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Rathenow Kabarett „Obelisk“ begeistert in Rathenow
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14:55 07.10.2018
Gretel Schulze und Andreas Zieger boten zwei Stunden satirische Unterhaltung. Quelle: Uwe Hoffmann
Rathenow

Mit Sinfoniekonzert, Kindermusical, Operettenmelodien und einer Party hat das Rathenower Kulturzentrum eine Woche lang sein 60-jähriges Bestehen gefeiert. Zum Abschluss der Feierlichkeiten gastierte am Freitagabend das Potsdamer Kabarett am Obelisk im ausverkauften Blauen Saal.

„Sternhagelvoll – Knöllchen für die Außerirdischen” heißt das aktuelle Programm der Potsdamer Kabarettisten. Doch wegen der Erkrankung einer Künstlerin konnte das Programm nicht gespielt werden. Statt dessen bestritten Gretel Schulze und Andreas Zieger den Abend mit einigen der besten Sketche aus den letzten Jahren des Kabaretts am Obelisk, griffen aber auch das aktuelle politische Geschehen auf.

Textsicheres Publikum

„Ich bin in Dresden aufgewachsen”, erzählte „Herr” Zieger. „Und sang als Kind vor der Patenbrigade „Wenn Mutti früh zur Arbeit geht”. Als er das Lied, das wohl jedes DDR-Kind im Kindergarten lernte, anstimmte fiel das immer noch textsichere Publikum spontan ein. Weiter ging es mit den vielen Missverständnissen zwischen Männern und Frauen. „Paragraf 1 eines Kabarettisten: 'Unten rum' ist immer lustig”, so Andreas Zieger, der auch schon mal einen unter die Gürtellinie gehenden Witz erzählte. Mit Grönemeyers „Männer” fasste „Frau” Schulze die Probleme des „starken” Geschlechts zusammen.

„Wir sind ja auch ein politisches Kabarett”, setzte sich Andreas Zieger wieder an den Flügel und griff die mit der Finanzkrise 2008 begonnene Griechenland-Krise auf. „Griesch’ ich noch Wein”, wandelte er in bestem Sächsisch Udo Jürgens Klassiker „Griechischer Wein” ab. Und Gretel Schulze tanzte „Zaziki” dazu.

Bis auf den letzten Platz war am Freitagabend der Blaue Saal im Rathenower Kulturzentrum gefüllt. Quelle: Uwe Hoffmann

Mit dem Thema Muslime schlugen beide den Bogen zum Thema Integration in die heutige Zeit. Nach der Pause spielten beide einen Sketch im Krankenhaus-Milieu. „Angela Merkels Umfrage-Werte sind auch nicht die Besten”, griff Andreas Zieger die aktuelle Bundespolitik auf. „Jetzt hat sie sogar dem Playboy ein Interview gegeben. Auf die Frage nach ihrem ersten Mal antwortete die Bundeskanzlerin: Ich freue mich darauf.”

Akustikprobleme an den hinteren Tischen

„Ohne Mikrophon waren Gretel Schulze und Andreas Zieger an den hinteren Tischen teilweise schlecht zu verstehen. Manche Pointe ging unter”, meinten einige Zuschauerinnen. Viele Gäste beschwerten sich über die schlecht organisierte gastronomische Versorgung.

Einig waren sich die knapp 200 Gäste aber über das kurzweilige, sehr humorvolle Programm. An manchen Tischen kamen die Zuschauer das gesamte Programm über nicht aus dem Lachen heraus. Mit lauten Pfiffen und viel Applaus forderten sie nach 110 Minuten noch zwei Zugaben und einen „Rausschmeißer-Witz”. So erlebten die Rathenower Gretel Schulze mit Lady Gagas abgewandeltem Songtext „... ich sag' nichts, ich mach mein cooles Pokerface” als Bundeskanzlerin Merkel.

Das Potsdamer Kabarett am Obelisk ist seit Jahrzehnten gern gesehener Gast im Kulturzentrum und beim Rathenower Publikum beliebt. Die aktuelle Vorstellung war bereits seit Wochen ausverkauft. Gretel Schulze und Andreas Zieger gastierten schon im November 1994 mit dem Programm „Vakuum Mensch!” in Rathenow. Das Potsdamer Kabarett feiert in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen.

Eine Ausstellung im ersten Obergeschoss des Kulturzentrums mit vielen Erinnerungen zeigt die abwechslungsreiche Geschichte aus 60 Jahren Kulturzentrum. Die kostenlose Broschüre zum Jubiläum ist im Museumsshop erhältlich.

Von Uwe Hoffmann

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