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Energiefressern den Kampf ansagen

Schulwettbewerb „Mission Energiesparen“ Energiefressern den Kampf ansagen

Merken wir jetzt schon was vom Klimawandel? Was sind erneuerbare Energien? Wo können wir Zuhause bereits Energie sparen? Diesen und anderen Fragen gehen Achtklässler aus Brandenburg in den nächsten Wochen im Rahmen des Projekts „Mission Energiesparen“ auf den Grund. Der Schulwettbewerb findet bereits zum sechsten Mal statt.

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„Einige können tanzen, andere bewegen sich“

Uwe Madel diskutiert mit den Schülern der 8b.

Quelle: Josephine Mühln

Rathenow. Energie sparen statt Sport machen hieß es am Dienstag für die Klasse 8b der Duncker Oberschule in Rathenow. Die Schülerinnen und Schüler nehmen am Projekt „Mission Energiesparen“ der Energie Mark Brandenburg (EMB) teil. Der Wettbewerb findet bereits zum sechsten Mal statt und will auf Energiefresser im Alltag aufmerksam machen.

Den Startschuss für den Wettbewerb gab Moderator Uwe Madel – bekannt aus der rbb-Sendung „Zuhause in Berlin und Brandenburg“ – mit einer Unterrichtsstunde der besonderen Art. „Jeder einzelne ist für die Zukunft unseres Planeten mitverantwortlich“, sagte Madel zu Beginn. „Immer nur zu fordern, die Politiker müssen was tun, das reicht nicht – wir müssen schon selbst mit anpacken.“ Der Moderator und bekennende Umweltschützer zeigte den Achtklässlern einen Film, der auf die Gefahren des Klimawandels aufmerksam macht. „Hört auf zu reden und handelt endlich!“ lautet der Appell am Ende des Films.

„Es geht um eure Zukunft“

Es gebe zwar bereits Alternativen, sagte Madel, trotzdem gehe der Kampf gegen den Klimawandel noch zu langsam voran, „weil es uns im Moment ja noch gut geht“, mutmaßte der Moderator. „Aber es geht um eure Zukunft und deshalb ist euer Engagement wichtig.“

Finale im Frühjahr 2016

Die „Mission Energiesparen“ gliedert sich in drei Etappen: Zunächst müssen die Schüler Energiefresser bei sich zu Hause enttarnen, in der zweiten Runde prüfen sie, wo an ihrer Schule Energie gespart werden kann. Die Finalrunde findet im Frühjahr 2016 in Potsdam statt – sechs Klassen können sich dafür qualifizieren.

3 000 Schüler aus insgesamt 108 Klassen haben bislang am Wettbewerb teilgenommen.

Die Schirmherrschaft für das Projekt hat Bildungsminister Günter Baaske übernommen.

In drei Gruppen sollten die Schülerinnen und Schüler sich erste Gedanken zum Projekt machen: Merken wir jetzt schon was vom Klimawandel? Was sind erneuerbare Energien? Wo können wir Zuhause bereits Energie sparen? Schnell diskutierten die Jungs und Mädchen angeregt und schrieben fleißig all ihre Erkenntnisse nieder.

„Oft sind es kleine Änderungen unserer Gewohnheiten, die aber in der Summe viel Energie sparen“, gab Lutz-Jürgen Jahnke, Regionalbereichsleiter bei der EMB, den Gruppen mit auf den Weg. Die Heizung einen Grad runter zu drehen spare beispielsweise schon bis zu zehn Prozent Energie. Auch sei der Wechsel zu Energiesparlampen leicht umzusetzen und schnell erledigt.

Der komplette Jahrgang ist beim Projekt dabei

Uwe Madel zeigte sich am Ende seiner Unterrichtsstunde zufrieden: „Die Klasse hat wirklich gut mitgearbeitet und es hat Spaß gemacht, den Gruppen beim Diskutieren zuzuschauen.“ Alle seien zudem sehr aufmerksam gewesen – „das habe ich leider auch schon anders erlebt“, sagt Madel. Er begleitet das Projekt zum sechsten Mal und tourt aktuell durch die Bewerberschulen.

Von der Duncker Oberschule ist der komplette achte Jahrgang beim Wettbewerb vertreten – insgesamt drei Klassen. Initiiert hat die Teilnahme Jana Brandstäter, Fachlehrerin für Berufsorientierung. „Ich bin ein Fan von Projektarbeit, weil dabei auch schwache Schüler mit guten Ideen lebendig werden können“, sagt die 47-Jährige. Als sie ihren Schülern vorgeschlagen hat, bei „Mission Energiesparen“ mitzumachen, seien die sofort Feuer und Flamme gewesen, erinnert sich Brandstäter.

„Natürlich ist unser aller Ansporn der Klassenpreis“, sagt die Pädagogin. Dem Erstplatzierten winkt ein Preisgeld von 3 000 Euro für die Klassenkasse. „Die Schüler wünschen sich, von diesem Geld eine Klassenfahrt nach Hamburg zu machen, um das Musical „Der König der Löwen“ anzusehen und die Speicherstadt zu besichtigen“, verriet Brandstäter.

Von Josephine Mühln

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