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Rathenow Buntes Programm zum Ende der Optikparksaison
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18:24 03.10.2018
Karpfenteich-Idylle Saisonabschluss im Optikpark. Quelle: Joachim Wilisch
Rathenow

Fast hätte ein Sturm das Optikpark-Finale weggeblasen. Als sich die Windböen am Vormittag nicht legten, entschloss sich das Team vom Optikpark, das offizielle Programm in den Saal zu verlegen. Die Bühnenverkleidung wäre sonst kaputt gegangen.

Im Optikpark Rathenow endete am Mittwoch die zwölfte Saison. Es war auch der Anlass, die Geschäftsführer Elfie Balzer und Joachim Muus in den Ruhestand zu verabschieden. Zum Abschlusstag gab es noch einmal ein buntes Programm.

Also war der Saal in der Mühle gut gefüllt und schon am Vormittag kamen die ersten Besucher in den Park. An diesem Tag musste kein Eintritt gezahlt werden. Die Kassenhäuschen blieben geschlossen.

Die gute Nachricht zuerst, verkündet hat sie Rathenows Bürgermeister Ronald Seeger (CDU): „Mein Anspruch bleibt, dass der Optikpark als Attraktion dieser Stadt am Netz bleibt.“ Kathrin Fredrich wird das gerne gehört haben. Denn sie übernimmt ab Januar die Leitung im Optikpark.

Das Team ist der Star

Bisher haben Elfie Balzer und Joachim Muus die Geschicke im Park geleitet – mit ihrem Team. Am Mittwoch wurde die Optikpark-Saison offiziell beendet und die Gelegenheit war da, die beiden Park-Protagonisten offiziell zu verabschieden. Und dazu gab es noch einmal Lob von allerhöchster Stelle: „Das haben die beiden richtig gut gemacht“, sagte Ronald Seeger.

Es war einer dieser „Noch-einmal-Tage“. Noch einmal mit dem Floß fahren, noch einmal die Strahlenbeete ansehen, noch einmal den Herbstflor genießen. Noch einmal im Park spazieren gehen, der ein prächtiges Herbst-Ambiente zauberte.

Die Band „Saitensprung“. Quelle: Joachim Wilisch

Und es war für die Geschäftsführung Gelegenheit, noch einmal Bilanz zu ziehen. Zwar sind noch nicht alle Besucherzahlen registriert und gezählt. Im Grünen Klassenzimmer haben die Leiterinnen aber schon einmal addiert. Besonders gut kamen die Ferienaktionen an. 1.394 Kinder wurden gezählt. „Das ist die höchste Zahl bislang“, so Joachim Muus im Gespräch mit dieser Zeitung. „Die Sportwoche und das Thema ,Natur unter dem Mikroskop’ waren am beliebtesten.“

4.469 Kinder und Jugendliche waren in der Saison 2018 im Grünen Klassenzimmer. „Mit dem Oberthema ,Helden des Alltags – Menschen im Dienste der Gesellschaft’ hat sich ein enger Kontakt zu den ,Stinknormalen Superhelden’ aus Rathenow entwickelt“, berichtet Muus. „Diese Zusammenarbeit soll im nächsten Jahr mit einigen Veranstaltungen im Grünen Klassenzimmer fortgesetzt werden.“

Beliebt ist die Floßfahrt. Quelle: Joachim Wilisch

Die Besucher kommen gerne. Das belegen Gästebucheinträge – analog und digital. So schreibt Jürgen Zelder: „Der Optikpark Rathenow ist ein Erlebnis. Sehr schön zum Spazieren. Wir werden diesen Park wieder gern besuchen.“ Oder Regina Liepe: „Dieser Ort ist echt ein Naturparadies. Ich gehe immer wieder gerne hin, um zu entspannen und die Natur zu genießen.

Allerdings fällt auch ein Schatten auf die Bilanz. Wie lang er ist, steht noch nicht fest, weil mit der Mühlenweihnacht noch eine Veranstaltung außer Saison ansteht, die üblicherweise viele Gäste zieht. Nachdem es im vergangenen Jahr zu nass war – die Bilanz des Optikparks rutschte ins Minus – hofften Joachim Muus und Elfie Balzer für dieses Jahr auf besseres Wetter.

Immer diese Hitze

Das kam – allerdings war es zu heiß. „Mit 22 Tagen über 30 Grad und 55 Sommertagen über 25 Grad hat dieser Sommer alles getoppt, was bisher gemessen wurde“, so Optikpark-Geschäftsführer Joachim Muus. Auch die Sonnenscheindauer von 872 Stunden im Juni, Juli und August sei ein Rekord gewesen. „Das heiße Wetter beeinflusste natürlich auch die Besucherzahlen, die nicht so hoch ausfallen werden wie erhofft.“ Genaue Zahlen blieben noch offen. 80 000 Besucher waren das Ziel. Das werde voraussichtlich nicht erreicht, so Muus.

Der Sommer hatte noch andere Nachwirkungen, weiß Optikpark-Co-Geschäftsführerin Elfie Balzer: „Unsere Grün-Abteilung musste noch mehr wässern als in den Vorjahren. Denn unser Anspruch lautet, dass der Rasen grün ist und die Blumen farbenfroh blühen.“ Die Arbeiten begannen oft vor 5 Uhr, damit die Arbeitszeit in der sengenden Sonne reduziert werden konnte.

Weniger Boote

Am Wasserwanderstützpunkt hatten bis zum 1. Oktober 400 Boote festgemacht, 81 weniger als im Vorjahr. „Der niedrige Wasserstand von Havel und Elbe machte sich an allen Ankerpunkten bemerkbar“, so Muus.

Das Abschiedsprogramm in der Mühle gestalteten die Band „Saitensprung“, die „Rathenower Sternchen“ des RCC, das Schalmeienorchester Rathenower Optis und der Schlagersänger Mitch Keller. „Ich habe sieben Leben“, trällerte er und das Publikum klatschte dankbar mit.

Zahlen zur Saison

Die Top 5 aller Optikpark-Erlebnisse – das wollte die Geschäftsführung wissen und fragte. Platz 5 ist die Erholung allgemein, Platz 4 die Optischen Phänomene, Platz 3 die Spielplätze, Platz 2 die Strahlenbeete und Platz 1 mit großem Abstand die Floßfahrt auf dem Havel- altarm.

Der Pflegezustand des Parks wird von 97,9 Prozent aller befragten Gäste gelobt. Nur 2,1 Prozent fanden den Pflegezustand schlecht.

Veranstaltungen gab es in der abgelaufenen Saison im Park genau 29, darunter Konzerte mit Angelo Kelly und Götz Alsmann – aber auch die traditionelle „Serenade unter dem Sternenhimmel“.

Hoch gelobt wurden aber auch die kleineren Veranstaltungen – zum Beispiel die Kaffeemusiken zum Sonntagnachmittag.

Die Mühlenweihnacht ist das allerletzte Ereignis des Optikpark-Jahres 2018 – es ist ein Schmankerl außerhalb der Saison. In diesem Jahr am 22. und 23. Dezember.

Die Optikpark-Saison ist noch nicht ganz zu Ende: am 22. und 23. Dezember öffnet der Park zur Mühlenweihnacht. Der beliebte Weihnachtsmarkt mit Schnee-Garantie fällt auf ein Wochenende – und das wollen Elfie Balzer und Joachim Muus auf jeden Fall dabei sein. Ganz ohne den Park – das geht wohl nicht.

Von Joachim Wilisch

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