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Rathenow Das ist der perfekte Arbeitsplatz im Sommer
Lokales Havelland Rathenow Das ist der perfekte Arbeitsplatz im Sommer
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07:40 04.08.2018
Eisverkäufer Niklas reicht die kühle Köstlichkeit made im Rathenower Eislabor über die Theke. Quelle: Christin Schmidt
Rathenow

Zwischen Freud und Leid liegen in der Eisbar Rokoko am Märkischen Platz dieser Tage nur wenige Schritte. Während die Servicekräfte bei Temperaturen über 30 Grad hier permanent in Bewegung sind, genießen die drei Gelatieres des Hauses die angenehmen Temperaturen im sogenannten Eislabor.

Hier, im Herzstück des Geschäfts produzieren Manuel Ruschitzka und seine beiden Mitarbeiter Miguel aus Portugal und Cosmin aus Rumänien zurzeit täglich mehrere Hundert Liter Speiseeis.

Die drei sind wirklich zu beneiden. Nicht nur, weil sie die süße Köstlichkeit probieren dürfen. Im Gegensatz zu den meisten Menschen, müssen sie bei der Arbeit auch nicht schwitzen.

„Unser Eislabor ist klimatisiert. Wir haben hier drinnen konstant 21 Grad“, erklärt Manuel Ruschitzka mit einem seligen Lächeln.

Manuel Ruschitzka in seinem Eislabor. Die Kunst des Eismachens hat dem gebürtigen Havelländer der Itlaiener Renzo Fregonese beigebracht. Quelle: Christin Schmidt

Der 37-Jährige Geschäftsinhaber sieht tatsächlich taufrisch aus. Dass seine Mitarbeiter im Service zur Zeit öfter mal den Kopf in das klimatisierte Eislabor stecken, kann er gut verstehen: „Ich habe wirklich Mitleid mit den Kollegen, die bei diesen Temperaturen ständig hin und her laufen.“

Auch die Eismaschine läuft auf Hochtouren, acht bis zehn Stunden pro Tag. Im Winter sind es gerade mal zwei bis drei Stunden. „Es ist wirklich ein gutes Eis-Jahr. Die Wärme macht natürlich Appetit auf eine Abkühlung. Das war im letzten Sommer ganz anders“, erinnert sich Ruschitzka.

Dass sich die überhitzte Bevölkerung Dank der extremen Temperaturen öfter mal eine Kugel Eis gönnt, freut ihn natürlich. Besonders beliebt sind bei der Hitze alle fruchtigen Sorten.

Nach einer halben Stunden ist das Eis fertig

Die Klassiker Vanille und Schoko gehen natürlich auch immer. „Fruchteis ist aber erfrischender“, meint der Gelatiere, der selbst am liebsten Sorten wie Rhabarber, Erdbeer, Yoghurt und Holunder schleckt.

Je nach Sorte dauert der Herstellungsprozess maximal eine halbe Stunden. Dabei wird zuerst die Eismasse hergestellt. Die Basis besteht bei einem Fruchteis immer aus Früchten, Zucker und Wasser.

Das Ganze wird püriert und in die Eismaschine gefüllt, die die Masse bewegt und gleichzeitig runter kühlt. Ist das Eis fertig – der Profi kann das hören –kommt das frische Eis in eine Metallschale und anschließend – also nach dem Verkosten – in den Schockfroster.

25 Sorten werden jeden Tag in Rathenow produziert

Mit dem Eis, dass im Rokoko hergestellt wird, werden zwei Geschäft beliefert. Neben der Eisbar am Märkischen Platz gibt es die kalte Köstlichkeit auch im Eiscafé in der Sankt Annen Galerie in Brandenburg/Havel.

„Es sind etwa 25 Sorten, die jeden Tag aus unserem Eislabor in die Theken kommen“, verrät Manuel Ruschitzka. Um seiner Kundschaft nicht immer das Gleiche zu bieten, besucht er regelmäßig Fachmessen.

Dazu gehört stets die Mostra Internazionale del Gelato Artigianale, die traditionelle Speiseeismesse in Longarone bei Venedig, die es seit mehr als 50 Jahren gibt. Auch die Messe in Rimini und die Gelatissimo in Stuttgard ließ sich der gebürtige Havelländer nicht entgehen.

„Der Blick über den Tellerrand ist auch in der Eisbranche wichtig. Ich möchte einfach wissen, was es Neues gibt und mich mit anderen austauschen“, erklärt Manuel Ruschitzka. Zu seinem Job als Gelatiere gehört auch die beneidenswerte Aufgabe, jedes Eis, das frisch aus der Maschine in den Eisbehälter fließt, zu kosten.

„Ich muss sicher gehen, dass die Qualität stimmt“, betont der Gelatiere bevor er mit einem Lächeln in seiner kühlen Kammer verschwindet.

Von Christin Schmidt

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