Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Rathenow Kita „Zwergenland“ erweitert erneut
Lokales Havelland Rathenow Kita „Zwergenland“ erweitert erneut
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:18 12.10.2018
Leiterin Jana Kutschan mit Kindern im neu eröffneten Haus II der Kita „Zwergenland“. Quelle: Bernd Geske
Rathenow

 So eine Entwicklung hat noch keine Rathenower Kindertagesstätte hingelegt. Die Kita „Zwergenland“ im Stadtteil West wächst innerhalb von kurzer Zeit zum zweiten Mal. Erst im September vor einem Jahr hatte die Einrichtung an ihrem Stammsitz am Baumschulenweg 19 einen Anbau mit zehn Plätzen feierlich eingeweiht. Zum 1. Oktober ist nun schon die zweite Erweiterung in Betrieb genommen worden. 14 weitere Plätze stehen dort zur Verfügung. Alle wurden in kurzer Zeit vergeben.

Man muss ein bisschen ausholen, um das Wachstum dieser Einrichtung treffend zu beschreiben. Es ist nur durch den Umstand zu erklären, dass es in Rathenow über längere Zeit hinweg viel zu wenig Betreuungsplätze für Kinder gibt.

Die neue Küche ist so gebaut, dass die Kinder gut selbst mithelfen können. Quelle: Bernd Geske

Damals noch Tagesmütter, hatten Jana Kutschan und Anja Steffens im Jahr 2007 begonnen, unter einem Dach getrennt-gemeinschaftlich zu wirtschaften. Da jede als Tagesmutter laut Reglement nur maximal fünf Kinder aufnehmen durfte, betreuten die beiden zehn Mädchen und Jungen. Da die Nachfrage groß war, nahmen die zwei Frauen zum Juni 2015 noch Ines Storbeck als dritte Tagesmutter auf, die weitere fünf Kinder betreuen konnte.

Die Kapazität blieb auf 15 Plätze beschränkt. Weil der Bedarf aber weiterhin groß war, stimmten alle beteiligten Behörden zu, die Dreifach-Tagespflege zum 1. Januar 2016 in eine Kindertagesstätte umzuwandeln. Diese durfte nunmehr 22 Kinder aufnehmen.

Tisch decken machen sie gern. Quelle: Bernd Geske

Der Bedarf blieb groß. So entschieden sich Jana Kutschan und Anja Steffens, nunmehr Leiterin und stellvertretende Leiterin der Kita, zu einem Anbau am Bestandsbau. Der wurde zum 1. September 2017 in Betrieb genommen und erhöhte die Zahl der Plätze auf 32. Die Behörden erteilten wenig später, wegen der großen Nachfrage, eine Ausnahmegenehmigung für bis zu 36 Plätze. Auch diese waren schnell an interessierte Eltern vergeben.

„Der Anmeldedruck war ungebrochen“, berichtet Jana Kutschan, „darum haben wir uns entschlossen, erneut zu erweitern.“ Es hatte sich gefügt, dass die Physiotherapie in der Clara-Zetkin-Straße 68 frei geworden war. Bei der Stadt und beim Landkreis sei man auf offene Ohren gestoßen, deshalb habe man relativ schnell die positiven Stellungnahmen bekommen.

Zwei Erzieherinnen mit 14 Kindern

Das Haus II ist einige hundert Meter entfernt vom Stammsitz der Kita „Zwergenland“. Das war aber kein Hindernis. Hier betreuen zwei Erzieherinnen eine Gruppe von 14 Kindern ab drei Jahren. Sie ahnen es: Alle Plätze sind bereits vergeben. Eine Ausnahmegenehmigung für vier weitere Plätze ist gerade beantragt worden, und man darf vermuten, dass die beteiligten Behörden auch hier zustimmen. Somit würde die Kita „Zwergenland“ auf bald 54 Plätze wachsen.

Straffes Bauprogramm

„Wir hatten hier in der Clara-Zetkin-Straße ein straffes Bauprogramm“, sagt Jana Kutschan. Von Juni bis September seien alle Umbau- und Renovierungsarbeiten durchgezogen worden. Insgesamt wurden 55 000 Euro investiert. Geschaffen wurden ein großer Gruppenraum mit einer Küche, in der auch die Kinder tätig werden, ein neues Kinderbad, ein WC für Behinderte, eine große Garderobe und nicht zuletzt ein Multifunktionsraum, wo die Kinder ihre Bauwerke auch mal stehen lassen können.

Zu den bislang fünf Erzieherinnen sind zwei weitere Erzieherinnen eingestellt worden. Ein schönes Stück Garten ist gleich hinter dem Haus und der öffentliche Spielplatz ist nicht mal eine Minute entfernt.

Von Bernd Geske

Der Landkreis Havelland hat die Duncker-Oberschule mit seinem Jugendförderpreis ausgezeichnet. Gewürdigt wird damit deren revolutionäres Konzept für die Berufsorientierung.

12.10.2018

Angelika Höpfel arbeitet seit 25 Jahren im Obdachlosenhaus in Rathenow, seit 20 Jahren leitet sie die Einrichtung. Keinen einzigen Tag hat sie ihre Berufswahl bereut.

11.10.2018

Das Fahrgastschiff MS Havelland hatte 2018 möglicherweise seine letzte Saison in Rathenow. Reeder Bernd Bolz denkt ans Aufhören. Jetzt sucht er einen Nachfolger – bisher ohne Erfolg.

11.10.2018