markus Kniebeler
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Rathenow

Im Landesnahverkehrsplan, der am Mittwoch von Verkehrsministerin Kathrin Schneider in Potsdam vorgestellt wurde, ist erstmalig eine Taktverdichtung auf der Linie RE 4 zwischen Rathenow und Berlin erwähnt. Auf Seite 107 des 120 Seiten starken Papiers steht unter der Überschrift Weitere Maßnahmen: „Taktverdichtung Rathenow – Berlin: 30-Minuten-Takt in der Hauptverkehrszeit.“

Allerdings ist nicht benannt, wann diese Taktverdichtung eingerichtet werden soll. In einem erläuternden Satz heißt es, dass diese Weiterentwicklung des Verkehrsangebotes abhängig sei vom Infrastrukturausbau. Gemeint ist der Ausbau der Lehrter Stammbahn. „Dieser ist beschlossene Sache“, so ein Sprecher des Ministeriums. Die Bahn habe mit den Planungen begonnen. Allerdings könne derzeit niemand sagen, wann die Strecke in Betrieb genommen werde.

Lehrter Stammbahn wird ausgebaut

Bei der Lehrter Stammbahn handelt es sich um die ehemalige Bahnstrecke zwischen Hannover und Berlin. Ein Teil der Gleise neben der ICE-Strecke ist noch in Betrieb. Zwischen Bamme und Ribbeck ist die Lehrter Stammbahn allerdings unterbrochen. Regionalzüge werden auf die ICE-Gleise geleitet, was in diesem Nadelöhr immer wieder zu Wartezeiten führt. Nach einem Lückenschluss würden Fernverkehr und Regionalverkehr auf je eigenen Trassen verkehren. Erst dann kann nach Auskunft des Ministeriumssprechers die Taktverdichtung umgesetzt werden.

Die Havelländer werden sich also gedulden müssen. Gleichwohl kann die Ankündigung im Landesnahverkehrsplan als Erfolg verbucht werden. Denn im ersten Entwurf des Papiers, der im Herbst des vergangenen Jahres vorgestellt wurde, war die Linie Rathenow – Berlin mit keinem Wort erwähnt.

Erfolgreicher Protest

Die Stadt Rathenow protestierte gemeinsam mit dem Amt Nennhausen in einer Einwendung gegen die Nicht-Berücksichtigung und forderte Nachbesserung. Mit Erfolg. Der Ministeriumssprecher erklärte, dass aufgrund dieser Einwendung die Taktverdichtung in den Plan aufgenommen worden sei.

Rathenows Bürgermeister Ronald Seeger war über die Nachricht sichtlich erfreut. „Unser Einsatz hat sich gelohnt, unsere Argumente haben überzeugt“, sagte er. Die Stadt Rathenow habe die realistische Chance, in den kommenden Jahren Einwohner aus der Hauptstadt zu gewinnen. Das werde aber nur funktionieren, wenn die Bahnverbindung zwischen Rathenow und Berlin ausgebaut werde. Offenbar sehe das Ministerium das genau so. „Das wird der Stadt gut tun“, so der Bürgermeister.

Von Markus Kniebeler

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