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Rathenow Die Suche nach dem Reiterstandbild
Lokales Havelland Rathenow Die Suche nach dem Reiterstandbild
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20:34 27.04.2018
Dieser Brocken im Vordergrund könnte einst der Sockel des Reiterstandbildes gewesen sein. Bewiesen ist das aber noch nicht. Quelle: Markus Kniebeler
Rathenow

Der Fund des Prinz-Friedrich-Karl-Steins auf dem Gelände hinter dem Offizierscasino hat die geschichtsinteressierten Rathenower in Euphorie versetzt. Zumal bis Donnerstagvormittag, als Baggerfahrer Rainer Autmaring den Stein freilegte, niemand mit Sicherheit sagen konnte, dass das Gedenkmal tatsächlich im Boden verblieben war. Es gab Gerüchte, der Stein sei in DDR-Zeiten von einem Steinmetzbetrieb zerlegt und weiterverarbeitet worden.

Ein anderes Denkmal ist im Zuge der Aufräumarbeiten indes noch nicht wieder aufgetaucht. Die Rede ist von dem Reiterdenkmal, das im Jahr 1923 hinter dem Offizierscasino aufgestellt worden war und später auf ein freies Grundstück auf der anderen Straßenseite versetzt wurde.

Historisches Foto des Reiterstandbilds. Im Hintergrund das Kreishaus. Quelle: privat

Reiter stand auf mächtigem Natursteinsockel

Geschaffen wurde das Denkmal, das die Bronzefigur eines Reiters aus dem Husaren-Regiment „von Zieten“ zeigt, von dem 1871 im Harz geborenen Bildhauer Wilhelm Otto. Der Reiter war platziert auf einem mächtigen Natursteinsockel, in den eine Namenstafel eingelassen war zur Erinnerung an im Ersten Weltkrieg gefallene Offiziere, Unteroffiziere und Husaren des Zieten-Regiments.

Irgendwann nach dem Zweiten Weltkrieg verschwand das Standbild. Mario Zimmermann, Mitglied des Fördervereins Heimatmuseum Rathenow, erinnert sich an ein Foto aus dem Jahr 1946, das seinen Schwiegervater auf dem Rücken des Pferdes zeigt. Der Reiter war da offenbar schon demontiert worden.

Keine Spur vom bronzenen Pferd oder vom Reiter

Ob der, wie Gerüchte es besagen, in den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs zur Gewinnung von Kriegsmaterial eingeschmolzen wurde, ist nicht zweifelsfrei nachzuweisen. Tatsache ist, dass es weder vom bronzenen Pferd, noch vom Reiter eine Spur gibt.

Allerdings wurde bei den Aufräumarbeiten hinter dem Casino ein großer Betonbrocken zu Tage gefördert. Einiges spricht dafür, dass das der Sockel war, auf dem der Reiter thronte. Allerdings fehlt die Gedenktafel. Aber die könnte schon vor langer Zeit demontiert worden sein.

Von Markus Kniebeler

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