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Rathenow Duncker-Oberschule dankt 180 Partnern
Lokales Havelland Rathenow Duncker-Oberschule dankt 180 Partnern
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15:11 08.11.2018
Duncker-Schüler (in lindgrünen Schürzen und T-Shirts) hatten für die Partner der Schule ein anspruchsvolles Büffet hergestellt. Foto: Bernd Geske
Rathenow

 Überall woanders hätte es leicht befremdlich gewirkt, wenn mitten in der Rede des Chefs deutlich vernehmbar im Saale das Brutzeln von Bouletten begonnen hätte. Als Thomas Winterfeldt, Leiter der Duncker-Oberschule Rathenow, am Mittwochabend seine Ansprache hielt, setzte eben jenes öffentliche Braten ein. Nach kurzem Erstaunen der Gäste war aber ganz schnell klar, dass es genau so vorgesehen war.

Die Duncker-Oberschule hat ihre 180 Partner beim Praxislernen UTP eingeladen. Der Höhepunkt war ein Büffet, das die Schüler hergestellt haben.

Die Duncker-Oberschule hatte ihre Partner beim Projekt „Unterrichtstag in der Praxis“ (UTP) zu einer Dankveranstaltung eingeladen. Mehr als 180 Firmen, Vereine, Verwaltungen und Institutionen im Westhavelland arbeiten mittlerweile mit der Schule zusammen, um ihr Praktikumsplätze anzubieten. Als maßgeschneiderte Form des Dankes hatte eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern unter Anleitung des Premnitzer Gastwirts Ralf Engeleiter in der Schulküche ein Büffet gezaubert.

„Wir sind stolz auf euch!“, rief Schulleiter Winterfeldt den anwesenden Mädchen und Jungen zu. Von nur 27 Betrieben zum Beginn im Jahr 2015 sei die Zahl der Partner nun schon auf über 180 gewachsen, teilte er mit. Die Akzeptanz der Oberschule sei in den letzten Jahren deutlich gewachsen, das sei auch an den Anmeldezahlen abzulesen.

Winterfeldt: Schüler fleißig und teamfähig

„Unsere Schüler sind fleißig und teamfähig“, sagte Thomas Winterfeldt, „das ist das, was die Wirtschaft braucht.“ Die Schule wolle auch in Zukunft mit den Partnern zusammenarbeiten, um das Westhavelland zu stärken, indem die Jugendlichen hier bleiben.

Lehrerin Jana Brandstäter, mit Ute Schönwald verantwortlich für UTP, berichtete, dass von den 42 Mädchen und Jungen, die in diesem Jahr die 10. Klasse abgeschlossen haben, nur fünf zur Ausbildung in andere Bundesländer gegangen sind. Drei hätten ein Freiwilliges Soziales Jahr begonnen. Alle anderen hätten in der Nähe eine Lehrstelle bekommen – und sie habe noch keine Mitteilung erhalten, dass jemand abgebrochen hätte. Unter allen 48 Jugendlichen in den 9. Klassen, die sie betreue, berichtete Jana Brandstäter, gebe es nur eine Handvoll, die beim UTP Schwierigkeiten bereiten.

Vier Schüler berichteten kurz übers Praktikum. Michael Hänschke sagte, in allen drei Betrieben habe es ihm sehr viel Spaß gemacht. Für ihn sei klar, er wolle was mit Autos machen. Florian Schmidt teilte mit, er sei mit seinem Praktikum in den Havelland-Kliniken „voll zufrieden“. Laura Marks erklärte, sie habe im Rathenower Krankenhaus mit den Menschen und dem Team „viel Spaß“. Claudia Lindemann, die in der Kleinen Grundschule Großwudicke ins Lehrerdasein hineinschnuppert, befand, dort sei es „cool“.

UTP in der Duncker-Oberschule

Im Schuljahr 2015/2016 begann die Duncker-Oberschule mit einem neuen Praxislern-Konzept, UTP genannt.

Das ganze Schuljahr lang gehen die 8. Klassen jeden Mittwoch in einen Praktikumsbetrieb. Die 9. Klassen machen das sogar jeden Donnerstag und Freitag.

Der Landkreis Havelland hat die Duncker-Oberschule dafür im Oktober dieses Jahres mit seinem Jugendförderpreis ausgezeichnet.

Dass das Büffet aus finanziellen Gründen nicht gar zu schlicht ausfallen musste, dafür hatten die Wirtschaftsjunioren Havelland mit einer Spende gesorgt. Sie waren mit Geschäftsführerin Kathrin Fredrich und Vorstandsmitglied Stephan Borchert vertreten. So waren es nicht alltägliche Sachen, die die Duncker-Schüler auffahren konnten: Hähnchen-Saté-Spieße, Rinderburger mit Radieschen-Frischkäse und handaufgeschlagener Wasabi-Mayonnaise, Filetschnitzel mit Panko und Tempura, Obstsalat mit griechischem Joghurt, französische Quiche, Kürbissuppe mit Corizo.

Nicht zuletzt wurden alle Gäste aufgefordert, sich für die nächste Berufemesse der Schule im März 2019 anzumelden. Schon jetzt sei abzusehen, dass der Platz für alle Interessierten nicht reichen wird.

Von Bernd Geske

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