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Rathenow Danny Harwardt wird neuer KWR-Chef
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15:10 05.07.2018
Der alte und der neue Chef: Danny Harwardt (li.) wird im kommenden Jahr die KWR-Führung von Hartmut Fellenberg übernehmen. Quelle: Markus Kniebeler
Rathenow

Der Stellvertreter rückt vor in die Chefposition: Danny Harwardt wird am 1. Januar 2018 neuer Geschäftsführer der Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft Rathenow (KWR). Er übernimmt den Job von Hartmut Fellenberg, der nach zehn Jahren an der Spitze des größten Wohnungsunternehmens der Stadt in den Ruhestand geht. Am Mittwochabend wurde Harwardt, der von einer eigens zu diesem Zweck gebildeten Jury ausgewählt worden war, von den Rathenower Stadtverordneten bestellt.

Zwölf Kandidaten hatten sich nach Auskunft von KWR-Aufsichtsratschef Jürgen Vogeler um den Posten beworben. Sechs kamen in die engere Wahl. Am Ende habe sich Harwardt durchgesetzt, so Vogeler.

Blumen für den Neuen: Aufsichtsratschef Jürgen Vogeler (2.v.re) und Bürgermeister Ronald Seeger (re.) gratulieren Danny Harwardt zum neuen Job. Hartmut Fellenberg, (2.v.li.) freut sich. Quelle: Markus Kniebeler

Der 42-jährige ist trotz seiner Jugend auf dem Feld der Wohnungswirtschaft ein alter Hase. Nach der Lehre zum Immobilienkaufmann und einem Studium der Betriebswirtschaftslehre stieg er im Jahr 1992 bei der Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Brandenburg (wobra) ein und arbeitete sich zum Prokuristen hoch. Im Jahr 2014 folgte dann der Wechsel zur KWR. Im Folgejahr wurde er Stellvertreter von Hartmut Fellenberg.

Radtouren durch die Heimatregion

Harwardt ist in der Stadt Brandenburg geboren und lebt heute noch dort – mit seiner Frau und dem siebenjährigen Sohn. Wenn er nicht im Büro sitzt, unternimmt er etwas mit der Familie. Für eine Tour mit dem Rad durch die Heimatregion zum Beispiel kann er sich immer begeistern.

Von seinem Chef übernimmt Harwardt ein gut bestelltes Feld. Was alles andere als selbstverständlich ist. Als Hartmut Fellenberg im Sommer 2008 die Geschäftsführung der KWR übernahm, lag das Unternehmen am Boden. Schulden in zweistelliger Millionenhöhe, eine ungeheure Leerstandsquote und ein riesiger Investitionsstau hatten das Unternehmen fast in den Ruin getrieben. Fellenberg verhandelte mit den Banken und legte einen Sanierungsplan auf. Durch Abriss und Verkauf gelang es, die Leerstandsquote auf ein erträgliches Maß zu senken. Gleichzeitig wurden die bestehenden Wohnungen konsequent modernisiert. Abgesehen von den Schulden, an denen die Stadt immer noch knabbert, ist das Unternehmen heute wieder in bester Verfassung.

Zwei Bauvorhaben und eine Sanierung

Was nicht heißt, dass Harwardt Gelegenheit hätte, eine ruhige Kugel zu schieben. Zwei ambitionierte Bauvorhaben und ein großes Sanierungsprojekt, die von Fellenberg angestoßen wurden, müssen zu Ende gebracht werden. In der Forststraße und in der Fehrbelliner Straße werden im kommenden Jahr zwei Neubauten entstehen. Neben Wohnungen wird es in beiden Häusern eine Wohngemeinschaft für Menschen mit dementiellen Erkrankungen geben. Außerdem steht die Sanierung des Blocks in der Berliner Straße 61 bis 66 auf der Aufgabenliste.

Zu tun ist also genug, auch wenn heute die Voraussetzungen besser sind als vor zehn Jahren. Unbedingt leichter wird die Führung der Geschäfte dadurch aber nicht. „Als ich 2008 hier angefangen habe, konnte es schlimmer nicht mehr werden“, erinnert sich Fellenberg. Das kann man heute – glücklicherweise – von der KWR nicht mehr behaupten.

Von Markus Kniebeler

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