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Rathenow Großes Vermächtnis für die Kinder Rathenows
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02:16 13.09.2015
Ilse und Erich Ottefülling auf einer Festveranstaltung. Quelle: Ilse-Ottefülling-Stiftung
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Rathenow/Papenburg

Sollte es tatsächlich einen Himmel geben, dann muss Ilse Ottefülling dort sein. Die Frau, die 1912 in Rathenow als Ilse Will geboren wurde, hat 1999 kurz vor dem Tod mit ihrem Vermögen eine Stiftung gegründet, deren Spenden ausschließlich Kindern zugute kommen sollen. Mittlerweile hat ihre Stiftung so viele Gelder in ihre Geburtsstadt Rathenow vergeben, dass die Gesamtsumme in diesem Jahr noch die 100 000-Euro-Grenze übertreffen wird. Das Motto der Ilse-Ottefülling-Kinderstiftung lautet: „Kinder glauben an Wunder. Wir dürfen sie nicht enttäuschen.“ Das ist der Grund dafür, dass seit 2005 jedes Jahr aufs Neue wieder in Rathenow Tausenderbeträge vom Himmel fallen, die Vereinen und Institutionen zugute kommen, die ihre Arbeit den Kindern widmen.

Mit ihrem Ehemann gründete sie in Irland die Firma „German Salami“

Die Kinderstiftung hat ihren Sitz in Papenburg (Niedersachsen), weil Ilse Ottefülling und ihr zweiter Ehemann Erich Ottefülling dort den Lebensabend verbrachten. Gemeinsam mit ihrem ersten Ehemann war Ilse Ottefülling 1952 nach Irland gegangen und hatte mit ihm zusammen dort in der Stadt Dundalk die „German Salami Co. Ltd.“ gegründet – eine Firma also, deren Schaffen der auf deutsche Art produzierten Wurst gewidmet war. 1961 verstarb ihr erster Ehemann. 13 Jahre später heiratete sie ein zweites Mal und führte gemeinsam mit ihm die Firma weiter, bis sie diese 1977 schließlich verkauften und in der deutschen Stadt Papenburg ihren Ruhestand antraten. Der zweite Ehemann Erich Ottefülling verstarb 1997 auf der Rückfahrt von einer Irland-Reise. Ilse Ottefülling starb 2002 kurz vor ihrem 90. Geburtstag. Es war ihr nicht vergönnt, selbst Kinder zu haben.

Bislang 98 500 Euro gespendet

Nach einer Zusammenstellung der Stadt Rathenow sind von der Ilse-Ottefülling-Stiftung bislang 98 500 Euro hierher vergeben worden.

Bedacht wurden bisher die Kita „Jenny Marx“, der Förderverein der Pestalozzischule, der Unabhängige Frauenverein, die Vereine Funbox und Kleeblatt, die Lebens-, Alters- und Behindertenhilfe, das Bündnis für Familie Westhavelland, der Förderverein der Bibliothek, der Förderverein der Kita „Kleine Philosophen“, das Kinder- und Jugendparlament, die Rathenower Tafel, die Förderschule Spektrum, Kreissportjugend für „Madhouse“ und Stadt der Kinder.

Die Höhe der einzelnen Spendenbeträge erstreckt sich von 1 500 Euro bis hin zu 10 000 Euro.

„Ein Anliegen unserer Stifterin Ilse Ottefülling“, teilt Stiftungsvorstand Johannes Pott aus Papenburg mit, „war die Unterstützung von Institutionen und Projekten in Orten, die in ihrem Leben eine besondere Rolle gespielt haben.“ Hier seien unter anderem Rathenow als ihre Geburtsstadt, Dundalk in Irland und Papenburg zu nennen. Gegenwärtig prüfe die Stiftung gerade ein weiteres Projekt in Rathenow, bestätigt er, „da wir in diesem Jahr noch die 100 000-Euro-Grenze erreichen wollen“.

Die Stiftung holt von der Stadtverwaltung stets Empfehlungen ein

Im Vorfeld einer möglichen Spendenvergabe, erklärt der Rathenower Pressesprecher Jörg Zietemann, wenden sich Vertreter der Stiftung an die Stadtverwaltung Rathenow. Zwischen der Stiftung und Bürgermeister Ronald Seeger (CDU) habe sich in den vergangenen Jahren ein ausgesprochen gutes Verhältnis entwickelt. Die Stadtverwaltung empfehle der Ilse-Ottefülling-Stiftung immer Träger als Spendenempfänger und diese entscheide dann selbst abschließend über die Vergabe der Mittel. Bisher seien die von der Stadt vorgeschlagenen Träger immer berücksichtigt worden.

Als Bürgermeister Ronald Seeger im August 5000 Euro von der Ilse-Ottefülling-Stiftung an die Stadt der Kinder im Launepark übergeben konnte, hat er lobend hervorgehoben, dass insgesamt fast 100 000 Euro von dort nach Rathenow geflossen sind. Dafür sei er der Stiftung sehr dankbar. Um diese Anerkennung auch für alle Welt sichtbar zum Ausdruck zu bringen, hat die Stadt im Juli 2011 an der Großen Hagenstraße einen Gedenkstein für Ilse Ottefülling gesetzt. Dort hat sie ihre Kindheit und Jugend verbracht und tritt für die Stadt ihrer Geburt nun auch nach ihrem Tode noch als Wohltäterin auf.

Von Bernd Geske

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