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Feiertag für die Kita Seesternchen

Kinderbetreuung Feiertag für die Kita Seesternchen

Die Kita Seesternchen in Steckelsdorf ist am Freitag nach einer Komplettsanierung und Erweiterung wieder eröffnet worden. Für 859 000 Euro hat die Arbeiterwohlfahrt am alten Ort eine völlig neue Einrichtung geschaffen. Den ganzen Tag lang haben Kinder, Eltern und Personal mit vielen Gästen das große Ereignis gefeiert.

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Zur Einweihung der Kita hatte die Awo für die Kinder ein paar schöne Geschenke mitgebracht.

Quelle: Bernd Geske

Steckelsdorf. Es scheint, als sei die einst nicht mehr so tolle, alte Kita Seesternchen als wunderbar verjüngte Schönheit aus den Wellen des Steckelsdorfer Sees wieder empor gestiegen. Ihre jüngste Geschichte hat in der Tat etwas Märchenhaftes, denn nachdem ihr Ende schon gekommen schien, strebt die nun nach allen Regeln der Kunst erneuerte Einrichtung einer lichten Zukunft entgegen. Neben zahlreichen gut gelaunten Menschen war es vor allem Ortsvorsteher Ricardo Gursch (CDU), der sich am Tag der Wiedereröffnung für gefühlsmäßigen Überschwang nicht zu schade war. Jetzt, da die Kita so super erneuert sei, teilte er allen Anwesenden mit, sei das für nicht wenige Steckelsdorfer Paare der Grund, sich ein „zweites oder drittes Kind“ anzuschaffen.

Das Landesjugendamt hatte den U-3-Bereich gesperrt

Weil die Stadt Rathenow dringend erforderliche Instandhaltungsmaßnahmen nicht ausführen ließ, hatte das Landesjugendamt der Kita das Betreiben ihres Bereichs für Kinder unter drei Jahren (U 3) nur noch bis Dezember 2013 erlaubt. Das Ende schien gekommen. Ricardo Gursch erinnerte an eine Zusammenkunft, die in dieser Zeit gewesen sein muss. „Es war schon fünf nach zwölf“, beschrieb er die Situation, die Stimmung sei äußerst schlecht gewesen und die Kita schien nicht mehr zu retten. Am Ende hätten aber alle doch noch an einem Strang gezogen und nun sei alles wunderschön geworden.

Der Knackpunkt war, dass es schließlich gelang, die Stadt Rathenow zu bewegen, der Awo Kinder- und Jugendhilfe gGmbH die Kita-Immobilie zu verkaufen. Erst mit dem Grundstückseigentum im Rücken konnte die Awo das Bauprojekt angehen. Als nicht unbeträchtlichen Eigenanteil brachte sie 350 000 Euro von ihrem Kreisverband Havelland in die Finanzierung mit ein. Dazu kamen 113 000 Euro aus dem Bundesprogramm zur Förderung von Kita-Plätzen für Kinder unter drei Jahren. Für den Rest bis zur Bausumme von 859 000 Euro wurde ein Kredit aufgenommen, den die Stadt scheibchenweise über die Kita-Betriebskosten zu erstatten hat.

Alles ist neu und auf dem besten fachlichen Stand

Auffällig war bei der Feier zur Wiedereröffnung, dass kein Redner überhaupt erst den Versuch machte, die wichtigsten Neuerungen und Verbesserungen zu benennen. Kein Wunder: Alles ist neu und auf dem besten fachlichen Stand. Seit vielen Jahren ist im ganzen Westhavelland keine einzige Kita dermaßen umfassend neu gemacht worden. Alle Möbel sind neu, es entstanden Forscherecken und Experimentierbereiche, individuell gebaute „Hochebenen“ fördern die motorische Entwicklung der Kinder und nicht zuletzt gibt es jetzt ein behindertengerechtes WC.

Neben vielen Dankesworten an die verschiedensten Mitwirkenden hob die Awo-Geschäftsführerin Sabine Frenkler schließlich am Ende noch besonders die Erzieherinnen der Kita hervor, die im Ausweichquartier, bei den Umzügen und sonstigen Sondersituationen stets zuerst auf das Wohl der Kinder achteten. Spontan fragte sie gleich die anwesenden Kinder: „Ging es euch immer gut?“ Zur Antwort bekam sie sofort ein vielstimmiges: „Jaaa!“

Von Bernd Geske

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