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Rathenow „Cabaret“ im Kulturzentrum
Lokales Havelland Rathenow „Cabaret“ im Kulturzentrum
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16:03 27.12.2018
Der Conférencier (Andreas Müller) stellt die fünf Showgirls des Kit-Kat-Club vor. Quelle: Uwe Hoffmann
Rathenow 

Mit einer schwungvollen Aufführung des weltbekannten Musicals „Cabaret“ hat das Ensemble des Theaters der Altmark Stendal am 2. Weihnachtsfeiertag das Rathenower Publikum beglückt.

„Cabaret“ spielt im Berlin zu Beginn der 1930er Jahre. Cliff Brad-shaw, ein junger amerikanischer Schriftsteller, will in der deutschen Hauptstadt einen Roman schreiben. Im Kit-Kat-Club lernt er die englische Sängerin Sally Bowles, den Star der Show, kennen und lieben.

Doch die Atmosphäre im ehemals weltoffenen Berlin schlägt um. Bradshaw will wegen des bedrohlichen braunen Mobs auf den Straßen zurück in die USA. Doch Sally, die von ihm ein Kind erwartet, klammert sich an ihre Karriere im Berliner Nachtclub und treibt das Kind ab. Beider Wege trennen sich und die in Berlin zurückgebliebene Sally sieht einer ungewissen Zukunft entgegen.

Energiegeladene Tänze

Wolf E. Rahlfs inszenierte „Cabaret“ als modernes Stück, das, sichtbar an den Kostümen der Darsteller, in der heutigen Zeit angesiedelt war. Und neben dem Unterhaltungsfaktor eines der weltweit erfolgreichsten Musicals mit seinen mitreißenden Tanznummern ist die Kernaussage des Stücks, das für den Erhalt einer demokratischen, offenen Gesellschaft wirbt, heute aktueller denn je.

Die Aufführung, die Ende Oktober in Stendal Premiere feierte, kam auch bei den über 300 Zuschauern in Rathenow sehr gut an. Die fünf Showgirls, Absolventen der stageart musical school Hamburg, begeisterten mit ihren energiegeladenen Tänzen und gingen, wie auch andere Darsteller, immer wieder auf Tuchfühlung mit den Zuschauern.

Zum Beginn des zweiten Teil gingen die fünf Showgirls auf Tuchfühlung mit den Zuschauern. Quelle: Uwe Hoffmann

Unter den über 300 Zuschauern, die den zweiten Weihnachtsfeiertag zu einem Besuch der Vorstellung, auch mit der ganzen Familie, nutzten, war auch Cara Vollenschier. „Ich liebe Musical“, erzählt die 22-Jährige, die während ihrer Schulzeit selbst in vier Musical-Aufführungen der Musik- und Kunstschule Havelland in Rathenow mitwirkte. „Dies ist eine tolle Inszenierung. Ich liebe vor allem die Geschichte, die die Nebendarsteller Fräulein Schneider (Hürdem Riethmüller) und Herr Schultz (Frank Siebers) erzählen. Auch Fräulein Kost (Caroline Pischel) ist einfach Zucker.“

Begeisterte Zuschauerin

Die gebürtige Premnitzerin, die derzeit in Stendal studiert, erfüllte sich den Wunsch, im Theater der Altmark auf der Bühne zu stehen. „In der Saison des letzten Jahres stand ich für sechs Aufführungen des Musicals mit dem Jugendclub des Theaters erstmals auf der Bühne. Das macht mir sehr viel Spaß“, so Cara Vollenschier weiter. „Auch in der kommenden Saison wirke ich wieder im Jugendclub-Musical mit. Die männliche Hauptrolle spielt Andreas Müller, der 'Cabaret'-Conférencier.“

Die mitreißende Musik des Komponisten John Kanders, inspiriert vom Ragtime und frühen Jazz, sowie die revueartigen Nummern der Szenen im Kit-Kat-Clubs, wurden von der Mitteldeutsche Kammerphilharmonie Schönebeck dargeboten.

Die mitreißenden Tanzszenen und die live gespielte Musik begeisterten das Publikum. Quelle: Uwe Hoffmann

Das Musical „Cabaret“ wurde 1966 unter der Regie von Harold Prince im Broadhurst Theatre am New Yorker Broadway uraufgeführt und lief dort bis 1969. 1967 erhielt es sieben Tony Awards. Die Handlung nach dem Buch Joe Masteroffs basiert auf dem Schauspiel „I am a camera“ (1951) von John van Druten und den autobiographischen Romanen „Mr. Norris steigt um“ (1935) und „Leb wohl, Berlin“ (1939) des Autors Christopher Isherwood. Die deutsche Erstaufführung erfolgte 1976 an der Staatsoperette Dresden. Für die mit acht Oscars ausgezeichnete Verfilmung 1972 mit Liza Minelli in der Hauptrolle schrieben John Kander und Fred Ebb zusätzliche Songs, wie „Money, Money“, die heute bei keiner Aufführung fehlen dürfen.

Von Uwe Hoffmann

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