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Rathenow HAW weist Kritik zurück
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15:58 15.03.2019
Brandenburg Gelbe Tonne Müll und gelber Sack RVBRB Quelle: JACQUELINE STEINER
Rathenow

Eigentlich ist Jürgen Albrecht nicht überrascht, dass er nun 8,40 Euro pro Jahr mehr für die Abfallgebühren berappen muss. Er hatte damit gerechnet, weil der neue Tourenplan seiner Meinung nach nicht wirtschaftlich ist.

„In Rathenow West zum Beispiel werden seit Januar einige Straßen doppelt angefahren. In der geraden Woche werden die gelben Säcke oder Mülltonnen auf der einen und in der ungeraden Woche auf der anderen Seite eingesammelt“, berichtet Albrecht, der für Linken im Stadtparlament sitzt.

Bereits im Januar machte er darauf aufmerksam. Michael Schmidt, Geschäftsführer der Havelländischen Abfallwirtschaftsgesellschaft (HAW), erklärte dazu, dass einige Straße aus Gründen der Tonnage, der eingesetzten Fahrzeugart und des Gebiets in drei Teile geteilt sind.

Gelbe Säcke bleiben liegen

Albrecht hält das Ganze dennoch für unsinnig und vermutet, dass durch den Tourenplan mehr Personal nötig ist und zusätzliche Kilometer gefahren werden, was wiederum zu höheren Gebühren führt. Dazu wollte sich der Rathenower bei der HAW erkundigen, konnten aber niemanden erreichen, weshalb er sich an die Presse wandte.

„Ich möchte wissen, warum sich die Gebühr erhöht hat“, so Albrecht. Und er hat noch eine Anmerkung: Die gelben Säcke, die laut Plan mittwochs in ungeraden Wochen in der Genthiner Straße abgeholt werden, bleiben liegen und werden einen Tag später eingesammelt.

„Offenbar funktioniert der neue Plan also gar nicht“, meint der Anrufer.

Weder Basis- noch Entleerungsgebühren wurden erhöht

Mit der erneuten Kritik hat sich Michael Schmidt noch einmal auseinandergesetzt.

„Wenn Herr Albrecht meint, der neue Tourenplan sei nicht wirtschaftlich, dann würde ich gern auf seine Unterstützung zurückgreifen, da er offenbar aus der Entfernung problemlos komplexeste logistische Systeme wirtschaftlich bewerten kann“, erklärt Schmidt und erinnert an die Erfahrung der HAW-Mitarbeitern.

„Die Kollegen arbeiten teilweise schon mehrere Jahrzehnte in der Fahrzeugdisposition. Wir haben sehr viel Zeit in die Planung der neuen Hausmülltouren investiert. Wenn ein Bürger das Ganze dennoch für unsinnig hält, fällt es mir schwer, das ernst zu nehmen“, macht Schmidt deutlich.

Zur Erhöhung der Gebühren, die Jürgen Albrecht ebenfalls kritisiert hatte, fragte die MAZ beim Landkreis Havelland nach. Der ist für die Preisgestaltung zuständig. Wie die Pressestelle mitteilt, haben sich von 2018 zu 2019 weder die Basis- noch die Entleerungsgebühren für die privaten Haushalte verändert.

HAW muss neue Unfallverhütungsvorschriften beachten

„Im konkreten Fall hatte Herr Albrecht Anfang 2018 eine Vorauszahlung auf die voraussichtlichen Entleerungsgebühren für 23 Entleerungen eines 120-Liter-Behälters geleistet. Da er im Laufe des Jahres den Behälter 25 mal zur Entleerung rausgestellt hatte, musste er zu Beginn des Jahres 2019 diese zwei Entleerungen – zweimal 4,20 Euro – nachzahlen“, so Janine Sorge, Mitarbeiterin der Pressestelle.

Sie weist auch daraufhin, dass die Änderung des Tourenplans zu keiner Erhöhung der Müllgebühren geführt hat. „Der Grund für die Erstellung eines neuen Tourenplanes lag im Wesentlichen daran, dass die HAW Unfallverhütungsvorschriften einzuhalten hat“, so Sorge.

Die Müllfahrzeuge fuhren in bevölkerungsreichen Teilen des Landkreises oft an der Beladungsgrenze. Während im Gegenzug die ländlichen Abfalltouren über die weniger besiedelten Gebiete zwar lang, aber die Fahrzeuge oft nur zur Hälfte beladen auf den Betriebshof zurückkamen.

Durch die neuen Tourenpläne sollen bevölkerungsreiche mit weniger besiedelten Touren vermischt und so eine Überladung der Müllfahrzeuge vermieden werden.

Von Christin Schmidt

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