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Rathenow Kirchenrat für neues Gemeindezentrum
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14:22 28.09.2018
Kirchbergmodell von oben. Die zwei verbundenen Gebäude nahe am Chorraum der Sankt-Marien-Andreas-Kirche bilden das Gemeindezentrum. Quelle: Bernd Geske
Rathenow

 Der Gemeindekirchenrat der Evangelischen Kirchengemeinde Rathenow hat auf einer Sitzung am Donnerstragabend beschlossen, dass nahe an der Sankt-Marien-Andreas-Kirche ein neues Gemeindezentrum gebaut werden soll. Das hat Pfarrer Andreas Buchholz auf Nachfrage dieser Zeitung mitgeteilt. Er hat auch bestätigt, dass der Beschluss einstimmig gefasst worden ist.

Am letzten Sonntag hatte nach dem Gottesdienst in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche eine Gemeindeversammlung zu diesem Thema stattgefunden. Bei der Gelegenheit war ein von der Landeskirche in Auftrag gegebenes Gutachten über die Immobiliensituation der Kirchengemeinde vorgestellt worden, das vom Berliner Architekturbüro civitas erstellt worden war.

Neubau ausdrücklich empfohlen

Das Ergebnis im Bezug auf Nutzungshäufigkeit und Wirtschaftlichkeit war eindeutig: Gemäß Gutachten sollte für das jetzige Gemeindezentrum im Lutherhaus an der Jahnstraße eine neue Nutzung gefunden werden. Der Bau eines neuen Gemeindezentrums nahe der Sankt-Marien-Andreas-Kirche ist ausdrücklich empfohlen worden. Eine Gemeindeversammlung ist jedoch kein beschließendes Gremium. Sie diente der Information und der Anhörung aller Beteiligten und Interessierten.

Der verbindliche Beschluss zum Neubau war vom Gemeindekirchenrat zu fassen - was nunmehr geschehen ist. Wie geht es jetzt weiter? Träger der Neubebauung der noch freien Fläche am Chorraum der Kirche ist die Kommunale Wohnungsbaugesellschaft Rathenow (KWR). Zunächst müsse die Kirchengemeinde jetzt einen Vertrag mit der KWR aushandeln, erklärt Pfarrer Buchholz.

KWR baut und die Gemeinde kauft

Bislang ist vorgesehen, dass die KWR neben weiteren neuen Gebäuden auf dem genannten Grundstück (Foto rechts) auch das Gemeindezentrum bauen und es dann an die Kirchengemeinde verkaufen würde. Als Bausumme waren 1,2 Millionen Euro im Gespräch.

Bislang gibt es für das Gemeindezentrum aber nur eine Vorplanung. Jetzt, da der Beschluss gefasst worden ist, gibt es die Voraussetzung dafür, dass die detaillierte Planung in Auftrag gegeben werden kann. Wie diese genau aussehen soll, muss nun in den Gesprächen von Gemeinde und KWR festgelegt werden. Pfarrer Buchholz hat darauf hingewiesen, dass die Gemeinde für den fertig ausgehandelten Vertrag noch eine kirchenaufsichtliche Genehmigung einholen muss, die von der Landeskirche kommt.

Bebauungsplan ist noch nicht fertig

Gegenwärtig könnte für das Projekt aber noch gar keine Baugenehmigung beantragt werden, weil es für die Fläche noch keinen Bebauungsplan gibt. Dass ein B-Plan aufgestellt werden soll, haben die Rathenower Stadtverordneten bereits beschlossen. Im Bauausschuss am 4. September ist die 1. Änderung des Entwurfs vorgestellt worden, er ist in der nachfolgenden Stadtverordnetenversammlung am 12. September aber kein Thema gewesen. Auch beim nächsten Bauausschuss am 9. Oktober steht der Bebauungsplan bislang nicht auf der Tagesordnung.

Das Gutachten des Berliner Architektenbüros über die Immobiliensituation der Gemeinde habe den Ausschlag gegeben, dass der Gemeindekirchenrat sich für den Neubau entschied, hat Andreas Buchholz erklärt. Dessen Mitarbeiter hätten sehr viele Gespräche in Rathenow geführt und dessen Schlussfolgerungen hätten überzeugt. Der Gemeindekirchenrat habe aber keinen Beschluss über die Zukunft des Lutherhauses gefasst, hat Pfarrer Buchholz betont. Das Lutherhaus solle in den nächsten Jahren auf jeden Fall noch von der Gemeinde weiter genutzt werden.

Von Bernd Geske

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