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Rathenow Klinikküche wieder in Betrieb
Lokales Havelland Rathenow Klinikküche wieder in Betrieb
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18:11 29.05.2018
Küchenmitarbeiterin Marina Kölschbach in der komplett renovierten Krankenhausküche der Havellandklinik in Rathenow. Quelle: Markus Kniebeler
Rathenow

Fast auf den Tag genau ein Jahr nach der Schließung ist die Küche im Rathenower Krankenhaus wieder in Betrieb genommen worden. „Seit dem 16. Mai wird in der Küche der Klinik wieder gekocht, seit dem 22. Mai ist die angrenzende Cafeteria wieder geöffnet“, sagt Hauke Hinrichsen, Geschäftsbereichsleiter Gastronomie der Gesundheitsservicegesellschaft Havelland. „Und seitdem hat sich die Arbeitssituation für die 29 Mitarbeiter der Küche merklich entspannt.“

Vor einem Jahr war der Großküchenbetrieb in das benachbarte Seniorenpflegezentrum Fontanepark verlegt worden, weil in der Krankenhausküche ein geborstenes Wasserrohr repariert werden musste. Weil der Schaden im Boden lag, musste die gesamte Großküche ausgeräumt werden.

Kochen auf engstem Raum in der Ausweichküche

Glücklicherweise gab es im benachbarten Pflegezentrum noch eine Ausgabeküche, die mit etwas Aufwand zu einer Vollküche aufgerüstet werden konnte. Zwölf Monate lang wurden hier rund 1300 Mittagessen pro Tag zubereitet. Und das auf einer Fläche, die nur etwa halb so groß ist wie die der eigentlichen Krankenhausküche. „Das war schon ganz schön eng“, sagt Hinrichsen. Aber dank guter Planung habe man in der Ausweichküche vernünftig arbeiten können.

Jetzt, nach dem Umzug an den angestammten Ort, läuft es natürlich noch komfortabler. Denn nicht nur die Rohrleitungen und der gesamte Boden wurden erneuert. Weil sie freie Bahn hatten, nutzten die Verantwortlichen die Gelegenheit, die Küche auf den neuesten Stand zu bringen. „Rund eine halbe Million Euro haben wir in die Modernisierung der Technik investiert“, sagt Dorit Zahn, die Verwaltungsdirektorin der Havelland Kliniken GmbH.

Effizienz dank Hightech-Maschinen

Neue Kochmaschinen – so heißen die wirklich – machen die Arbeit noch effektiver. Hinrichsen macht an einem Beispiel deutlich, wozu die Hightech-Geräte in der Lage sind. „Es dauert vier Minuten, bis zehn Kilo tiefgefrorenes Gemüse in einem servierfähigen Zustand sind“, erläutert er. 60 Kilo Kartoffeln bekomme man in zehn Minuten gar.

Alle technischen Geräte, von der Kühlzelle bis zum Dampfgarer, sind vernetzt. Wenn sich irgendwo die Temperatur aus dem eingestellten Bereich bewegt, läuft auf den Computern der Küchenleitung eine Warnmeldung ein. „So haben wir alles im Blick und können schnell eingreifen, wenn irgendetwas nicht läuft, wie geplant“, sagt Hinrichsen.

Sauber, hygienisch und geruchsneutral: Hauke Hinrichsen vor der neuen Nassmüllanlage. Quelle: Markus Kniebeler

Im Zuge der Modernisierung wurde auch die Abfallentsorgung umgestellt. Früher wanderten Essensreste in Container, die von Entsorgern regelmäßig abgeholt wurden. Jetzt landen die Reste in einer so genannten Nassmüllanlage. Per Unterdruck werden sie in einen 3000 Liter fassenden Stahltank gesaugt und dort zu einem Brei zerkleinert. Einmal in der Woche pumpt ein Laster den Tank leer. Der Inhalt wird in einer Biogasanlage verstromt. „Kein Dreck, kein Gestank – hygienischer geht es nicht“, sagt Hinrichsen. Anlagen dieser Art kämen deshalb auf Kreuzfahrtschiffen zum Einsatz.

Alles bestens also. Darüber kann man beinahe vergessen, dass der Umbau der Küche ein logistischer Kraftakt war. „Das musste ja alles bei laufendem Betrieb geschehen“, sagt Dorit Zahn. Direkt über der Küche etwa lägen Operationssäle. Und natürlich habe man die Arbeiten auf der Küchenbaustelle mit dem OP-Betrieb eng abstimmen müssen. „Sie können hier keine Wand rausbrechen, während eine Etage höher Millimeterarbeit mit dem Skalpell geleistet werden muss.“ Aber auch diese Abstimmung habe gut funktioniert.

Von Markus Kniebeler

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