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Rathenow Bundeswehr bewegt sich nicht
Lokales Havelland Rathenow Bundeswehr bewegt sich nicht
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23:16 16.05.2018
Andrea Johlige fragte zu den Manöverschäden aus dem Jahr 2015 nach. Quelle: Bernd Geske
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Havelland

Rund zwanzig Monate sind mittlerweile vergangen. Es war am 5. Juni 2015 als Bundeswehrpanzer nach einer Übung durch das westliche Havelland rollten und eine Spur der Verwüstung hinterließen. Die Panzer beschädigten mehrere Straßenabschnitte, Kreisel und Verkehrsinseln. Besonders schlimme Schäden richtete die Bundeswehr in Rhinow und Hohennauen an.

Fugen ausgeschabt

Aber auch außerorts wurden Straßen stark beschädigt. Betroffen sind vor allem die Bundesstraße 102 und die Landesstraße 17. Die Panzerketten hatten die Vergussmasse aus der Straßenmittelfuge geschabt und auf der Fahrbahn verteilt. Von den Panzerketten beschädigt wurden zudem neben den Verkehrsinseln auch viele Randsteine in den Ortsdurchfahrten. In den Dörfern herrschte seitdem Entrüstung. „Unverschämt, das kostet alles unser Geld”, schimpfte auch Ulf Gottwald, Bürgermeister der Gemeinde Seeblick.

Panzer verursachten Schäden im Westhavelland nach einem Manöver im Sommer 2015 Quelle: Kniebeler, Markus

Einige der von den Schäden betroffenen Ortsdurchfahrten im Amt waren erst kurz vorher aufwendig hergerichtet worden. Der Gesamtschaden beläuft sich auf etwa 450 000 Euro. Die Bundeswehr zahlt. Beseitigt sind die Schäden aber immer noch nicht. Zwar sah es Ende vergangenen Jahres so aus, als würde sich im Frühjahr dieses Jahres etwas bewegen, doch es geschah wieder nicht.

Johlige fragt nach

Jetzt hat die Landtagsabgeordnete Andre Johlige (Linke) nachgefragt. Zu ihrem Wahlkreis gehören die Ämter Nennhausen und Friesack, wo es ebenfalls Manöverschäden gibt.

Verkehrsinseln wurden zerstört. Quelle: Kniebeler, Markus

Aus der Antwort der Landesregierung geht hervor, dass die Schäden noch immer nicht beseitigt sind. Immerhin gibt es – fast drei Jahre nach dem Schadensereignis – inzwischen Ausschreibungsunterlagen. Allerdings existieren, so die Landesregierung, keine unterzeichneten Vereinbarungen mit der Bundeswehr über die Instandsetzung. Deshalb sei auch der Schadensausgleich durch die Bundeswehr noch nicht erfolgt, so Andrea Johlige. Das ist auch deshalb merkwürdig, weil das Amt Rhinow längst dem Entwurf einer Vereinbarung zum Schadensausgleich zugestimmt hat.

Runter von der Straße

Die vollständige Beseitigung der Schäden eines Manövers der Bundeswehr zur Truppenverlegung dauert an. Ende der Geschichte: offen. Andrea Johlige fordert indes: „Die Bundeswehr sollte künftig andere Transportwege für ihre Truppenverlegungen nutzen. Die Höhe der Beseitigungskosten der Schäden und auch der damit verbundene Aufwand zeigen deutlich, dass Panzer nicht auf öffentliche Straßen gehören.“

Von Joachim Wilisch

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