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Rathenow Jugend bewertet Buskonzept
Lokales Havelland Rathenow Jugend bewertet Buskonzept
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09:20 31.08.2018
Das Kinder- und Jugendparlament Rathenow mit der Vorsitzenden Frederike Timme (vorn) hat das Buskonzept des Kreises unter die Lupe genommen. Quelle: Christin Schmidt
Havelland

Der Landkreis Havelland überarbeitet derzeit gemeinsam mit einem beauftragten Planungsbüro das Buskonzept für das Havelland. Noch bis Freitagabend, 23.59 Uhr, können Personen, Verbände und Kommunen Anregungen einreichen. Das ist hier im Internet über ein Formular möglich.

Dass es durchaus noch Bedarf für Nachbesserungen gibt, geht aus einer Stellungnahme des Rathenower Kinder- und Jugendparlament hervor, dessen Mitglieder den Entwurf genau studiert haben.

Keine Verbesserung für Grütz und Göttlin

Die Jugendlichen kritisieren unter anderem, dass sich nach Inkraftreten des Konzepts für junge Menschen aus Grütz und Göttlin nichts verbessern wird. Die letzte Fahrt von Rathenow aufs Dorf finde werktags um 16 Uhr statt, am Wochenende gebe es nicht eine Verbindung. Insbesondere Grütz, wo es viele Kinder gebe, werde unter diesem Mangel leiden.

Auch die Angebote am Wochenende, insbesondere am Sonntag, setzen nach Ansicht der Jung-Parlamentarier zu früh ein und enden zu früh. Samstagabend müssten für jene, die aus den Dörfern nach Berlin wollen, auch nach 19 Uhr noch Busse zum Bahnhof fahren.

Lob für verlängerten Takt auf der Stadtlinie

Trotz dieser Kritik sehen die jungen Leute in dem Konzept auch Positives. „Tatsächlich stehen in dem Entwurf Neuerungen, die Bedarfe der jungen Menschen aufgreifen, die in den Befragungen der Arbeitsgruppe Busverbindungen aufgedeckt wurden“, heißt es. Lobend erwähnt wird der verlängerte Stundentakt auf den Stadtlinien 672 und 674 sowie die bessere Wochenendanbindung von Semlin. Das sei eine Anerkennung der ehrenamtlichen Arbeit der jungen Schülerinnen, die in der Gruppe mitgearbeitet hätten.

Unterschrieben ist die Stellungnahme von der Kijupa-Vorsitzenden Frederike Timme sowie von Gina Rettke und Janina Müller, die in der Arbeitsgruppe „Busverbindungen“ den Kreis vor Erstellung des Konzepts auf Missstände im Personennahverkehr aufmerksam gemacht hatten. Außerdem hat Tilo Windt, Kinder- und Jugendbeauftragter der Stadt Rathenow, an der Stellungnahme mitgewirkt.

Von Markus Kniebeler

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