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Freitag der 13. könnte Ihr Glückstag sein

Bundesweiter Rauchmeldertag Freitag der 13. könnte Ihr Glückstag sein

Die Initiative „Rauchmelder retten Leben“ wirbt seit 15 Jahren für eine gesetzliche Rauchmelderpflicht in Deutschland. 14 Bundesländer haben einen entsprechenden Paragrafen schon in ihrer Landesbauordnung verankert, zwei – darunter auch Brandenburg – fehlen bislang noch. Der bundesweite Rauchmeldertag soll weitere Aufklärungsarbeit leisten.

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Rauchmelder retten Leben – in 13 Bundesländern sind sie in Privathaushalten deshalb schon Pflicht.

Quelle: dpa

Rathenow. Es ist wieder soweit: Der 13. des Monats fällt auf einen Freitag. Im Volksglauben ist heute ein Tag, an dem besonders viele Unglücke passieren. Die Initiative „Rauchmelder retten Leben“ hat sich die Popularität des vermeintlichen Unglückstages zunutze gemacht und ruft unter dem Motto „Freitag der 13. könnte Ihr Glückstag sein“ den bundesweiten Rauchmeldertag aus.

Diesen gibt es seit 2006, er findet dreimal jährlich statt – immer an einem Freitag, den 13. Im Mittelpunkt des Rauchmeldertages steht die Verbraucheraufklärung – denn noch immer sterben in Deutschland jährlich mehr als 400 Menschen an den Folgen eines Brandes. 95 Prozent davon sind allerdings nicht Opfer der Flammen, sie ersticken schon vorher an giftigen Rauchgasen, wie aus einer Mitteilung der Initiative hervorgeht.

Rauchmelder retten Leben

Die Initiative „Rauchmelder retten Leben“ gibt es seit 15 Jahren. Sie wird unterstützt von verschiedenen Verbänden, darunter der Deutsche Feuerwehrverband, der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks und die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes.

Initiiert hat die Kampagne der ehemalige Landesbranddirektor der Berliner Feuerwehr, Albrecht Broemme. Grund war die Anzahl der Brandtoten in Berlin und die Erfahrungen aus Ländern mit langjähriger Rauchmelderpflicht. Zum Startzeitpunkt der Kampagne seien nur fünf Prozent der Haushalte in Deutschland mit Rauchmeldern ausgestattet gewesen, wie Sprecherin Claudia Groetschel mitteilt.

Groetschel sieht verschiedene Gründe , dass noch nicht immer alle Menschen Rauchmelder bei sich zu Hause installieren: „Viele Menschen interessieren sich nicht für Sicherheitsaspekte oder das Thema Rauchmelder steht auf ihrer häuslichen Agenda erst auf Position 20. Viele Experten vergleichen die Rauchmelderpflicht mit der Einführung der Gurtpflicht im Auto: Jeder versteht, dass es sinnvoll ist und Leben rettet, aber die wenigstens haben sich daran gehalten, bevor es eine verbindliche Verpflichtung gab.“

„Im Brandfall verbleiben durchschnittlich vier Minuten zur Flucht. Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass eine Rauchgasvergiftung schon nach zwei Minuten tödlich sein kann“, erklärt Christian Rudolph, Vorstand des Forum Brandrauchprävention. „Ein Rauchmelder verschafft genau die entscheidenden Minuten Vorsprung, um sich in Sicherheit zu bringen“, ergänzt er.

„Gerade nachts, wenn wir schlafen, sind Rauchmelder goldwert“, sagt auch Oliver Lienig, Ortswehrführer der Rathenower Feuerwehr. „Stellen wir uns zum Beispiel ein Einfamilienhaus vor: Oben schläft die Familie, unten bricht ein Feuer aus. Wenn unten der Alarm angeht, habe ich noch die Chance, mein Haus zu verlassen“, sagt Lienig. Seien die Schlafräume erst voller Rauch, sei ein Verlassen nahezu unmöglich.

„Diese Frühwarnung ist schon top“, sagt der Feuerwehrmann. „Wir können nur jedem Bürger dazu raten, seine Wohnung oder sein Haus mit Rauchmeldern auszustatten – vor allem die Kinderzimmer.“ Wenig Sinn mache ein Rauchmelder dagegen in Küche und Bad. Das Argument, dass die Anschaffung teuer sei, lässt der Ortswehrführer nicht gelten: „Es gibt heutzutage auch schon günstige Angebote und schließlich investiert man in seine eigene Sicherheit.“

Eine gesetzliche Rauchmelderpflicht, die in der Landesbauordnung festgeschrieben ist, gilt bereits in 13 Bundesändern. Brandenburg zählt bislang aber nicht dazu. Im Rathaus würde man diese Gesetzesänderung begrüßen, wie Rathenows Stadtsprecher Jörg Zietemann auf Nachfrage sagte. „Rauchmelder retten Leben, wir würden einen solchen Vorstoß auf jeden Fall unterstützen.“

Von Josephine Mühln

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