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Rathenow Jagdverband kritisiert Wolfsmonitoring
Lokales Havelland Rathenow Jagdverband kritisiert Wolfsmonitoring
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12:57 17.02.2019
Stefan Meyer zeichnet Gudrun Badtke für ihre langjährige Arbeit als Schatzmeisterin mit dem Ehrenabzeichen des Landesverbandes aus. Quelle: Norbet Stein
Rathenow

 Weil der Schutz des Wolfes und das dafür praktizierte Monitoring in Brandenburg ihre Gemüter schnell erhitzt, behandelte der Jagdverband Rathenow die Problematik zum Ende seiner Mitgliederversammlung am Samstag im Havelrestaurant Schwedendamm. Als Gast hatte der Vorstand Dieter Dombrowski eingeladen. Er ist umweltpolitischer Sprecher der CDU- Landtagsfraktion und Vizepräsident des Landtages.

Die Jagdhornbläser eröffneten die Mitgliederversammlung musikalisch. Quelle: Norbert Stein

Dombrowski erklärte, er sehe durchaus die Möglichkeit, die Population des Wolfes gesetzlich zu regeln, ohne damit gegen europäisches Naturschutz- und Umweltrecht zu verstoßen. Frankreich zum Beispiel habe eine Obergrenze von 500 Tieren festgesetzt. Die Landwirte müssten für Wolfsschäden eine volle Entschädigung erhalten, sagte Dombrowski weiter, bevor er sein Unverständnis über die Ablehnung des Ordnungsausschusses der Rathenower Stadtverordnetenversammlung kundtat, als politisches Bekenntnisses Rathenow zur wolfsfreien Zone erklären zu wollen.

Dombrowski: Wolf macht Angst

Der Wolf mache vielen Menschen Angst, sagte Dombrowski, er würde sich auch an Veränderungen in der Landschaft gewöhnen. Die Politik sei verantwortlich, dem Rechnung zu tragen. Deshalb bedürfe es klarerer Schutzregelungen, der Festsetzung einer Populationsobergrenze und wann ein Wolf aus der Landschaft genommen werden darf. Letzteres ist nach derzeitigen Gesetzen nur in Ausnahmefällen und mit Zustimmung der für den Wolfsschutz zuständigen Landesstellen gestattet.

Ob das Land Wolfsentnahmebeauftragte benannt hat, wollten der Vorsitzende und Mitglieder des Jagdverbandes Rathenow wissen. Das Land habe die Vergabe ausgeschrieben, erklärte Dombrowski. In den ihm vom Ministerium zugänglich gemachten Unterlagen seien vier Unternehmen aufgeführt. Ihre Namen seien aber geschwärzt gewesen, mit der Begründung des Persönlichkeitsschutzes. Er könne aber sagen, so Dombrowski, dass das Land für Aufwendungen zur Wolfsentnahme 8000 Euro pro Tier zahlen würde.

Unzufrieden mit dem Landesverband

Seitens des Landesjagdverbandes sehen die westhavelländischen Jäger ihre Interessen beim Wolfsmonitoring ungenügend vertreten, so wie sie auch insgesamt unzufrieden sind mit der Arbeit des Landesjagdverbandes. Eine am Samstag beschlossene Mitgliederbefragung soll dazu Klarheit schaffen. Stefan Meyer hatte zuvor die Arbeit des Landesverbandes scharf kritisiert und als wenig wirkungsvoll bezeichnet.

Der Jagdverband Rathenow hat 211 Mitglieder. Rund ein Drittel nahm an der Mitgliederversammlung teil. Sie stimmten dem Rechenschaftsbericht zu und beschlossen ein Arbeitsprogramm für 2019 mit vier Jägerstammtischen, jagdlichen Schießen und weiteren Veranstaltungen.

Auf persönlichen Wunsch sind die langjährige Schatzmeisterin Gudrun Badtke und der Obmann für Wildbewirtschaftung Carsten Czeski aus dem Vorstand ausgeschieden. Für ihre Verdienste wurden sie mit dem Ehrenabzeichen des Landesverbandes in Bonze ausgezeichnet.

Waldemar Kolbatsch-Weremschuk (links) wurde vom Vorsitzenden mit dem Hegeabzeichen geehrt. Quelle: Norbert Stein

Mit dem Hegeabzeichen des Landesverbandes wurden Waldemar Kolbatsch-Weremschuk und Andreas Mau geehrt. Ina Tessmer wurde zur neuen Schatzmeisterin gewählt und Volker Hesse zum Obmann für Wildbewirtschaftung.

Von Norbert Stein

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