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Rathenow Die Kirchenglocke – ein Hohennauener Schatz
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07:07 29.11.2018
Quelle: Norbert Stein
Hohennauen

Die Glocke als Kirchenschatz? Warum nicht, sagen die Mitglieder im Förderverein zum Erhalt der Dorfkirche Hohennauen und meinen insbesondere die kleine Glocke, die so genannten Kinderglocke. Denn die ist im Zuge der Sanierung neu gegossen und im Turm installiert worden.

Nach 100 Jahren gibt es nun wieder das vollständige Dreiergeläut. Die kleine Glocke musste Hohennauen im ersten Weltkrieg abgeben. Sie wurde für die Rüstungsindustrie eingeschmolzen. Seither läuteten aus dem Turm der Kirche lediglich noch die große Glocke (Männerglocke) aus dem Jahr 1614 und die mittlere Glocke (Frauenglocke) aus der Zeit des späten Mittelalters.

Der Kirchenförderverein Hohennauen hat das Vorhaben auf den Weg gebracht. Geld für die Glocke bekam der Förderverein von den Landesministerien für Finanzen sowie Wissenschaft, Forschung und Kultur und der Staatskanzlei. Die Mittelbrandenburgische Sparkasse Potsdam unterstützte das Projekt ebenfalls mit einer Spende.

In Hohennauen gibt es keinen Einwohner mehr, der die ehemalige kleine Glocke hat läuten hören. Darum war der Tag der Glockenweihe Anfang November ein besonderes Ereignis. Zuvor hatten die Hohennauner die Gelegenheit, sich die Glocke genau anzusehen. Verziert ist sie mit Hohennauener Dorfansichten und Motiven aus der Natur. Die Schüler der Kleinen Grundschule Hohennauen haben die Motive gezeichnet.

Ein zweiter Schatz soll die Kirchenorgel sein – wenn sie restauriert ist. Die Orgel stammt aus dem Jahr 1738. 1917 wurden die großen Pfeifen aus Zinn ausgebaut. Um 1930 baute die Orgelbaufirma Schuke ein neues Instrument ein. Sie wird nun auch die Orgel sanieren und restaurieren.

Die Orgel hat 530 Pfeifen, davon sind 250 bis 300 aus Zink. Sie werden nun wieder durch Zinnpfeifen ersetzt. Die Sanierung der Orgel wird rund 75 000 Euro kosten, finanziert mit Hilfe des Bundes und des Denkmalschutzes. Der Förderverein muss 10 000 Euro beisteuern. Aufbringen möchte er seinen Eigenanteil mit Unterstützung von Spendern, die für diesen Zweck eine Zinkpfeife der Orgel erwerben können.

Je nach Größe kostet die Zinkpfeife zwischen 50 und 250 Euro. Wer möchte, kann auch gerne mehr Geld geben. Man kann auch spenden ohne eine Zinkpfeise zu kaufen und sich dafür auf einer Messingtafel verewigen lassen.

Zwei Schätze, eine Kirche – und es gibt noch viel mehr zu sehen.

Von Joachim Wilisch

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