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Rathenow Drei-Seen-Lauf: Bilanz der Superlative
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18:05 30.07.2018
Spaß beim Kinderlauf. Quelle: Joachim Wilisch
Semlin

Carsten Conrad ist der Mann auf der Strecke. Wenn die Fahrradfahrer zum Drei-Seen-Lauf aufbrechen, um ihre große 21- oder 25-Kilometer-Runde zu fahren, dann ist Carsten Conrad dabei. Er sieht nach den Streckenposten und achtet darauf, dass die Versorgungsstützpunkte – acht an der Zahl – stehen. Denn nur eine Viertelstunde nach den Radfahrern gehen die Läufer auf die lange Strecke und dann muss alles bestens vorbereitet sein.

Nachdem das Team, das den Drei-Seen-Lauf organisiert, wieder zusammengepackt hatte, pusteten die Protagonisten durch und waren glücklich. Das Lob und der Dank der Teilnehmer war überschwänglicher denn je.

Und es war wieder alles bestens vorbereitet. Auf der Strecke gab es nicht nur die übliche Verpflegung. Mit einem Wasserschlauch wurden die Läufer abgekühlt, Bottiche mit kaltem Wasser standen bereit. Es gab ausreichend zu trinken und jeder durfte sich – wenn er wollte – eine Pause gönnen.

Nach dem Drei-Seen-Lauf ist vor dem Drei-Seen-Lauf. Die Volkssportler sollen auch im Jahr 2019 wieder nach Semlin kommen. Der Ferienort hat davon profitiert, dass Sommerfest und Drei-Seen-Lauf am gleichen Tag stattfinden.

Gedenken an Martin Keune

Das hatte im vergangenen Jahr auch Martin Keune angemerkt. Keune war im Juli 2017 mit einem Fahrrad-Tandem unterwegs. Das bedeutet, er wechselte sich mit einem Partner beim Lauf und auf dem Fahrrad ab. Nachdem er Ende des vergangenen Jahres schwer erkrankte und kurz darauf starb, war der Drei-Seen-Lauf auch im Gedenken an den Mann, der schon früh erkannt hatte, welches Potenzial der Drei-Seen-Lauf birgt.

Mit Kreativität – das war immer eine von Martin Keunes Stärken – und einem Team ging es an die Vorbereitung. Und diejenigen, die heute für den Ablauf verantwortlich sind, liefen damals im Pulk mit. Viele Unternehmer aus der Stadt, einige sind im Verein „Unternehmer für Rathenow“ organisiert, gaben auch Geld und unterstützten die Sponsoren.

Es gab wieder schöne Medaillen. Quelle: Joachim Wilisch

Nun also sind Ulrich Opitz, Carsten Conrad, Alfred Mantau, Werner Knaake, die Freiwillige Feuerwehr Semlin und viele andere diejenigen, die hinter den Kulissen des Drei-Seen-Laufs arbeiten. Gerd Last ist natürlich dabei, der „Laufvater“. Last feuerte am vergangenen Sonnabend die Startschüsse ab und sein Grußwort wurde in der Laufzeitung veröffentlicht.

Ein echter Hingucker war der Kinderlauf. Zum zweiten Mal stand er auf dem Programm. 600 Meter absolvierten die jüngsten Teilnehmer. Insgesamt wurden 78 Kinder angemeldet. Alfred Mantau, Ortsbürgermeister in Semlin und von den Organisatoren des Drei-Seen-Laufes ins Boot geholt, lobte die Kinder: „Ihr seid viel schneller, als ich dachte.“ Die Kinder bekamen einen Gutschein für ein Eis – und eine Medaille aus Holz. Der Clou: die Kindermedaille war von Kindern der Kindertagesstätte in Semlin gestaltet worden.

ASB, FFW und Schüler

Die Feuerwehr und der Arbeitersamariterbund sind zwei weitere Gruppen, die sich zum Drei-Seen-Lauf ins Zeuglegen. Die Feuerwehr hilft schon beim Aufbau. der ASB hat ein Boot und zwei Rettungswagen vor Ort, falls doch einmal etwas passiert. Und die Schülerinnen und Schüler aus der Bürgelschule und dem Jahn-Gymnasium, die als Helfer zur Verfügung stehen, sind wertvolle Stützen.

Am vergangenen Wochenende blieb alles unfallfrei. Schon bald, nachdem der Lauf beendet war, gab es die ersten Filme und Bilder in den Sozialen Netzwerken zu sehen. Für die Organisatoren, die ihrerseits zum Teil aus Semlin kommen, ist der Lauf eine große Werbung für das Dorf. Der See, die Natur und dazu der Volkssport, das begeistere Läufer aus ganz Deutschland.

Alfred Mantau, Ulrich Opitz und Hans-Jürgen Lemle. Quelle: Joachim Wilisch

Mit 1100 gemeldeten Teilnehmern und einer Dunkelziffer von etwa 1300 war es der bisher größte Drei-Seen-Lauf. Und für die Organisatoren stellt sich die Frage, was zu tun ist, wenn die Teilnehmerzahl weiter wächst. „Ins Unendliche geht nicht“, sagt einer aus dem Team. Dennoch werde es nun keine Regelungen geben. Man müsse es beobachten. Bei schlechtem Wetter könne es ja auch passieren, dass die Teilnehmerzahl zurückgeht.

Die Mitglieder des Organisationsteams, die früher alle auf der Laufstrecke dabei waren, kümmern sich inzwischen um den reibungslosen Ablauf. „Ich laufe meine Runde an anderen Tagen“, sagt Ulrich Opitz und seine Mitstreiter machen es ebenso. Werner Knaake hat die Laufschuhe längst gegen die Radlerhose ausgetauscht. Und Gerd Last darf sich als „Laufvater“ mit 80 Jahren auch eine Sportpause gönnen.

Letzte Runde zum Schluss

Carsten Conrad, der Mann der Strecke, ist derjenige, der zum Schluss noch einmal die Runde dreht – es soll schließlich niemand auf der Strecke bleiben.

Übrigens: die Internet-Adresse www.drei-seen-lauf.de bleibt freigeschaltet. Und wer im kommenden Jahr dabei sein will, der merkt sich den Termin. Am letzten Samstag im Juli geht es wieder auf die Strecke. Das Motto bleibt: „Bloß kein Stress“.

Von Joachim Wilisch

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