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Rathenow Sportgemeinschaft trauert um „Acki“ Rzyski
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17:10 03.12.2018
Dem BSC Rathenow (blaue Trikots) gehörte das Herz von Hans-Joachim Rzyski. Quelle: Christoph Laak
Rathenow

Fußballer, Lehrer, Kommunalpolitiker, Vorsitzender des Arbeitersamariterbundes: das sind einige Stationen aus dem Leben von Hans-Joachim Rzyskis. Hans-Joachim war sein richtiger Vorname – genannt haben ihn alle „Acki“. Der Rathenower ist jetzt kurz vor seinem 84. Geburtstag gestorben.

Fußball war sein Leben

„Acki“ Rzyski wurde in Stendal geboren. Bei Lok Stendal lernte er das Fußballspielen. Es machte ihm Spaß und er hatte Talent. Mit 18 Jahren kam er nach Rathenow. Fußball war sein Leben. Er spielte nicht nur für Lok Stendal, sondern auch für Vorwärts Berlin und Vorwärts Cottbus, sowie BSG Motor Rathenow, der Verein, aus dem der aktuelle Regionalligist FSV Optik entstand.

Hans-Joachim „Acki" Rzyski (vorne). Quelle: Heike Wilisch

Als Spielertrainer schaffte er es während der 60er-Jahre mit BSG bis in die 2. DDR-Liga aufzusteigen. Später galt sein Fokus dem Nachwuchs, auf dessen Entwicklung er stets ein Auge hatte. Als Leiter des Trainingszentrums für junge Fußballer formte er auch Talente, wie zum Beispiel den späteren Champions-League-Sieger und Nationalspieler Jörg Heinrich.

Nach der politischen Wende wechselte er zum WSV Rathenow, er übernahm hier die Funktion des Jugendleiters und zählte zu den Gründungsmitgliedern des aus der Fusion mit Motor Süd (Abteilung Fußball) hervorgegangenen BSC Rathenow. Am 7. April 2000 wurde er Vorsitzender des Vereins.

„Acki“ Rzyski der Sportlehrer

Es war eine Umbruchzeit. Während „Acki“ Rzyski den Verein führte, wurde das Stadiongelände mit Mehrzweckgebäude und vollständig sanierten Sportstätten am Schwedendamm in Betrieb genommen. Unermüdlich war sein Tatendrang.

Viele Rathenower erinnern sich an „Acki“ Rzyski als ihren Sportlehrer. Der den Jugendlichen klar machte, dass nur körperliche Fitness die richtige Grundlage für geistige Topleistungen ist. Und so mancher Schüler wird sich nun an die eine oder andere Anekdote mit dem Sportlehrer erinnern.

Engagierter Kommunalpolitiker für Rathenow

Eine Krankheit zwang ihn später an Gehhilfen und schließlich in den Rollstuhl. Allerdings ließ er sein Gebrechen nie ganz in sein Leben. Er stemmte sich mit aller Macht dagegen, dass die Krankheit sein Leben bestimmte – das wollte er selber tun und das gelang ihm.

Hans-Joachim Rzyski fühle sich „seiner“ Stadt Rathenow eng verbunden. Er war Stadtverordneter und Ausschussvorsitzender. Er kümmerte sich um die großen und kleinen Linien der Kommunalpolitik. Und er kümmerte sich um die sportlichen Belange. Er begründete die Buga-Trophy, ein Fußball-Turnier für den Nachwuchs aus den Städten, in denen die Bundesgartenschau ausgetragen wurde.

BSC Rathenow bestürzt über Rzyskis Tod

Bestürzt nahm man beim BSC Rathenow die Nachricht von „Acki“ Rzyskis Ableben zur Kenntnis: „Sportlich wie auch menschlich hat er im gesamten Fußball der Stadt Rathenow tiefe Spuren hinterlassen“, schreibt der Verein auf seiner Homepage. „Der Verein wird sein Wirken stets in Ehren halten. Wir danken von ganzem Herzen für alles, was er für den Verein geleistet hat.“

Hans-Joachim „Acki“ Rzyski wird am 17. Dezember um 13 Uhr auf dem Friedhof in Rathenow-West zur letzten Ruhe gebettet.

Von Joachim Wilisch

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