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Rathenow Halteverbot wird aus purer Bequemlichkeit ignoriert
Lokales Havelland Rathenow Halteverbot wird aus purer Bequemlichkeit ignoriert
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18:55 13.03.2019
Weil einige Bürger zu bequem sind, den Parkplatz zu nutzen, parken sie direkt vor dem Bäcker im Friedrich-Ebert-Ring. Quelle: Foto: Christin Schmidt
Rathenow

 Dieter Wiesinger wohnt in der Parkstraße in Rathenow. Immer häufiger hat er aber das Gefühl, am Ende der Welt zu wohnen, weil die unbefestigte Straße vor seiner Tür vom Ordnungsamt nachlässig behandelt wird, so der Mann.

„Mehrfach habe ich darauf hingewiesen, dass am Weg vor und zwischen den Garagen illegal Müll abgeladen wird. Die Stadt wollte sich darum kümmern, aber es ist nichts passiert. Stattdessen kommt immer mehr Abfall dazu“, berichtet Wiesinger.

Auch die Bäume und Büsche in der Parkstraße werden von dem Mitarbeitern der Stadt vergessen. Dabei hatten sie versprochen, dass sie das Grün nach der Vegetationsperiode stutzen, so Dieter Wiesinger.

Die Stadt will den Müll beseitigen

Seine Kritik hat Rathenows Bau- und Ordnungsamtsleiter Matthias Remus entgegen genommen. Der Müll wird weggeräumt, verspricht Remus. Auch die Bäume und Büsche sollen wenn nötig in den nächsten Tagen bearbeitet werden.

Jörg Kramer macht auf ein weiteres Problem aufmerksam. „Noch immer parken jeden Morgen zwischen 6.30 und 7.30 Uhr dreiste Autofahrer direkt vor der Filiale der Bäckerei Thonke am Friedrich-Ebert-Ring / Ecke Goethestraße und blockieren den Kreuzungsbereich. Und das, obwohl es direkt neben dem Geschäft einen Parkplatz gibt“, ärgert sich Kramer.

Er hatte schon einmal auf dieses Problem hingewiesen. Mitarbeiter des Ordnungsamts wollten sich darum kümmern. Passiert ist aber nichts, so der Mann.

Machtlos gegen Parksünder

„Wir kontrollieren diesen Bereich durchaus, aber wir stellen dafür nicht jeden Morgen jemanden ab. Zumal dort ohnehin niemand mehr parkt, wenn eine Politesse in der Nähe ist“, gibt Matthias Remus zu bedenken.

Er bestätigt, dass das Halten und Parken in diesem kreuzungsnahen Bereich überwiegend verboten ist. „Aber die Leute sind einfach bequem. Deshalb werde es auch immer wieder vorkommen, dass dort Autos stehen.

Mehr als 200 Gartenbesitzer nutzen regelmäßig den Zugangsweg zum Verein „Gute Hoffnung“ in Premnitz. „Obwohl sich die Stadt verpflichtet hat, jedes Jahr diesen Weg zu befestigen, geschah 2018 nichts. „Der Zustand ist eine Katastrophe!“, beklagt Ronald Fenske.

Weg zur „Guten Hoffnung“ wird im Frühjahr geschoben

Der Premnitzer Bürgermeister Ralf Tebling (SPD) gibt dem Mann recht. Er weist aber auch auf die Gründe hin: „Im letzten Jahr wurden viele Wege nicht gehobelt, weil es bautechnisch keinen Sinn gemacht hätte. Aufgrund der extremen Trockenheit waren die Böden so fest, das es nicht möglich war zu hobeln“, macht Ralf Tebling deutlich.

Außerdem erklärt er, werden die Wege erst nach dem Hobeln gewalzt. Das mache aber wenig Sinn, wenn die Böden nicht durchfeuchtet sind. Zudem hätten die Arbeiten eine erhebliche Staubbelästigung für die Anwohner verursacht.

„Im April und Mai diesen Jahres nehmen wir die Arbeiten wieder auf und richten unbefestigte Wege her“, verspricht der Bürgermeister. Dann ist auch der Zugangsweg zur „Guten Hoffnung“ dran.

Von Christin Schmidt

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