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Ein Schmuckstück

Das neue Zentrum von Rathenow Ein Schmuckstück

Mit dem Citymanager durch die Rathenower Innenstadt. Der soeben fertig sanierte Wohnblock der KWR an der Ecke Berliner- und Puschkinstraße ist ein Schmuckstück. Zunächst hatten die Stadtplaner vor, das Gebäude abzureißen.

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Die Skulptur des Ziegelabtragejungen erinnert an die Rathenower Ziegelindustrie. Mit der Sanierung wurde die Skulptur ins Zentrum gerückt – man sieht sie nun besser

Quelle: Joachim Wilisch

Rathenow. Natürlich ist es passiert. Die Spielschlange am Märkischen Platz ist bereits von Schmierern verunstaltet worden. „Zum Glück fällt es nicht so auf“, sagt Citymanager Jens Hubald.
Treffpunkt Rathenow Stadtzentrum. Es ist heiß. Die Wasserspiele in der Mitte des Platzes plätschern und sind die Attraktion des Sommers schlechthin. Eine Familie hat hier Halt gemacht. Die Kinder toben vergnügt durch die Wasserstrahlen – pitschnass aber selig. „So soll’s sein“, sagt Jens Hubald. Er hat sich dafür eingesetzt, dass die Rathenower mitbestimmen durften, wie ihr neues Stadtzentrum aussieht.

Und wahrlich, die Rathenower haben ein gutes Gespür dafür, was richtig ist und was nicht. Der soeben fertig sanierte Wohnblock der KWR an der Ecke Berliner- und Puschkinstraße ist ein Schmuckstück. Zunächst hatten die Stadtplaner vor, das Gebäude abzureißen. „Gut, dass es nicht so gekommen ist“, sagt Hubald. „Und gut, dass die KWR jetzt auch den gegenüberliegenden Wohnblock nach gleichem Muster umgestaltet.“ Wohlfühlen soll man sich im Stadtzentrum. Wenn Jens Hubald über Barrierefreiheit, Hilfsmittel für Sehbehinderte neue Verkehrsführung und Radwege spricht, dann ist er in seinem Element. „Nur, wenn man sich in der Innenstadt zuhause fühlt, entsteht hier mehr Leben“, so sein Credo. Das sehen auch Planer anderer Städte so. Es gibt viele Anfragen, wie das Rathenower Konzept entstanden ist.

Der Weg dahin war nicht leicht, erinnert sich Jens Hubald. Er weiß noch genau, wie die Diskussion verlief, als die Forderung laut wurde, aus dem Märkischen Platz einen Parkplatz zu machen. „Aber jetzt haben wir sehr viele Parkplätze im Zentrum“, sagt er. „Man muss Kompromisse machen mit allen Interessensgruppen.“

Schaut man vom Bebelplatz Richtung Osten, sieht man das Ergebnis des Innenstadtumbaus im Überblick. Der Bebelplatz selbst ist mit der Skulptur vom Ziegelabtragejungen, dem „Baum des Lebens“ und den Blumenbeeten ein Hingucker.
Lenkt man den Blick nach Westen, schaut man in die Zukunft. Hier wird noch gebaut, tiefe Baugruben tun sich auf. „Bis Ende 2014 ist alles fertig“, sagt Jens Hubald. Zu optimistisch sei das nicht. „Wir haben auch aus den Fehlern der ersten Baustelle gelernt.“

Von Joachim Wilisch

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