Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Rathenow Klassentreffen nach über 55 Jahren
Lokales Havelland Rathenow Klassentreffen nach über 55 Jahren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:18 08.10.2018
Die Gruppe der ehemaligen Schollschüler vor dem Ausstellungsraum des Fördervereins Heimatmuseum in der Berliner Straße. Quelle: Markus Kniebeler
Rathenow

Wer lange Zeit nicht in seiner Geburts- und Heimatstadt war, der wird bei seiner Rückkehr jene Orte aufsuchen, die ihn geprägt haben. Das Elternhaus, Lieblingsorte, die Schule. So haben es jetzt 15 ältere Herrschaften gemacht, deren Leben in Rathenow seinen Anfang genommen hat.

Es handelt sich um Schüler der Geschwister-Scholl-Schule, die im Jahr 1962 gemeinsam die achte Klasse besucht haben. Danach trennten sich die Lebenswege. Die einen setzen ihre Schul- und Universitätskarriere fort, andere absolvierten eine Lehre. Nun kamen sie zum ersten Mal nach 56 Jahren wieder zusammen, um in Erinnerungen zu schwelgen. Etliche haben in den vergangenen Jahrzehnten den Kontakt gehalten, aber einige hatten sich aus den Augen verloren. Um so größer war die Freude, als sie sich nun wieder begegnet sind.

Führung durch das Schulgebäude

Und weil die Schule das verbindende Element der Gruppe war, startete das Treffen ebendort. Schulleiterin Cornelia Topp führte die Ehemaligen durch die Klassenräume der Geschwister Scholl Schule, die auch gleich wieder erkannt wurden. Sogar die Sitzordnung war einigen noch präsent. Was beweist, dass die Schulzeit prägender ist, als manche einer wahrhaben will.

Danach ging es in die stadthistorische Ausstellung des Fördervereins Heimatmuseum in der Berliner Straße. Peter Dietze, der Vorsitzende des Fördervereins, der zu der erwähnten achten Klasse gehört hatte, ließ es sich nicht nehmen, seine ehemaligen Klassenkameraden durch die Räume zu führen. Da wurde manche Entdeckung gemacht. Uwe Kreitling etwa, der heute in Berlin lebt, staunte nicht schlecht, als er in einer der Vitrinen einen Kleiderbügel mit der Aufschrift „Wilhelm Kreitling, Schneidermeister“ entdeckte. „Das war mein Opa“ erklärte er.

Gemütliches Beisammensein

Nach dem Besuch in der Ausstellung führte Frau Harke alias Gabriele Matthies die Gruppe erst zum Kurfürstendenkmal und dann in die Sankt-Marien-Andreas-Kirche. Abends konnten bei einem Essen im Restaurant „Alte Stadtmauer“ die alten Bande wieder neu geknüpft werden.

Die weiteste Anreise zu dem Treffen hatte übrigens Reinhard Kindel, der in der Nähe von München lebt. Und sich dort wohl fühlt. Doch auf die Frage nach seiner Heimat fiel die Antwort eindeutig aus. „Das ist und bleibt Rathenow“, sagt er. Die ersten 40 Jahres seines Lebens habe er hier verbracht. „Die vergisst man nicht so einfach.“

Von Markus Kniebeler

Die Sauna in der Rathenower Schwimmhalle ist wieder ein bisschen schicker geworden. 45 000 Euro wurden in die Aufhübschung des Aufenthaltsbereiches und die Erneuerung von Heizkörpern investiert.

08.10.2018

Das Karree Forststraße – Goethestraße – Berliner Straße im Rathenower Zentrum wird man in zwei Jahren kaum noch wiedererkennen. Die KWR lässt einen Block neu bauen, ein anderer wird komplett modernisiert.

07.10.2018

Rund 30 Interessierte haben sich am Samstag über den historischen Rathenower Weinbergfriedhof führen lassen. Dabei erfuhren sie Interessantes über die Geschichte der einzigartigen Ruhestätte.

07.10.2018