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Rathenow Frühschoppen, Modenschauen und die Puhdys
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16:11 27.07.2018
Eine Modenschau aus dem Jahre 1963 in Blauen Saal des Kulturzentrums, das damals noch Kulturhaus genannt worden ist. Quelle: Kulturzentrum Rathenow
Rathenow

 Mit einer Festwoche feiert das Kulturzentrum Rathenow vom 30. September bis zum 7. Oktober sein 60-jähriges Bestehen. Eröffnet worden war es am 7. Oktober 1958. Eine große Zahl von Veranstaltungen hat das Erste Haus am Platze in dieser Zeit schon erlebt. Sylvia Wetzel, die für die Festwoche eine Ausstellung über die Geschichte des Kulturzentrums erarbeitet, hat für diese Zeitung einen kurzen Überblick die wichtigsten Ereignisse zusammengestellt.

Am 7. Oktober 1958 ist das Kulturzentrum in Rathenow eröffnet worden. Das wird im Herbst mit einer Festwoche gefeiert.

Der Theatersaal war ursprünglich mit 794 Sitzen ausgestattet. Die Bühne, die von Berliner Fachleuten eingebaut wurde, hat eine Grundfläche von 180 Quadratmetern.

Das Berliner Sinfonie Orchester (BSO) war ein häufig und gern gesehener Gast im Kulturzentrum, das damals noch Kulturhaus genannt worden ist. Sehr häufig war Kurt Sanderling der Dirigent. Am 9. Januar 1974 schrieb er ins Gästebuch: „Gruß und Dank nach dem 50. Konzert des BSO im KKH in alter Verbundenheit.“

Musikalische Frühschoppen gut besucht

Oft spielte dort auch das Rathenower Blasorchester. Der Musikschullehrer Manfred Berger gründete zunächst 1965 das Tanz- und Schauorchester (TSO) Rathenow. Die Musikalischen Frühschoppen des BSO im Blauen Saal wurden schnell zu einer festen Institution. Sie waren gut besucht und oft wurden noch andere befreundete Musiker oder musikalischer Nachwuchs eingeladen. 1967 gründete Manfred Berger dann das Blasorchester. Ab 1971 probte es regelmäßig im Kulturzentrum. Der Musiklische Frühschoppen blieb ein „Dauerbrenner“, berichtet Sylvia Wetzel. Ab Mitte der siebziger Jahre musste die Anzahl der Karten pro Person sogar begrenzt werden.

Für Schüler und Lehrer der damaligen EOS „Karl Marx“ fanden auch schon in früheren Jahren die Abiturfeiern im Kulturzentrum statt. Das gemeinsame Gruppenfoto der Abiturienten auf der großen Treppe des Hauses ist bis heute eine Tradition geblieben. Der Chor des EOS gab unter Leitung von Herrmann Tressel anlässlich seines 15-jährigen Bestehens am 17. Juni 1971 im Kulturzentrum ein Festkonzert.

Erste Hausband waren die „Sheerings“

Tanzveranstaltungen waren stets beliebt. Die erste Hausband waren ab Ende der siebziger Jahre die „Sheerings“, teilt Sylvia Wetzel mit. Unter der Leitung von Jürgen Klemm spielten sie Tanzmusik zu Betriebsfeiern, Festveranstaltungen, Frühschoppen und ab März 1981 auch zum „Treff zu Zweit“. Als zweite Hausband kamen die „Limeriks“ später dazu. In unterschiedlichen Besetzungen spielten sie bis zur Mitte der 1990-er Jahre im Kulturzentrum.

Neben Theateraufführungen, Konzerten, Lesungen, Gesprächsrunden, Filmvorführungen, Modenschauen und künstlerischen Zirkeln gab es zu festen Terminen Feierlichkeiten. Das waren Frauentagsfeiern, Jugendweihen, Kindertagsfeiern, 1. und 8. Mai, 7. Oktober und Weihnachtsfeiern für Rentner und Kinder. Chöre, Tanzgruppen und Orchester aus Schulen und Betrieben gestalteten Programme mit.

Festwoche vom 30. September bis 7. Oktober

Am 30. September geben die Brandenburger Symphoniker unter Leitung von Peter Gülke zum Auftakt der Festwoche im Kulturzentrum ab 17 Uhr ein Konzert mit dem Titel „Im Fluss“. Sie spielen Werke von Mendelssohn, Mozart und Schumann.

Am 3. Oktober wird ab 15 Uhr das Kindermusical „Das Urmel schlüpft aus dem Eis“ gespielt. Es ist gedacht für kleine Leute ab vier Jahren.

Am 5. Oktober gastiert das Kabarett Obelisk mit seinem Programm „Sternhagelvoll“.

Am 6. Oktober gibt es ab 20 Uhr oben und unten einen „Tanz ins Jubiläum“. Für Musik sorgen die Band „Cott’n und Corn“ und ein DJ.

Am 7. Oktober spielt das Salonorchester Eberswalde ab 15 Uhr Opern- und Operettenmusik.

Am 27. Oktober 1972 war Marcel Marceau, der tragikomische Clown im Ringelhemd, im Kulturhaus zu Gast. Die Klaus Renft Combo gab am 6. Februar 1973 eines ihrer letzten Konzerte in der DDR. Auch die Puhdys haben hier gespielt.

In den siebziger Jahren finden sich im Gästebuch Namen wie Eberhard Cohrs, Rolf Herricht und Karel Gott. Nach der Wende gastierten Stars wie Jürgen von der Lippe, Mike Krüger, die Original Hoch- und Deutschmeister, die Bay City Rollers und das Glenn-Miller-Orchestra. Selbst Spejbl und Hurvinek amüsierten das Publikum im Kulturzentrum mit ihren Dialogen.

Von Bernd Geske

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