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Rathenow Kinder- und Jugendparlament legt vier Anträge zur Stadtgestaltung vor
Lokales Havelland Rathenow Kinder- und Jugendparlament legt vier Anträge zur Stadtgestaltung vor
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15:11 15.03.2019
Im Optikpark wurden die Sitzung der Stadtverordneten mit jungen Leuten nachgestellt. Quelle: Markus Kniebeler
Rathenow

Da sage noch einer, die Jugend gehöre der Generation „Null Bock“ an. Die Mitglieder des Kinder- und Jugendparlamentes der Stadt haben jetzt in der Stadtverordnetenversammlung am Mittwoch einen weiteren Beweis dafür geliefert, dass man mit den Jugendlichen rechnen darf. Sie nutzten den Jahresbericht, um in der Stadtverordnetenversammlung vier Anträge zur Stadtentwicklung vorzulegen.

Breites Spektrum

Diese Anträge sind allesamt keine rein jugendpolitischen Initiativen. Sie decken ein breites kommunalpolitisches Spektrum ab. Frederike Timme und Mortischa Mokelke erinnerten an eine Demokratie-Aktion, die im vergangenen Jahr im Optikpark stattfand. Jugendliche stallten Ausschusssitzungen und eine Stadtverordnetenversammlung nach.

„Daraus entstand ein ganzes Bündel mit Anträgen“, sagte Frederilke Timme. Diese seien von den Mitgliedern des Rathenower Kinder- und Jugendparlamentes dann weiter vertieft worden. Übrig blieben die vier Initiativen, die nun in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht sind und damit zunächst Thema in den Ausschusssitzungen werden.

Der Verein "Politik zum Anfassen" unterstützte die Aktion im Optikpark. Quelle: Christin Schmidt

Der Reihe nach: die Prioritätenliste für Schulinvestitionen soll in Zukunft – wenn das Begehren des Kinder- und Jugendparlamentes durchdringt – ganz wesentlich von Betroffenen – den Schülerinnen und Schülern – mit bestimmt werden. „Wir wissen doch am besten, was wir brauchen – manchmal geht die Prioritätenliste an dem vorbei, was für uns wichtig ist“, so Frederike Timme. Die Prioritätenliste soll in einem Abstimmungsprozess, an dem alle Schulen teilnehmen, auf den Weg gebracht werden.

Stadtimage verbessern

Darüber hinaus soll ein Badestrand an der Havel den Tourismus ankurbeln. „Es gab früher ganz viele Badestellen, da wird man doch einen passenden Ort finden“, erklärte Frederike Timme. Die Badestelle müsse entsprechend eingerichtet wein: Kiosk, Toiletten und Papierkörbe. Falls das nicht klappt, solle die Stadtverordnetenversammlung überlegen, das Strandbad Wolzensee aufzuwerten.

Das Image der Stadt könne erheblich aufgebessert werden. „Wir haben als Stadt viel zu bieten“, so Frederike Timme. „Industriegeschichte, Optik, Kultur und Angebote für Jugendliche.“ Das muss aber besser bekannt gemacht werden.

Frederike Timme (l.) und Mortischa Mokelke vom Kinder- und Jugendparlament. Quelle: Christin Schmidt

Schließlich befasst sich Antrag Nummer vier mit dem Thema Ordnung und Sicherheit auf dem Märkischen Platz und den angrenzenden Straßen. „Die meisten Jugendlichen verhalten sich anständig und randalieren nicht“, stellte die Vorsitzende des Kinder- und Jugendparlamentes fest. „Kameras helfen sicher nicht weiter.“ Man wolle sich bei dem Thema gerne einbringen. Der Märkische Platz sei ein zentraler Ort auch für Jugendaktivitäten.

Die meisten Stadtverordneten begrüßen die Initiativen. Karl-Reinhold Granzow erklärte sich bereit, bei der Suche nach einer Badestelle zu helfen und Bürgermeister Ronald Seeger sagte: „Was die Jugendlichen hier zeigen ist großartig, meine Unterstützung haben sie.“

Mit „Null Bock“ hat das, was das Jugendparlament auf den Weg bringt jedenfalls nichts zu tun. Nun sind die Stadtverordneten und ihre Ausschüsse dran, die Vorschläge voranzutreiben.

Lesen Sie dazu auch unseren Kommentar „Hut ab“.

Von Joachim Wilisch

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