Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Rathenow Havelländer wollen ein zweites Hallenbad
Lokales Havelland Rathenow Havelländer wollen ein zweites Hallenbad
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:17 28.09.2015
Im Landkreis Havelland gibt es nur diese eine Schwimmhalle in Rathenow. Zu wenig, finden die Autoren des Sportentwicklungsplanes. Quelle: Heike Wilisch
Anzeige
Rathenow

Klein ist der Landkreis Havelland nicht. Und von Rathenow bis Falkensee ist man schon mal eineinhalb Stunden unterwegs, wenn sich der Verkehr auf der Bundesstraße 5 staut. In einem Landkreis dieser Größe müsse es mehr als ein Hallenbad geben. Das beschreiben die Experten, die den Sportentwicklungsplan für den Landkreis aufgeschrieben haben.

Allein in Rathenow existiert ein Hallenbad. Im Osthavelland gibt es dazu immer wieder Diskussionen. Aber bisher ohne Ergebnis. Besser sieht es mit Freibädern aus. Hier gibt es in den drei größeren Zentren des Kreises Angebote. „Die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises wünschen sich über alle Kommunen hinweg mit deutlichem Abstand ein Hallenbad“, heißt es in der Aufstellung zu den Stärken und Schwächen der Sportangebote und der Sportinfrastruktur im Kreis.

Spielfelder sind nicht richtig verteilt

Zu wenig Hallenbäder aber zu viele Spielfelder. Insgesamt gibt es im Landkreis 146 Spielfelder. Benötigt werden 26 wettkampfgeeignete Spielfelder. Es sind 57. Eigentlich eine gute Nachricht. Aber hier wird deutlich, dass auch bei der Sportentwicklungsplanung das Demografieproblem im Landkreis eine Rolle spielt. Im Westhavelland, wo weniger Menschen leben, gibt es ein Überangebot an Spielfeldern, während im einwohnerreichen Osthavelland Defizite bestehen, die behoben werden müssen. Leichtathletikanlagen sind zudem in schlechtem Zustand.

Neben den Spielfeldern standen auch die Mehrzweckhallen im Fokus. Aktuell gibt es 65 Sport- und Mehrzweckhallen mit 31650 Quadratmeter Nutzfläche. Benötigt würden 34350, heißt es in dem Bericht. Es fehlen also 6500 Quadratmeter Hallenfläche. Über 20 Sporthallen haben Schäden, einige sind schwer. Sie müssen auf absehbare Zeit beseitigt werden. Dort, wo Hallen fehlen, muss ein Ausgleich geschaffen werden. „Das ist wichtig, damit auch der Bedarf der Vereine abgedeckt wird“, so die Autoren des Sportstättenentwicklungsplans.

Schulsport unter der Lupe

Unter die Lupe wurde auch der Schulsport genommen. An 25 von insgesamt 55 Schulstandorten stellten die Experten „eine deutliche Unterausstattung fest“. Dort, wo sich Freiflächen befinden, sind diese in schlechtem Zustand. Dem steht auf der Habenseite ein außerordentlich hohes schulisches und außerschulisches Sport- und Bewegungsengagement in der Mehrheit der Schulen gegenüber. 18 Schulen haben sogar das Potenzial, sich zur „Bewegungsfreundlichen Schule“ zertifizieren zu lassen.

Gute Noten gibt es auch für die Kindertagesstätten. 63 Prozent der Kindertagesstätten verfügen über ein bewegungsorientiertes Profil. 21 Prozent verstehen sich als so genannte „Bewegungskitas“.

Der KSB halt geholfen

Der Kreissportbund Havelland hat bei der Erhebung zum Sportstättenentsivklungsplan mitgeholfen.

Die Befragung der Vereine hatte der KSB vorangetrieben. Die Dachorganisation der havelländischen Sportvereihne hat sich dafür eingesetzt, dass möglichts viele Fragen beantwortet werden.

Im Landkreis Havelland sind die Sportvereine gut mit der Politik vernetzt. Kreissportbund und Kreisverwaltung arbeiten eng zusanmmen. Im Kreishaus Rathenow gibt es ein Sportreferat.

Die Bevölkerungsentwicklung im Havelland lässt sich an der Vereinsstruktur ablesen. Es gibt zwar ein breites Sport- und Bewegungsangebot mit einem großen Bestand an Sportvereinen. Allerdings sei das Angebot im Gesundheitssport zu gering. Zudem sei in der Vereinsstruktur der Mittelbau zu schwach. Es gebe zu wenige mittelgroße Vereine, die in der Lage sind Angebote im Gesundheitssport zur Verfügung zu stellen. Daneben existieren allerdings sehr viele Klein und Kleinstvereine.

Soll und Haben sind in dem Plan ausführlich aufgelistet. Für das Sportdezernat geht es nun darum, das Aufgeschriebene in Politik umzusetzen. Angesichts der Fokussierung auf das Flüchtlingsthema keine leichte Aufgabe.

Von Joachim Wilisch

Mathias Hohmann, Geschäftsführer der Stadtwerke Premnitz, warnt vor einer Drückerkolonne, die mit Falschaussagen ältere Leute zur Unterzeichnung von Gasverträgen drängt. Es wird behauptet, dass Strom und Gas vom selben Anbieter gekauft werden müssen. Am Donnerstag sind mehrere Fälle bekannt geworden.

28.09.2015

Die Kita Seesternchen in Steckelsdorf ist am Freitag nach einer Komplettsanierung und Erweiterung wieder eröffnet worden. Für 859 000 Euro hat die Arbeiterwohlfahrt am alten Ort eine völlig neue Einrichtung geschaffen. Den ganzen Tag lang haben Kinder, Eltern und Personal mit vielen Gästen das große Ereignis gefeiert.

28.09.2015

Die Premnitzer Stadtverordneten haben den Antrag der CDU-Fraktion abgelehnt, dass die Stadt den Namenszusatz „am Havelbogen“ bekommen soll. Allerdings ist im Laufe der mehrmonatigen Debatte die Gruppe der Gegner erkennbar kleiner geworden. Mit acht zu fünf Stimmen und drei Enthaltungen fiel das Nein-Votum gar nicht so heftig aus.

28.09.2015
Anzeige