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Rathenow Bürgerstiftung hat neuen Vorstand gewählt
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18:50 02.11.2018
Daniela Werner, Werner Galys, Evelin Schulz, Mario Schwalme und Ute Arndt (v.l.) bilden den neuen Vorstand der Bürgerstiftung Rathenow. Quelle: Fotos: Christin Schmidt
Rathenow

Der Vorstand der Bürgerstiftung für die Region Rathenow ist seit Dienstagabend wieder mit fünf Mitgliedern besetzt und hat sich zudem verjüngt.

Ute Arndt und Daniela Werner wurden von den Mitgliedern des Stiftungsrats einstimmig gewählt und treten damit die Nachfolge von Gisela Kanitz und Marlene Krug an, die im Frühjahr aus Altersgründen ihre Arbeit im Vorstand niedergelegt hatten.

Gemeinsam mit den Vorstandsmitgliedern Mario Schwalme, Evelin Schulz und Werner Galys werden die beiden Frauen nun die Arbeit aufnehmen. Damit wird das Team mit einer erfahrenen Ehrenamtlerin und einer Finanzexpertin verstärkt.

Vom Schuldienst zur Bürgerstiftung

Die 61-Jährige Ute Arndt ist Mitglied im Aktionsbündnis „Unser Rathenow: Miteinander –Füreinander“, unterstützt verschiedene Initiativen und Projekte und betreibt zudem mit den Künstlerinnen Annelie Knoblauch und Jordis Hammer das Offene Atelier im Kulturzentrum.

38 Jahre war die gebürtige Potsdamerin Lehrerin in Rathenow. Im Juni hat sie sich in den Ruhestand verabschiedet und auf Anfrage der Bürgerstiftung nun beschlossen, aktiv im Vorstand mitzuarbeiten.

„Ich möchte einfach etwas für Rathenow tun und das Leben in unserer Stadt mitgestalten“, erklärte Ute Arndt am Dienstagabend.

Mit Daniela Werner ist der Vorstand um eine Frau reicher, die sich bestens mit Zahlen im Allgemeinen und der Finanzbranche im Besonderen auskennt.

Die gelernte Bankkauffrau, die viele Jahre als Trainer und Coach in der Finanzbranche tätig war, soll perspektivisch die Arbeit von Werner Galys übernehmen, wenn der sich aus Altersgründen aus der Vorstandsarbeit zurückzieht.

In diese Projekte hat die Bürgerstiftung investiert

Auch 2018 unterstützt die Bürgerstiftung verschiedene Projekte im Westhavelland.

Der Spaatzer Verein „Gesund in die Zukunft“ bekommt 600 Euro für eine Streuobstwiese.

Mit 500 Euro hat die Stiftung Rathenower Sportler unterstützt, die im Juli an den internationalen Jugendspielen in Almere in den Niederlanden teilnahmen.

Weitere 400 Euro gingen an die Kunst- und Musikschule für die Ausrichtung des Wettbewerbs „Jugend musiziert“.

500 Euro bekommt der Jugendclub Nennhausen für eine neue Küche.

Rund 140 Euro investierte die Stiftung in die Pflege der Duncker-Grabstätte.

Die 49-Jährige ist Mutter von drei Kindern, arbeitet seit 2006 im Unternehmen ihre Mannes mit und hat ebenfalls ein Ehrenamt inne. Seit fünf Jahren ist sie Übungsleiterin im Verein für Leichtathletik Rathenow (VfL) und trainiert dort gemeinsam mit Katrin Rentmeister Kinder im Vorschulalter.

„Was mir in unserer Stadt fehlt, ist das große Miteinander, dass wir als Einheit agieren und nicht jeder sein eigenes Süppchen kocht. Die Bürgerstiftung bietet die Chance, unterschiedlichste Akteure zusammenzubringen, um gemeinsam etwas zu erreichen. Dabei mitzuarbeiten, darauf freue ich mich“, so Daniela Werner.

Was die Bürgerstiftung bereits erreicht hat, darüber sprach der Vorstandsvorsitzende Mario Schwalme ausführlich in der gemeinsamen Sitzung von Stiftungsrat und Stiftungsvorstand, die eingebettet war in das elfte Treffen des Stifterforums. Schwalme hatte dazu den Rechenschaftsbericht für das Jahr 2017 vorbereitet und zudem Zahlen aus dem aktuellen Jahr parat.

Stiftungsvermögen in Höhe von rund 490.000 Euro

Demnach verfügte die Stiftung zum 30. September 2018 über ein Stiftungsvermögen in Höhe von rund 491.000 Euro. Zum Vergleich: Als die Stiftung im November 2017 an den Start ging, waren rund 137.000 Euro auf dem Konto.

Dank großzügiger Zustiftungen, Spenden, einer großen Erbschaft und einer cleveren Anlagestrategie konnte die Stiftung ihr Vermögen in den letzten elf Jahren mehr als verdreifachen.

Ein Erfolg sind natürlich auch die zahlreichen gemeinnützigen Projekte, die die Stiftung in der Region unterstützt hat. Allein im Jahr 2017 flossen knapp 4.000 Euro in sechs verschiedene Vorhaben. Unter anderem finanzierte die Stiftung einen Sprachkurs für minderjährige Flüchtlinge, um ihnen den Start in die Schule zu erleichtern.

Auch das Regenbogenhaus in Kriele, in dem missbrauchte Kinder betreut werden, wurde bedacht. Der Verein bekam 1.000 Euro für ein neues Spielgerät. Bewerben können sich grundsätzlich alle gemeinnützigen Vereine, die mit einem Projekt die Ziele der Bürgerstiftung unterstützen. Mehr dazu auf: www.buergerstiftungrathenow.de

Von Christin Schmidt

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