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Rathenow Gräben müssen gepflegt werden
Lokales Havelland Rathenow Gräben müssen gepflegt werden
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15:45 09.08.2018
Rolf Ursinus (re.) und Uwe Berner von der BI Grundwasser warnen davor, die Grabenpflege angesichts der Dürre zu vernachlässigen. Quelle: Markus Kniebeler
Rathenow

Die gegenwärtige Trockenheit im Westhavelland hat die Sorge um den hohen Grundwasserspiegel, die in den vergangenen Jahren vor allem die Menschen in den östlichen Rathenower Stadtgebieten beschäftigt hat, in den Hintergrund gerückt. Das ist nicht nur ein Gefühl, sondern wird von einem Experten gestützt. In einem ersten Zwischenbericht hatte der Geologe Stephan Hannappel, der ein Gutachten zur Grundwassersituation in Rathenow erstellt, jüngst erklärt, dass der Grundwasserpegel an allen Messstellen seit Jahresbeginn erheblich gesunken sei. (MAZ berichtete) Angst vor feuchten Kellen müsse derzeit niemand haben, hatte Hannappel erklärt.

Warnung vor falschen Schlüssen

Rolf Ursinus, Mitbegründer der Bürgerinitiative Grundwasser warnt davor, aus diesem Befund die falschen Schlüsse zu ziehen. Natürlich habe die derzeitige Trockenheit die Situation etwas entspannt, sagt er. Aber man müsse im Blick behalten, dass im Frühjahr der Pegel überdurchschnittlich hoch gewesen sei. Vor diesem Hintergrund sei das Absinken des Pegels um 50 Zentimeter weder ungewöhnlich noch dramatisch.

Ursinus befürchtet, dass die Trockenheit in bestimmten Kreisen zu der Annahme führen könnte, es mit der Grabenpflege nicht mehr so genau zu nehmen. Frei nach dem Motto: Wenn kein Wasser da ist, brauchen wir auch keine Gräben, um es abzuführen. „Das wäre zu kurz gedacht“, so Ursinus. „Die nächste Regenperiode kommt bestimmt“, sagt er. „Und dann brauchen wir ein funktionierendes Grabensystem, um das Oberflächenwasser schnell abzuführen und den Druck auf den Grundwasserpegel zu mindern.“,

Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen

Ursinus erinnert an die Rekord-Grundwasserstände im Winter 2011 und deren Ursachen. Damals sei es nach einer sehr niederschlagsreichen Zeit wegen eines nicht funktionierenden Grabensystems zu den extremen Pegeln gekommen, die Menschen nasse Keller beschert hätten.

Ursinus gibt zu, dass das nicht die einzige Ursache für das Grundhochwasser gewesen sei. Aber die Möglichkeit, durch schnelles Abführen des Oberflächenwassers Druck vom Grundwasserpegel zu nehmen, habe man wegen verkrauteter Gräben nicht gehabt. „Wir müssen aufpassen, dass wir den Fehler von damals, als die Grabenpflege mancherorts so gut wie eingestellt wurde, nicht wiederholen“, sagt Ursinus. Und appellierte an die Verantwortlichen, an der turnusgemäßen Grabenpflege festzuhalten..

Von Markus Kniebeler

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