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Rathenow Hohennauen: Die Friedrichstraße ist gesperrt
Lokales Havelland Rathenow Hohennauen: Die Friedrichstraße ist gesperrt
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02:16 12.09.2015
Der Verbindungsweg zwischen Spaatz und Hohennauen. Quelle: Norbert Stein
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Hohennauen/Spaatz

In den Anliegerkommunen Spaatz und Hohennauen war die Freude über die sanierte Friedrichstraße nicht von Dauer. Grund dafür sind erhebliche Schäden an den frisch hergestellten Spurbahnen. Der mit Pflastersteinen sanierte 1,8 Kilometer lange Landwirtschaftsweg in der Großen Grabenniederung ist seit Anfang September für den Verkehr gesperrt. 775 000 Euro hat die Wiederherstellung der Friedrichstraße gekostet, finanziert aus einem Landesfonds zur Beseitigung der Schäden infolge des Hochwassers 2013. Nach Abschluss der Bauarbeiten Ende Mai dieses Jahres war die Verkehrsfreigabe für die Friedrichstraße, die auch viele Touristen für eine Fahrradtour nutzen. Die Friedrichstraße ist Teil des überregionalen Radweges „Brandenburg-Tour“ und führt durch ein Niedermoorgebiet.

Bald wackelten die ersten Steine

Wenige Wochen nach Verkehrsfreigabe wackelten schon die ersten Pflastersteine. Andere Steine gingen zu Bruch und es entstanden Risse in den Spurbahnen. Für den Teilabschnitt, der am schlimmsten betroffenen ist, wurde eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Km/h eingerichtet. Nun ist die Friedrichstraße ganz gesperrt. Leidtragende sind vor allem Landwirte, die hier ihre Felder und Wiesen haben. „Wir brauchen die Friedrichstraße um mit unserer Technik auf die Flächen zu kommen und zum Einfahren der Maisernte“, sagt Landwirt Jens Schmücker aus Spaatz.

Wann und wie die Straßenschäden beseitigt werden, steht nicht fest. „Wir wären schon tätig geworden, wurden aber zurückgepfiffen vom Amt Rhinow“, erklärt Lutz Herzberg von der Baufirma Ost-Bau auf Nachfrage. Das Unternehmen aus Osterburg hatte den Zuschlag für die Sanierung der Friedrichstraße erhalten. Herzberg war der verantwortliche Bauleiter.

Die Pflastersteine sind alle locker. Quelle: Norbert Stein

Hintergrund ist in dem Zusammenhang, dass ein Gutachters die Schadensursachen ermitteln soll. Auftraggeber für das Gutachten ist das Amt Rhinow. Das Gutachten soll mittlerweile erstellt worden sein. Der Inhalt sei ihm aber nicht bekannt, erklärt Herzberg. Der beauftragte Gutachter könnte zur der Auffassung gelangt sein, dass es nicht genüge, die Pflastersteine nochmals zu verfugen.

Amtsverwaltung schweigt

Das Amt Rhinow ist derzeit zu keiner Stellungnahme bereit. „Bis die Schadensursachen nicht geklärt sind, werden wir zur Friedrichstraße nichts sagen.“, erklärte Amtsdirektor Jens Aasmann in einer öffentlichen Sitzung der Gemeindevertretung Seeblick in Hohennauen. So viel war seinen kurzen Ausführungen aber dennoch zu entnehmen: Das Amt schließt offensichtlich eine juristische Auseinandersetzung zur Klärung der Probleme nicht aus. Zu dem Arbeitsstand in der Sache informierte Aasmann im nicht öffentlichen Sitzungsteil.

Von Norbert Stein

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