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Rathenow So kulturell vielfältig ist das Havelland
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09:49 11.09.2018
Die Akteure, die gemeinsam das Abschlussfest der interkulturellen Woche gestalten. Quelle: Markus Kniebeler
Rathenow

Dass in Berlin Menschen unterschiedlichster Kulturen zusammenleben ist allgemein bekannt. Was viele nicht wissen, auch das Havelland ist ein ethnischer, religiöser und kultureller Schmelztiegel. 136 Nationen leben zwischen Falkensee, Rathenow, Rhinow und Premnitz – und das nicht erst seit 2015.

Menschen mit Wurzeln in den unterschiedlichsten Teilen der Welt sind hier zu Hause. Sie bringen sich in die Gesellschaft ein, engagieren sich in Vereinen, treffen sich in Religionsgemeinschaften und bereichern das kulturelle Leben.

Diese Vielfalt wird nun erstmals im Rahmen der Interkulturellen Woche in einer großen Gemeinschaftsveranstaltung präsentiert. Am 29. September laden mehr als 20 Vereine, Organisationen und Institutionen zu einem Fest in den Optikpark ein.

Die Veranstaltung soll zugleich Abschluss und Höhepunkt der Interkulturellen Woche im Havelland sein, die am Sonntag, dem 23. September beginnt.

Tanz, Sport, Religion und Spiel im Rathenower Optikpark

Ab 10.30 Uhr sind alle Bürger eingeladen im Park auf eine kulturelle Entdeckungstour zu gehen. Zwischen Blauem Café und Weißer Bühne werden sich die einzelnen Organisationen mit Informationsständen präsentieren.

Die Gäste erwartet Tanz, Sport, Spiel, Unterhaltung, jede Menge Informationsangebote, Kulinarisches sowie interessante Gespräche.

Dazu laden unter anderem die Buddhistische Gemeinde Päwesin, die Asiatische Gemeinde Rathenow, die Iranische Gemeinde der evangelischen Kirche, die Freunde für Europa, die kurdische Gemeinde, das Aktionsbündnis „Unser Rathenow“ und viele andere ein.

Elke Dartsch vom Verein Spatzennest aus Göttlin spricht über ihr Engagement in Gambia. Yunus Yaldis von der Fachstelle Islam in Brandenburg hält einen Vortrag zum Thema „Islam – was ist das“. Unter dem Motto „Religion zum Anfassen“ bringen die Akteure Kopftücher, Gewänder, Gebetsteppiche und andere religiöse Symbole mit.

Landkreis und Partnerschaft für Demokratie im Havelland

„Wir wollen zeigen, wie bunt und vielfältig das Havelland ist. Bisher haben viele Engagierte voneinander losgelöst zu Veranstaltungen eingeladen. Diese Kräfte wollen wir nun bündeln – statt jeder für sich, alle miteinander“, erklärt die Integrationsbeauftragte des Landkreises Havelland, Anne-Christin Kubb.

Sie hat die Veranstaltung gemeinsam mit Mike Stampehl, Koordinator der „Partnerschaft für Demokratie Westhavelland und Nauen“ auf die Beine gestellt.

Die Idee einer großen gemeinsamen Aktion kam gut an. Etwa doppelt so viele Mitstreiter wie in den Jahren zuvor meldeten sich an und brachten sich mit Ideen ein.

Ganz bewusst haben sich die Organisatoren für eine Veranstaltung im Freien entschieden, um dem Ganzen einen offenen Raum zu bieten, der viel Platz für persönliche Gespräche lässt. „Die Menschen sollen die Gelegenheit nutzen, sich kennen zulernen, aber auch um Fragen zu stellen“, betont Mike Stampehl.

Interkulturelles Fußballturnier

Sollten dabei Verständigungsprobleme auftreten stehen die Mädchen der Tanzgruppe „Intercultural Girls Dance“ als Dolmetscherinnen zur Verfügung. Sie werden auch das Programm auf der Weißen Bühne bereichern.

Von 10.45 bis gegen 17.30 Uhr werden sich hier die Mitstreiter mit Beiträgen präsentierten. Parallel dazu finden auf dem Sportplatz am Schwedendamm ein interkulturelles Fußballturnier und ein Leichtathletik-Fest statt.

Rund 230 Akteure gestalten das Programm gemeinsam. Dazu gehört auch ein Betreuungsangebot für Kinder und ein Frauenzelt, in dem sich Besucherinnen die Haare flechten oder mit Henna bemalen lassen können.

Alle Tore des Parks sind von 10.30 Uhr bis 18 Uhr für alle Havelländer geöffnet, der Eintritt ist frei. Finanziert wird das Fest vom Landkreis Havelland und mit Mitteln aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“.

Von Christin Schmidt

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