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Rathenow Golze kritisiert Abschieds-Ritual
Lokales Havelland Rathenow Golze kritisiert Abschieds-Ritual
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16:41 10.01.2019
Daniel Golze kritisiert die Einladungspraxis zur Verabschiedung von Norbert Heise sowie Elfie Balzer und Joachim Muus. Quelle: Christin Schmidt
Rathenow

Städtische Unternehmen sind Angelegenheit der Stadtverordnetenversammlung. Daniel Golze, ehemals Bürgermeisterkandidat für die Partei Die Linke in Rathenow, Jurist und Sprecher der Linksfraktion in der SVV kritisiert das Verabschiedungsritual für Elfie Balzer, Joachim Muus und Norbert Heise.

Heise (Technologie- und Gründerzentrum) sowie Balzer und Muus (Optikpark) waren zum 31. Dezember vergangenen Jahres in den Ruhestand gegangen. Eine Verabschiedung für Elfie Balzer hatte es schon vor einiger Zeit gegeben, man wolle ihr aber nun ganz offiziell zusammen mit Joachim Muus „Auf Wiedersehen“ zurufen. Eine Verabschiedung von Norbert Heise stand noch aus. Als Amtsleiter hatte er das Rathaus schon vor einigen Jahren verlassen. Die TGZ-Geschäftsführung erledigte er weiter.

Offizieller Akt

Das sagte Bürgermeister Ronald Seeger auch am Dienstag bei einem Treffen mit Muus, Balzer und Heise im Rathaus, das als „offizielle Verabschiedung“ der Geschäftsführer angekündigt worden war. Und eben das ärgert Daniel Golze: „Zunächst alles Gute für den Ruhestand den drei so erfolgreichen Geschäftsführern“, ließ er auf seiner offiziellen Facebook-Seite „Daniel Golze für Rathenow“ wissen. „Vielen Dank für die geleistete Arbeit in den Unternehmern und für die Stadt. Sie haben sich Ihren Ruhestand wohl verdient.“ Er empfinde es aber als „grobe Missachtung“, dass die Stadtverordneten zu der Verabschiedung nicht eingeladen wurden.

Golze verdeutlicht: „Gesellschafter der Unternehmen ist die Stadt und damit die Stadtverordnetenversammlung und nicht der Bürgermeister.“ Er hätte erwartet, dass zumindest die Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Diana Golze und Vertreter der Fraktionen eingeladen worden wären. „ Ich hätte den Geschäftsführern sehr gern persönlich im Rahmen einer offiziellen Verabschiedung herzlich gedankt“, so Golze.

SPD ahnte es

Lunte gerochen hatte offenbar die SPD. Zumindest hatten die Sozialdemokraten schon mal eine gesonderte Abschiedszeremonie für die beiden Optikpark-Geschäftsführer vorbereitet. Zur Mühlenweihnacht holte Martin Gorholt, Chef der Staatskanzlei in Potsdam, Mitglied im SPD-Ortsverein Rathenow und Unterbezirkschef der SPD Havelland, das Geschäftsführer-Duo Muus und Balzer auf die Bühne. Zusammen mit Hartmut Rubach (SPD-Stadtfraktion) und Landtagskandidatin Katja Poschmann wurde wortreich der Abschied zelebriert.

Derweil hadert Daniel Golze weiter. Nach der Bürgermeisterwahl habe Ronald Seeger zugesagt, es werde eine enge Zusammenarbeit mit den Fraktionen geben. „Sieht so die vom Bürgermeister gewünschte Zusammenarbeit mit den Abgeordneten aus?“ Das fragt der Sprecher der Linksfraktion.

Alle gemeinsam?

In den Kommentaren gab es noch mehr Kritik. Nachdem es für den Geschäftsführer der Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft, Hartmut Fellenberg, bereits eine große Zeremonie gegeben hatte – veranstaltet von der KWR – wurde deutlich, dass es schön gewesen wäre, alle scheidenden Gesellschafter gemeinsam offiziell im Rathaus zu verabschieden.

Bürgermeister Ronald Seeger kann das nachvollziehen. Am Dienstag sagte er: „Diesen Hinweis nehme ich an und werde in Zukunft darauf achten.“

Von Joachim Wilisch

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