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Rathenow Ein Stadtgarten auf dem Weinberg
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19:16 17.05.2018
Gesa Eckhardt und Daniel Golze auf der Weinbergfläche, die sich in einen Stadtgarten verwandeln soll. Quelle: Markus Kniebeler
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Rathenow

Daniel Golze ist ein Freund klarer Worte. Und wenn es sein muss, geht der Fraktionschef der Rathenower Linken mit der Verwaltung hart ins Gericht. Genauso deutlich wird er aber auch, wenn es etwas zu loben gibt. „Ich bin begeistert, dass das so schnell geklappt hat“, sagte er am Donnerstag. „Damit hätte ich nie gerechnet.“

Am Abend zuvor hatten die Stadtverordneten einen von Golze initiierten Beschluss einstimmig verabschiedet. Um das Einverständnis mit dem Vorschlag Golzes zu demonstrieren, hatten die vier Fraktionsvorsitzenden ihn sogar gemeinsam eingebracht.

Ursache für diese Einmütigkeit ist ein „stinknormaler Stadtgarten“. Unter diesem Motto steht ein Projekt, zu dem die Rathenowerin Gesa Eckhardt den Anstoß gegeben hat. Und das nun auf dem Weinberg verwirklicht werden soll. Die „Stinknormalen Superhelden“, jene Rathenower Gruppe, die sich für den Schutz der heimischen Umwelt einsetzt, will beim Aufbau des Stadtgartens aktiv mithelfen.

Stadt stellt 400 Quadratmeter auf dem Weinberg bereit

Begeistert war Golze nicht nur davon, dass die Stadt das Vorhaben vorbehaltlos unterstützen will, sondern auch schon eine Fläche angeboten hat, auf dem der Stadtgarten angelegt werden soll. Ein rund 400 Quadratmeter großes Grundstück auf dem Weinberg könnte den künftigen Stadtgärtnern nach Auskunft von Vize-Bürgermeister Hans-Jürgen Lemle zur Verfügung gestellt werden.

Es handelt sich um jenes Gelände unweit des städtischen Friedhofs, auf dem im Buga-Jahr das „Schaufenster des brandenburgischen Gartenbaus“ angesiedelt war. Märkische Betriebe präsentierten in den kleinen Beeten seltene Obst- und Gemüsesorten. Nach der Buga verwilderte das idyllisch von Hecken umfasste Grundstück. Ein Projekt des Jahngymnasiums, hier einen Schulgarten anzulegen, wurde nach kurzer Zeit aufgegeben.

Nun also soll es als Stadtgarten wieder mit Leben gefüllt werden. „Wir wollen, dass möglichst viele Rathenower sich gemeinsam um die Anlage kümmern“, sagt Daniel Golze. In anderen Städten Deutschlands erfreuten sich Stadtgärten großer Beliebtheit. „Warum sollte das in Rathenow nicht auch funktionieren?“

Der Garten als Ort der Kommunikation

Wie genau sie das Gärtnern organisieren wollen, werden die Superhelden demnächst austüfteln. Fest steht, dass die Beete mit Obst und Gemüse bepflanzt werden sollen. Und zwar gemeinschaftlich. „Beim Gärtnern sollen die Menschen ins Gespräch kommen“, sagt Golze. „Schüler, Senioren, Berufstätige, alle.“ Der Garten als Ort der Kommunikation, des Austauschs, der Entspannung.

Bei den Stadtverordneten stieß dieses Konzept auf viel Gegenliebe. Lediglich Klaus Reimann (Pro Rathenow) gab zu bedenken, dass ein solcher Garten intensiv gepflegt werden müsse. Ansonsten verwahrlose solch eine Fläche schneller, als man hinschauen können.

„Natürlich können wir jetzt noch nicht sagen, wie viele Menschen sich einbringen werden“, erwidert Golze. Aber einen Versuch sei es wert. Und viel zu verlieren gebe es nicht. „Wenn es gar nicht funktioniert, wuchert alles wieder zu. Dann wird es aussehen wie jetzt.“ Anders ausgedrückt: Schlimmer kann es nicht werden.

Von Markus Kniebeler

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