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Rathenow Entschädigung für Moskau-Fahrer
Lokales Havelland Rathenow Entschädigung für Moskau-Fahrer
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11:59 31.07.2018
Jürgen Scharein aus Rathenow. Quelle: Markus Kniebeler
Rathenow

Versöhnliches Ende einer aufregenden Geschichte: Der Rathenower Jürgen Scharein, der Mitte Juni unter abenteuerlichen Umständen nach Moskau gereist war, um das WM-Auftaktspiel der deutschen Mannschaft zu erleben, hat die ihm entstandenen Unkosten vom Hermes-Versanddienst erstattet bekommen. Auch sein Schwager Detlef Göhner hat das Geld für seinen verpassten Flug und ein zu spät zugestelltes Visum wieder erhalten. Insgesamt erstattete Hermes den beiden Havelländern 1300 Euro – und beglich damit die Unkosten, die wegen Schludrigkeit bei der Sendungszustellung entstanden waren. (MAZ berichtete)

Visa kamen zu spät an

Zur Erinnerung: Scharein und Göhner hatten Tickets für den Flug nach Moskau erworben und warteten auf zwei Visa, die Michael Grieger, ein Bekannter aus Frankfurt/Main, besorgt und eine Woche vor dem Abflug per Hermes-Versand ins Havelland geschickt hatte. Die Sendung allerdings kam nicht zum zugesagten Zeitpunkt an. Immer wieder wurden Scharein und Göhner vertröstet. Als der Bote schließlich mit den Visa auftauchte, war der gebuchte Flieger schon in der Luft.

Entnervt ließ Göhner seine Bemühungen, nach Moskau zu kommen, sausen. Scharein indes buchte kurzerhand einen neuen Flug und erlebte in Moskau ein in jeder Hinsicht bemerkenswertes Wochenende. Denn obwohl der Bote, der das bestellte Ticket für das WM-Spiel bringen sollte, nicht erschien, genossen Jürgen Scharein und Michael Grieger die Atmosphäre in der russischen Hauptstadt in vollen Zügen.

Auflistung der Unkosten

Nach der Rückkehr wandte sich Grieger, der den Hermes-Dienst beauftragt hatte, an selbigen mit der Bitte um Erstattung der Unkosten: Ein nicht genutztes Visum (Göhner), zwei verfallene Flugtickets, und die Mehrkosten, die Scharein für das neue Flugticket gezahlt hatte – alles in allem ein Betrag von rund 1300 Euro.

Auf die erste Anfrage kam eine computergenerierte Antwort. Nachdem die MAZ-Rathenow, der Scharein seine Erlebnisse geschildert hatte, bei der Hermes-Pressestelle nach dem Vorgang gefragt hatte, kam Bewegung in die Sache. Grund für die Verzögerung seien die durch die Sommerzeit bedingten Urlaubsvertretungen gewesen, so die Erklärung. Und es folgte das Versprechen, eine kulante Regulierung und Entschädigung in die Wege zu leiten.

Das ist nun geschehen. Freilich ist der große Ärger, den die Warterei bei den Beteiligten verursacht hat, nicht entschädigt worden. Aber immerhin wurde über die Unkosten-Erstattung nicht groß gefeilscht. „Das ist so schon okay“, sagt Jürgen Scharein. Und trotz der großen Aufregung – oder vielleicht sogar wegen derselben – wird er den Moskau-Trip nicht so schnell vergessen.

Von Markus Kniebeler

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