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Rhinow: Wandern nicht ohne Gefahren

Hauptmannsberg ein hoffnungsloser Fall? Rhinow: Wandern nicht ohne Gefahren

Rhinow im Havelland ist beliebt – Berge und eine Quelle locken seit Jahrzehnten viele Tagestouristen an. Doch die sind beim Spaziergang auf dem Hauptmannsberg Gefahren ausgesetzt. Die Stadt ist für die Verkehrssicherheit zuständig, deshalb wurde jüngst über die Instandsetzung der Wege debattiert. Allerdings habe man vorerst Wichtigeres zu tun, hieß es.

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Die Skulptur auf dem Hauptmannsberg

Quelle: N. Stein

Rhinow. Wenig erfolgversprechend war Horst Schwenzers Besuch der Rhinower Stadtverordnetenversammlung. Der Vorsitzende vom Otto-Lilienthal-Verein Stölln wollte am Donnerstagabend die Abgeordneten für ein Vorhaben gewinnen, die touristischen Wege in den Rhinower Bergen wieder herzurichten für Ausflügler. „Die Rhinower Berge und ihre Quelle waren Jahrzehnte Ausflugsziele vieler Bürger“, sagte Schwenzer, bevor er den Versuch startete das Interesse der Abgeordneten insbesondere auf den Hauptmannsberg zu lenken.

Bevor Otto Lilienthal nach Stölln auf dem Gollenberg kam, nutzte er den Rhinower Hauptmannsberg 1892 für seine Flugversuche und erreichte hier Weiten von mehr als 250 Meter. Daran erinnert die Skulptur „Der Abhebende“. Seinen Namen verdankt die 95 Meter - Erhebung dem im ersten Weltkrieg gefallenen Hauptmann Joachim von der Hagen, dem einst das Rhinower Gut und die Berge gehörten. Beigesetzt wurde er in einem Grab auf dem Hauptmannsberg, der zuvor Namensberg hieß.

Wieder in schlechtem Zustand

Die Wege zum Hauptmannsberg und zur Quelle sind zwar gut ausgeschildert und wurden in der Vergangenheit schon vom Lilienthalverein instand gesetzt. Nun sind sie wieder in einem schlechten Zustand und für Ausflügler nicht mehr ohne Gefahren nutzbar. Der Stadt obliege die Verkehrssicherungspflicht für die Wege, sagte Schwenzer. 800 Jahre Rhinow und der 120. Todestag von Otto Lilienthal im Jahr 2016 sollten Anlass sein, das Wegesystem in den Bergen wieder herzurichten.

Der Rhinower Bürgermeister Stefan Schneider machte Schwenzer wenig Hoffnung. Die Stadt habe wichtigere Dinge zu tun und Prioritäten anders gesetzt, sagt er. Auch würde der Stadt das nötige Geld fehlen zur Instandsetzung der Bergwege. Wieder herrichten möchte die Stadt zunächst den Ausflugspark „Birkenwäldchen“ am Fuße der Berge. Ein Vorhaben, an dem die Stadt schon seit Jahren krampft. Derzeit wird eine Planung erarbeitet für das „Birkenwäldchen“. Ob die Möglichkeit besteht in dieser Planung auch die Wege zu und in den Bergen, die Quelle und Grab einzubeziehen , will der Bürgermeister prüfen. 2016 mit bürgerlichen Engagement die Wege herzurichten, sieht der Bürgermeister nicht.

Ein bisschen Hoffnung gibt es noch

Probleme sieht auch Amtsdirektor Jens Aasmann. Dennoch sind zumindest die Bergwege für ihn kein absolut hoffnungsloser Fall. Eine Arbeitsförderung ermöglicht derzeit dem Amt zwei Arbeitskräfte ein halbes Jahr für den touristischen Wegebau zu beschäftigen. Diese Arbeitskräfte könnten auch in den Rhinower Bergen tätig werden und zumindest die größten Schäden ausbessern an den Wegen, sagte Aasmann in der Stadtverordnetenversammlung. Den Abgeordneten, denen auch nichts eingefallen war bis auf „Die Jungend könnte doch etwas machen in den Bergen.....“, war eine gewisse Erleichterung anzumerken, Schwenzer nicht gänzlich hoffnungslos verabschieden zu müssen.

Von Norbert Stein

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