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Rathenow Frauen sprechen über Erfolgsrezepte
Lokales Havelland Rathenow Frauen sprechen über Erfolgsrezepte
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15:04 12.03.2019
Anja Titze (links) hat das Businessfrühstück zur Frauenwoche moderiert und zunächst alle Teilnehmerinnen gebeten, sich kurz vorzustellen. Quelle: Bernd Geske
Rathenow

 Von der Malermeisterin bis zur Richterin. Von der Abiturientin bis zur Amtsdirektorin. Jede Menge Geschäftsführerinnen und eine Kita-Leiterin. Es war eine ebenso bunt gemischte wie auch gut qualifizierte Runde von 30 Frauen, die das IHK-Regionalcenter und die Rathenower Wirtschaftsförderung am Dienstag im Havelrestaurant „Schwedendamm“ zu einem Businessfrühstück zusammen brachten.

Im Rahmen der 29. Brandenburgischen Frauenwoche sollte deren diesjährigem Motto „Hälfte/Hälfte - ganz einfach!“ nachgespürt werden. Leona Heymann vom IHK-Regionalcenter brachte das Thema etwas griffiger auf den Punkt, als sie in die Runde fragte, was gehöre heute dazu, damit eine Frau sagen könne: „Ich bin erfolgreich“?

Seeger: „Frauen auf dem Vormarsch“

Der Rathenower Bürgermeister Ronald Seeger (CDU) punktete mit der Feststellung, dass „Frauen auf dem Vormarsch“ sind. Er kenne nur wenige Unternehmen, wo Frauen nicht mitreden – ob nun in der ersten oder zweiten Reihe. Er sprach von seinem Wunsch, dass der Bund den Frauentag bald zu einem deutschlandweiten Feiertag ausrufen möge. Es sei wichtig, die Rolle der Frau auf diese Weise zu würdigen.

Keine Frau sprach schlecht über Männer. Das Businessfrühstück war aber schon so angelegt, ein paar wichtige Unterschiede von Männern und Frauen in verantwortlichen Positionen heraus zu finden.

Frauenlastig – männerlastig

Die Verwaltungen seien sehr frauenlastig, stellte die Nennhausner Amtsdirektorin Ilka Lenke fest, nur um dann hinzu zu fügen: In den oberen Reihen seien sie aber sehr männerlastig. Sie sei im Landkreis Havelland die einzige Frau als Hauptverwaltungsbeamte. Ob es nun ein Mann oder eine Frau in der Führungsposition sei, teilte sie mit: Das könne nur funktionieren, wenn der jeweilige Partner/die Partnerin die entsprechende Toleranz aufbringt.

„Ich will keine Quotenfrau sein, ich will sagen können, ich mache das gut!“, rief Kathrin Fredrich, Geschäftsführerin des Optikparks, in den Raum. Sie finde es schwierig, Männer oder Frauen mit bestimmten Eigenschaften zu stigmatisieren. Wer engagiert sei, mache auch seinen Weg.

Ines Deichsel. Quelle: Bernd Geske

Ines Deichsel, Geschäftsführerin der gleichnamigen Baufirma, brachte alle zum Lachen, als sie erzählte, dass sie einmal auf einer Baustelle von den Männern für eine Praktikantin gehalten worden war. Sie arbeite sehr gerne in dieser Männerdomäne, teilte sie mit: „Hier habe ich meine Daseinsberechtigung gefunden.“ In den Jahren ihrer Tätigkeit habe sie erfahren, dass ein gutes Miteinander von Männern und Frauen, von Alt und Jung der optimale Weg sei.

Diana Golze. Quelle: Bernd Geske

Neben Ines Deichsel war auch Diana Golze eingeladen worden, um einen Erfahrungsbericht aus ihrer Tätigkeit zu geben. Nicht ganz einfach war das für sie, im vergangenen Jahr hatte sie wegen eines Medikamentenskandals als Gesundheitsministerin zurücktreten müssen. Es seien einst Männer gewesen, berichtete sie, die ihr eine Chance gegeben hatten. Wie ihre Netzwerke sich in der Krisenzeit verhielten, wurde sie gefragt. Das private Netzwerk spüre man in Krisenzeiten am meisten, hat sie verraten und dann leise hinzugefügt: Auf alles andere könne man sich nicht verlassen.

Von Bernd Geske

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