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Rathenow Ein Stadtquartier wird aufgemotzt
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15:39 07.10.2018
Noch liegt das KWR-Grundstück in der Forststraße 1-2 brach. Am 15. Oktober wird mit dem Bau eines neuen Wohnblocks begonnen. Quelle: Markus Kniebeler
Rathenow

Der Termin steht. Am Montag, den 15. Oktober, beginnen in der Forststraße 1-2 die Arbeiten zur Errichtung eines neuen Wohnblocks. Bis zum Ende des Jahres 2019 will die Kommunale Wohnungsbaugesellschaft Rathenow (KWR) hier zwölf neue, großzügige Wohnungen zum Einzug bereitstellen.

WG für Demenzkranke

Außerdem wird im Erdgeschoss des viergeschossigen Gebäudes eine Wohngemeinschaft für Menschen mit dementiellen Erkrankungen eingerichtet. Neun Zimmer können nach Auskunft von KWR-Geschäftsführer Hartmut Fellenberg bezogen werden. Im Zentrum der WG entsteht ein rund 90 Quadratmeter großer Gemeinschaftsraum mit Wohnküche, einer großen Tafel und gemütlicher Sitzecke. Hier können die WG-Bewohner nach Belieben zusammenkommen – zum Essen, Spielen und Klönen. Ein Pflegedienst kümmert sich rund um die Uhr um das Wohlergehen der Mieter.

Die Geschäftsführung der Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft Rathenow: der scheidende Geschäftsführer Hartmut Fellenberg (re.) und sein Nachfolger Danny Harwardt Quelle: Markus Kniebeler

Im Sommer war der Weg für den Neubau frei gemacht worden. Binnen weniger Wochen ging der Abriss des alten Blocks über die Bühne. Die Wohnungen in dem Mitte der 80er Jahre errichteten Gebäude genügten den Anforderungen der heutigen Zeit nicht mehr. Weil der Block unmittelbar an das bereits sanierte Gebäude in der Goethestraße angrenzte, musste beim Abriss behutsam vorgegangen werden. Die Außenwand erhielt zur Stabilisierung ein aufwändiges Stahlskelett.

Im neuen Block werden nicht nur die Zimmer in der Wohngemeinschaft, sondern auch die Wohnungen in den drei darüber liegenden Geschossen barrierefrei erreichbar sein. Eine Besonderheit der großzügig geschnittenen Wohnungen sind die außergewöhnlich großen Balkone. Die über 110 Quadratmeter große Vier-Raum-Wohnung etwa wird mit einem 50 Quadratmeter großen Balkon ausgestattet. Mehr geht kaum.

Der KWR-Riegel in der Berliner Straße 61-66 ist bereits leergezogen. Bis zum März 2020 werden die 60 Wohnungen modernisiert. Quelle: Markus Kniebeler

Parallel zum Neubau in der Forststraße wird der Block gegenüber in der Berliner Straße 61-66 komplett modernisiert. Auch hier wird dafür gesorgt, dass die künftigen Mieter keine Treppen mehr steigen müssen, um zu ihren Wohnungen zu gelangen. Sechs Aufzüge werden innenliegend neben die Treppenhäuser gebaut.

Die Arbeiten in dem bereits leer gezogenen Block sollen im März 2019 beginnen. Die Grundrisse der insgesamt 60 Wohnungen werden nach Auskunft Fellenbergs kaum verändert. Wiedererkennen wird man sie nach der Sanierung dennoch nicht. Denn bis auf die Grundmauern wird alles erneuert: Bäder, Fenster, Türen, Böden, Wasser- und Elektroleitungen sowie die Fassade. Läuft alles nach Plan, können die Mieter im März 2020 ihre Wohnungen beziehen.

Innenhof wird neu gestaltet

Abgeschlossen wird die Sanierung des Karrees Berliner Straße, Goethestraße, Forststraße mit der Neugestaltung des Innenhofs. In dem sollen die Pkw-Stellplätze für die Mieter in eine parkähnliche Grünanlage mit Hecken, Beeten und Kinderspielgeräten eingebettet werden. „Wir wollen den Mietern vor ihrer Haustür ein Areal zum Erholen einrichten“, sagt Fellenberg.

Noch sind die Wohnungen nicht zu mieten. Aber das Interesse ist enorm. „Die Lage mitten im Stadtzentrum und die Barrierefreiheit machen die Wohnungen begehrt“, so Fellenberg. Angst vor Leerstand muss er in diesen Gebäuden jedenfalls keine haben.

Von Markus Kniebeler

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