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Rathenow Duncker-Oberschule ist stolz auf Preis vom Landkreis
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13:43 12.10.2018
Für den Bericht über ihr Praktikum in der Kita „Regenbogen“ bekam Chantal Dombrowski von der Duncker-Oberschule einen Preis der IHK. Quelle: Bernd Geske
Rathenow

Wenn die Oberschule Johann Heinrich August Duncker in Rathenow dieses Jahr den Jugendförderpreis des Landkreises bekommen hat, dann ist das die vorerst letzte Perle an einer Kette von Ehrungen.

Ihr größter Erfolg war bislang die Auszeichnung durch das „Netzwerk Zukunft – Schule und Wirtschaft in Brandenburg“ mit dem Titel „Schule mit hervorragender Berufs- und Studienorientierung“ im Juli 2017. Für Aufmerksamkeit gesorgt hat im März 2018 auch die Ehrung durch den Bundesverband Verbraucherzentrale als „Verbraucherschule Silber“ für die Förderung von Konsum- und Alltagskompetenz der Schüler.

Der Jugendförderpreis ging nun an die Duncker-Oberschule, teilt die Pressestelle des Landkreises mit, weil diese seit Jahren mit zahlreichen Firmen der Region zusammenarbeitet, um ihren Schülerinnen und Schülern eine praxisnahe Berufsorientierung zu ermöglichen. 145 Partner aus Wirtschaft, Pflege und Tourismus stünden der Schule dabei zur Seite.

Ausgezeichnet mit dem Jugendförderpreis. Schulleiter Thomas Winterfeldt (links) und die Lehrerinnen Ute Schönwald und Jana Brandstäter mit Landrat Roger Lewandowski. Quelle: Ralf Stork

Wie von Schulleiter Thomas Winterfeldt jetzt zu erfahren ist, hat sich die Zahl der Firmen, die mit der Schule kooperieren, seit dem Bewerbungsschluss für den Jugendpreis am 31. August auf die enorme Zahl 180 erhöht. Das Konzept der Schule für die Berufsorientierung war zu Beginn revolutionär und hat sich mittlerweile als sehr erfolgreich herausgestellt.

Nicht wenige Beobachter hatten gestaunt, als die Duncker-Oberschule zum Beginn des Schuljahres 2015/2016 verkündete: Die 8. Klassen gehen fortan das ganze Schuljahr lang an jedem Mittwoch komplett in einen Praktikumsbetrieb und die 9. Klassen machen das sogar an jedem Donnerstag und Freitag. Gegenwärtig sind es also rund 100 Mädchen und Jungen dieser Schule, die verschiedenste Firmen der Region jede Woche mit ihren Praktika bereichern.

Pascal Ströse (rechts) bekam nach einem Praktikum in der Rathenower Welz Gas Zylinder GmbH dort den ersehnten Ausbildungsplatz. Quelle: Bernd Geske

Es ist klar, dass sich Jugendliche und Betriebe auf diese Art sehr gut kennenlernen. Die Jugendlichen bekommen genaue Vorstellungen von den angestrebten Berufen. Die Motivation der Unternehmen liegt auf der Hand: Sie bekommen über einen langen Zeitraum eine gute Gelegenheit, Auszubildende zu finden – und im Idealfall gleich an sich zu binden.

Nur 30 Firmen hatte sich 2015 zu Beginn des neuen Konzeptes zur Kooperation mit der Schule bereit erklärt. Dass es nun schon 180 Partnerunternehmen sind, drückt beträchtliches Interesse aus. Leider ist es bereits nach kurzer Zeit jetzt rein zahlenmäßig nicht mehr möglich, dass jede Firma Praktikanten bekommen kann.

Neue Gespräche mit Wirtschaftsvertretern

„Wir sind stolz auf den Jugendförderpreis des Landkreises“, sagt Schulleiter Thomas Winterfeldt, „und wir sind davon überzeugt, dass wir ihn verdient haben.“ Schon am Abend der Auszeichnung auf Schloss Ribbeck habe er weitere Gespräche mit Wirtschaftsvertretern geführt, die Interesse an einer Kooperation haben.

Der überwiegende Teil der Schülerinnen und Schüler freue sich jede Woche aufs Praktikum, teilt der Schulleiter mit. Für die Verantwortlichen sei es schön zu sehen, dass das Konzept Früchte trägt. Von 42 Mädchen und Jungen, die in diesem Sommer die Schule verlassen haben, hätten 37 einen Ausbildungsvertrag in der Tasche gehabt.

Die Verwendung des Preisgeldes von 1000 Euro, das die Schule bekommt, ist klar: Es soll für die Berufsorientierung eingesetzt werden.

Von Bernd Geske

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