Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Rathenow Erster Arbeitseinsatz im neuen Stadtgarten
Lokales Havelland Rathenow Erster Arbeitseinsatz im neuen Stadtgarten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:27 01.08.2018
Sie haben den grünen Daumen: Die Stinknormalen Superhelden und ihre Helferinnen Gesa Eckhardt (M.) sowie Elke (2.v.l.) und Katja Dartsch im neuen Stadtgarten in Rathenow. Quelle: Christin Schmidt
Rathenow

Mittwochfrüh auf dem Weinberg: Die dreijährige Isa zieht unermüdlich Unkraut aus dem Boden, das im hohen Bogen in einen grünen Sack fliegt. Während die junge Hobbygärtnerin sich um das unliebsame Grün kümmert, bearbeiten fünf fleißige Helfer das einstige Buga-Beet mit Grabegabel, Spaten und Grubber.

Ute Arndt und Jürgen Albrecht haben sich mit den Stinknormalen Superhelden Katetschen Bernd, PanthaLong und Rumpel Kalle zum ersten Arbeitseinsatz im Stinknormalen Stadtgarten getroffen. 

Unkraut jäten, den Boden umgraben, die von der Buga übrig gebliebenen Kräuter ernten und die ersten Samen in den Boden bringen. Spinat-, Bohnen- und Radieschensaat haben sie dabei. Obwohl sie alle zu Hause selbst Obst und Gemüse anbauen, stehen sie hier mit Arbeitshandschuhen im Sand und rackern gemeinsam.

Am Nachmittag folgte der zweite Teil des Arbeitseinsatzes mit noch mehr Unkraut jäten, Kräuter ernten und jeder Menge Spaß. Quelle: Christin Schmidt

„Wir tun das ja nicht für uns, um uns selbst zu versorgen. Wir wollen möglichst viele Menschen motivieren, sich am Gemeinschaftsprojekt Stadtgarten zu beteiligen, von dem später alle Bürger der Stadt profitieren können“, betont PanthaLong während er den Spaten in den Boden rammt.

Er selbst ist eigentlich kein großer Fan von Gartenarbeit, es geht ihm viel mehr um die Sache, das große Ganze und das Engagement für die eigene Stadt. Deshalb hätte er sich gefreut, wenn dem Aufruf zum ersten Arbeitseinsatz mehr Bürger gefolgt wären.

Stattdessen trafen sich hier auch mit Elke und Katja Dartsch sowie Gesa Eckhardt, die am Nachmittag dazu kamen, Rathenower, die ohnehin schon in verschiedenen Bereichen ehrenamtlich aktiv sind. Demotivieren lassen sie sich von der noch geringen Resonanz aber nicht.

Gesa Eckhardt, Ideengeberin für das Projekt Stadtgarten, erntet Minze und Oregano. Quelle: Christin Schmidt

„Wir müssen jetzt erst einmal zeigen, dass wir es ernst meinen. Dann werden sicher nach und nach mehr Helfer dazu kommen“, ist sich Katetschen Bernd sicher. Optimistisch stimmt ihn, dass es bereits mehrere Unternehmer gibt, die das Projekt Stadtgarten unterstützen wollen.

Dazu gehört unter anderem die Kommunale Wohnungsbaugesellschaft Rathenow, die 1000 Euro spendet und bereits signalisiert hat, bei Bedarf zwei weitere Flächen zur Verfügung zu stellen. Auch die Stadtverwaltung steht dem Vorhaben sehr wohlwollend gegenüber steht, das wurde am Mittwoch noch einmal deutlich.

Stadtgärtnerin Jennifer Handt, die sich seit zwei Jahren um die Pflege des Weinbergs kümmert, freute sich über die neuen Kollegen, die sie mit einem Lächeln empfing. Die Pflege des ehemaligen Buga-Gartens liegt ihr am Herzen, deshalb kümmert sie sich gern darum, dass die Saat in den nächsten Wochen auch bewässert wird.

Jürgen Albrecht (l.) und Ute Arndt (M.) legten sich am Vormittag zusammen mit Mike Großmann ins Zeug und bearbeiteten das erste Beet. Quelle: Christin Schmidt

PanthaLong, der nicht nur Stinknormaler Superheld, sondern auch Imker ist, will den Stadtgarten zudem mit zwei bis drei Bienenvölkern bereichern. „Dann können wir sogar Stinknormalen Honig produzieren“, freut sich der Mann in Leggings.

Die Hobbygärtner hoffen, mit ihrem Engagement eine Bewegung loszutreten. „Unser Ziel ist es, später Pflanz-Partys zu veranstalten, gemeinsam pflanzen, säen, grillen und schlemmen. Wir wollen einfach das Wir-Gefühl in unserer Stadt stärken“, betont Katetschen Bernd.

Wer mehr über die Aktivitäten im Stinknormalen Stadtgarten erfahren möchte, liest die MAZ und verfolgt das Projekt auf Facebook.

Von Christin Schmidt

30 junge Rathenower Sportler haben Ende Juli an den europäischen Jugendspielen in der holländischen Stadt Almere teilgenommen. Voller Begeisterung blicken sie auf das Erlebnis zurück.

01.08.2018

Finanzminister Christian Görke hat am Mittwoch die Kita Olga Benario besucht. Anlass war der Start des ersten beitragsfreien Kitajahres in Brandenburg, das auf eine Rathenower Initiative zurückgeht.

01.08.2018

Das Interesse an Wassertests ist in Rathenow seit Jahren groß. Einen derartigen Andrang hat Harald Gützow aber noch nie erlebt. 160 Wasserproben gaben Bürger ab, davon wurden 30 sofort untersucht.

31.07.2018