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Rathenow Helfer bewahren ein Stück Stadtgeschichte
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17:45 28.10.2018
Karl-Reinhold Granzow führte die Sanierung der Familiengrabstelle des Verlegers Max Babenzien fort. Quelle: Foto: Uwe Hoffmann
Rathenow

 Nachdem der Herbst nun doch den langen Sommer abgelöst hat, trafen sich am Samstag rund 20 Helfer, um die Gräber und die Flächen des historischen Friedhofs am Weinberg zu pflegen. Dazu rief die evangelische Gemeinde bereits zum sechsten Mal auf.

Unter anderem galt es, das viele Laub auf Wegen und Gräbern, die nicht mehr von Angehörigen gepflegt werden, zusammen zu harken. Viele der Helfer waren nicht zum ersten Mal beim „Kulturgärtnern”, den regelmäßig im Frühjahr und Herbst stattfindenden Arbeitseinsätzen.

So wie die Frauen der Handarbeitsgruppe, die mit dem Verkauf ihrer nützlichen wie fantasievollen Produkte, die Sanierung historischer Gräber auf dem Friedhof unterstützen.

Diese beiden Frauen halfen mit, das Laub von den Wegen und Gräbern zu harken. Quelle: Uwe Hoffmann

Unter den Helfern waren auch wieder Karl-Reinhold Granzow und Jürgen Albrecht. Die Rathenower kümmern sich seit mehreren Jahren um den Erhalt und die Wiederherstellung historischer Grabstätten. „Seit insgesamt drei Jahren sind wir dabei, die Familiengrabstelle von Max Babenzien herzurichten.

In den letzten Monaten haben wir die fünf Metallkreuze entrostet und mit schwarzer Farbe gestrichen. Bruchstellen an drei der gusseisernen Kreuze mussten vorher noch geschweißt werden”, berichtete Granzow.

Auf einem weiteren Betonsockel sieht man nur noch den Rest des abgebrochenen sechsten Metallkreuzes, das nicht mehr auffindbar war. Demnächst wird die Aufschrift auf den Kreuzen mit Goldfarbe erneuert.

Die Familiengrabstelle des Verlegers Max Babenzien (1867 bis 1909) und seinen Vorfahren. Quelle: Uwe Hoffmann

Ein Metallkreuz wartet noch in der Werkstatt auf seine Restaurierung. Das Betonkreuz von Max Babenzien und seiner Frau Margarete wurde in den letzten Wochen bereits mit Hilfe der Natursteinfirma Neils–Stein aufgerichtet.

Auch Pfarrer Andreas Buchholz half am Samstag mit, rund fünf Kubikmeter Mutterboden auf das Familiengrab zu bringen. „Die Besucher des Friedhofs sollen sehen, dass es mit Sanierung von historischen Gräbern auf unserem Friedhof weiter vorangeht.”

Nach zweieinhalb Stunden Arbeit trafen sich die fleißigen Helfer wieder im Torhaus um gemeinsam zu speisen. Brötchen mit Marmelade oder Wiener Würstchen und Bouletten wurden im Torhaus serviert.

Von Uwe Hoffmann

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