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Rathenow Kulturzentrum beendet Jubiläumswoche
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17:30 09.10.2018
Zum Abschluss der Jubiläumswoche im Kulturzentrum kam das Salonorchester Eberswalde nach Rathenow. Quelle: Uwe Hoffmann
Rathenow

„Dein ist mein ganzes Herz” – unter diesen Titel stellte das Salonorchester des Brandenburgischen Konzertorchesters Eberswalde sein diesjähriges Herbstkonzert im Blauen Saal des Kulturzentrums. Das Konzert am Sonntagnachmittag bildete den Abschluss der Festwoche zum 60-jährigen Bestehen des Kulturzentrums mit Sinfoniekonzert, Kindermusical, Kabarettvorstellung und Tanzabend mit Live-Band.

Populäre Melodien

Das fünfköpfige Streicherensemble, unter Leitung von Holger Schella am E-Piano, spielte populäre Operettenmelodien von Franz Lehár, Eduard Künnecke, Robert Stolz und Carl Millöcker.

In der Unterhaltungsmusik hatten Operettenmelodien in der Doppelmonarchie Östereich-Ungarn ab 1867 eine Blütezeit. Zu den bekanntesten Komponisten dieser Zeit gehörte Franz Lehár (1870 bis 1948). Seine Anfang der 1920er Jahre komponierte Operette „Die gelbe Jacke” wurde in Wien mit geringem Erfolg aufgeführt. Die überarbeitete Fassung feierte bei der Aufführung am Berliner Metropol-Theater sechs Jahre später unter dem Titel „Im Land des Lächelns” einen großen Erfolg.

Solist des Herbstkonzerts war der Tenor Markus Ahme Quelle: Uwe Hoffmann

Mit einem Potpourri mit Operettenmelodien Lehárs eröffnete das Salonorchester sein knapp 90-minütiges Konzert. Zu „Dein ist mein ganzes Herz” aus dieser Operette Lehárs kam Tenor Markus Ahme auf die Bühne. Mit „Die lustige Witwe” wurde 1905 Lehárs wohl erfolgreichste Operette, unter anderem mit dem Lied „Weibermarsch” uraufgeführt.

„Der Berliner Komponist Eduard Künneke brachte als Pionier der modernen Operette neues Leben in die Musikwelt”, moderierte Holger Schella das nächste Stück des Tenors, „Ich bin nur ein armer Wandergesell” aus Künnekes erfolgreichster Operette „Der Vetter aus Dingsda” an. „Robert Stolz, der 1975 95-jährig verstarb, zählt zu den letzten großen Meistern der Wiener Operette. Viele der Melodien seiner über 60 komponierten Operetten und auch Filmmusiken wurden zu Gassenhauern”, so Stella weiter.

Und die Capri-Fischer

So sang Markus Ahme den Titel „Ob blond, ob braun” aus seinem Film „Ich liebe alle Frau’n”. Im zweiten Teil erklang nach der Pause mit dem Lied „Ich knüpfte manch zarte Bande” aus Carl Millöckers „Bettelstudent” ein Stück eines weiteren Vertreters der Wiener Operette. Mit „Re sole” des Rondo Veneziano und Gerhard Winklers „Capri-Fischer” erklangen auch zwei moderne romantische Stücke.

Unter den rund 160 Gästen im ausverkauften Blauen Saal saß, mit ihrer Mutter, Lena-Sophie Hermann. Als ehemalige Musikschülerin hat sie einen Bezug auch zu klassischer Musik. „Ich mag Musik und gehe auch mal in ein Konzert”, erzählt die vor einem Monat zehn Jahre alt gewordene Milowerin. „Ab meinem fünften Lebensjahr habe ich zwei Jahre lang an der Musikschule in Rathenow Klavier erlernt.”

Den Auftakt zur Jubiläumswoche Kulturzentrum gestalteten Peter Gülke und das Sinfonieorchester Brandenburg. Quelle: Uwe Hoffmann

Bereits eine Stunde vor dem Konzert lud das Kuchenbuffet mit Kaffee ein.

Tenor Markus Ahme studierte Gesang in Berlin. Nach seinem ersten Engagement am Staatstheater Cottbus folgten Uraufführungen moderner Opern und Engagements wie am South Africa State Theater in Pretoria (Südafrika) und am Nationaltheater Zagreb.

Von Uwe Hoffmann

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