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Rathenow Jahngrundschüler in der Manege
Lokales Havelland Rathenow Jahngrundschüler in der Manege
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16:36 08.11.2018
Tolle Farbeffekte waren bei der Schwarzlicht-Show zu bestaunen. Quelle: Uwe Hoffmann
Rathenow

Stars in der Manege lautet der Titel einer belieben Fernsehshow, bei der Prominente in einem Zirkus auftreten. In Rathenow können derzeit Schüler in der Manege bewundert werden. Und diese stehen – was Einsatz, Mut und Leidenschaft angeht – den Vorbildern aus dem TV in nichts nach.

Für die Schüler der Jahngrundschule geht eine aufregende Woche zu Ende. Mit dem Projektcircus Andre Sperlich studierten sie eine komplette Vorstellung ein. Und wurden vom Publikum mit begeistertem Applaus belohnt.

Möglich macht’s der Projektcircus Andre Sperlich. Der ist in der Region kein Unbekannter. In vielen havelländischen Grundschulen hat er Schüler bereits zu Zirkusakteuren gemacht, in manchen war er sogar schon mehrmals zu Gast.

Für die Jahn-Grundschule allerdings war es eine Premiere. Und die – so viel lässt sich jetzt schon sagen – war ein voller Erfolg. Wer auch nur einen Blick in eine der Vorstellungen geworfen hat, wird das bestätigen. Bei jeder der zehn Nummern, die von den Schülern präsentiert wurden, sprang der Funke der Begeisterung auf das Publikum über. So viele Schüler auf einmal hat man selten so konzentriert in Aktion gesehen.

Angebote für alle Schüler

Seit Montag hatten die elf Mitarbeiter des Circus das Programm mit den Schülern einstudiert. Die athletischen versuchten sich am Trapez, die Spaßvögel machten den Clown, die poetischen gestalteten eine faszinierende Schwarzlicht-Show. Noch im Programm: Zauberei, Jonglage und eine Fakirshow. Für jeden Geschmack gab es das passende Angebot. „Alle Schüler waren an dem Projekt beteiligt“, sagt Schulleiter Frank Gens. Und ihm sei niemand bekannt, dem es nicht gefallen habe.

Die Taubenrevue wurde begeistert gefeiert. Quelle: Uwe Hoffmann

Montag, Dienstag und Mittwoch waren den Proben vorbehalten. Am Mittwoch und Donnerstag gab es die ersten Vorstellungen. Im Publikum: Eltern, Verwandte und neugierige Rathenower, die von dem Zelt, das auf der Wiese gegenüber der Schule aufgebaut war, angelockt worden waren. Heute Nachmittag um 17 Uhr wird es eine weitere Vorstellung geben, am Samstag verabschiedet sich der Projektcircus um 10 Uhr mit der letzten Vorstellung. (Karten an der Tagekasse) Dann geht es nach Fürstenwalde, wo in der kommenden Woche mit Grundschülern wieder Circus gemacht wird.

Pädagogischer Mehrwert

Frank Gens ist von dem Projekt regelrecht begeistert. Und nicht nur, weil die Artisten eine willkommene Abwechslung in den Schulalltag gebracht hat. Der Schulleiter hat auch den pädagogischen Mehrwert der Veranstaltung im Blick. „Die Schüler haben hier aus eigener Kraft etwas wirklich Bewundernswertes auf die Beine gestellt“, schwärmt er. Dieses Gefühl, etwas erarbeitet zu haben, was durch das Publikum am Ende mit Applaus belohnt wird, habe seine Schüler regelrecht beflügelt.

Und natürlich war der Auftritt vor großem Publikum in dem voll besetzten Kuppelzelt auch eine Lektion, die das Selbstbewusstsein gestärkt hat. Im Rampenlicht zu stehen, sich auf den Punkt zu konzentrieren, eine Leistung abzurufen und dafür gefeiert zu werden – viele Kinder erlebten das zum ersten Mal.

Circusdirektor Andre Sperlich führte durch das Programm. Quelle: Uwe Hoffmann

Andre Sperlich, der seit dem Jahr 2005 mit seinem Projektcircus durch Deutschland tourt, macht immer wieder dieselbe Beobachtung. Anfangs seien die meisten Schüler vorsichtig und reserviert. Aber im Verlauf der Proben legten viele ihre Zurückhaltung ab und seien am Ende selbstbewusst und mit viel Eifer bei der Sache.

Wie gut der Mitmach-Circus ankommt, zeigt ein Blick in das Auftragsbuch. Wer den Circus in den Frühlings- und Sommermonaten buchen will, der muss sich bis zum Jahr 2022 gedulden. Bis dahin ist in den Monaten April bis Juni kaum noch eine Lücke frei. „Viele Schulen vereinbaren nach dem Abbau des Zeltes gleich einen Folgetermin“, berichtet der Circusdirektor. Über mangelnde Nachfrage muss er sich also nicht beklagen.

Auch Frank Gens weiß, dass die Premiere keine Eintagsfliege bleibt. „Wir werden den Circus sicher noch mal buchen“, sagt der Schulleiter.

Von Markus Kniebeler

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