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Rathenow „Einige können tanzen, andere bewegen sich“
Lokales Havelland Rathenow „Einige können tanzen, andere bewegen sich“
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02:16 09.11.2015
„Cindy und die jungen Wilden“ gab’s 2014. Quelle: Uwe Hoffmann
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Buckow

Offiziell kennt man sie als „Männerballett des Buckower Carnevalvereins“ – inoffiziell nennen sie sich die „Männer mit den wohlgeformten Bäuchen“, wie Andreas Hillebrand verrät. Er ist einer der insgesamt 13 Tänzer, die in der kommenden Saison auf der Bühne stehen.

Bei der Entwicklung der Choreographien ist Kreativität gefragt – bei den Jecken im Publikum soll schließlich keine Langeweile aufkommen. So standen die Jungs auch schon in Dirndl und Lederhosen auf der Bühne – stilecht tanzten sie einen bayrischen Schuhplattler. Auch dem Musical „Der König der Löwen“ huldigten die Buckower schon, neben Elefanten und Hyänen durften natürlich afrikanische Buschfrauen bei dieser Darbietung nicht fehlen. Weiter ging es mit „Cindy und die jungen Wilden“ – einer Hommage an die gleichnamige Fernsehshow der Komikerin Cindy aus Marzahn.

Trainiert wird das Männerballett seit fünf Jahren von Ariane Bierschenk. Sie ist die Freundin des jüngsten Mitglieds – die Altersspanne reicht von 23 bis 59 Jahren. „Ariane ist von Kindesbeinen an Karnevalistin“, erzählt Hillebrand. „Sie trainiert auch noch zwei unserer Kindertanzgruppen.“

Zur ersten Ideensuche kommen Trainerin und Tänzer bereits im Sommer zusammen, die Proben beginnen dann Mitte Oktober. Jeden Sonntagvormittag wird dann zwei Stunden lang getanzt – „aber natürlich nicht ohne eine entsprechende Einstimmung in Form einer Flasche Bier“, sagt Hillebrand und lacht. „Wir müssen unsere Körper ja schließlich auch in Form bringen.“

Aber dann, sagt der Buckower, habe Ariane die Truppe schon fest im Griff und es gehe straff durch. Angesprochen auf besonders schwierige Schrittfolgen sagt Andreas Hillebrand: „Einige können gut tanzen und andere bewegen sich halt“, und lacht. Der Spaß soll im Vordergrund stehen und „spätestens wenn die Saison losgeht, haben wir es dann auch drauf“.

Eine weitere Besonderheit des Buckower Männerballetts: Alle Kostüme sind handarbeit – Andreas’ Frau steht den Männern als Schneiderin zur Seite. Wenn sie für neue Kleidungsstücke Maß nimmt „wird auch mal geflachst, wer wieder zugenommen hat – selten hat mal einer abgenommen“, scherzt Hillebrand. Er habe sich mittlerweile auch daran gewöhnt, dass seine Frau manchmal den ganzen Tag in ihrer Nähkammer sitze.

Das Männerballett ist nach eigener Aussage das Highlight im Verein – „wenn wir auftreten, gehen die Leute noch mal richtig mit“, sagt Hillebrand. Einmal hätten sie in den 32 Jahren, die es das Männerballett nun schon gibt, das Gefühl gehabt, ein Tanz sei nicht so gut gelaufen. „Aber eigentlich schaffen wir es, den Auftritt vom Vorjahr zu toppen“, sagt der Buckower.

Positiv sieht Hillebrand auch, dass sich die Truppe keine Sorgen um Nachwuchs machen muss. „Im Gegenteil, zurzeit müssen wir die Jungs eher ausbremsen.“

Was das Publikum in dieser Saison erwartet, darf natürlich noch nicht verraten werden. „Aber es wird bunt und wir zeigen wieder viel Haut“, verrät Hillebrand.

Von Josephine Mühln

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