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Rathenow Zweite Stelle in der „Oase“ ist gesichert
Lokales Havelland Rathenow Zweite Stelle in der „Oase“ ist gesichert
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17:17 09.01.2019
David Wenzel (l.) und Carsten Schulz sind im Jugendhaus „Oase“ montags bis freitags für die Jugend da. Quelle: Foto: Christin Schmidt
Rathenow

Sie sind ein eingespieltes Team, Carsten Schulz und David Wenzel. Seit zwei Jahren leiten sie gemeinsam das Jugendhaus „Oase“ und bieten von Montag bis Freitag dem Nachwuchs in der Einrichtung der evangelischen Kirche in der Rathenower Bergstraße am Nachmittag und Abend sinnvolle Freizeitbeschäftigungen an. Für die Sorgen und Wünsche junger Menschen haben sie stets ein offenes Ohr.

Dass die Einrichtung für die Jugendarbeit in der havelländischen Kreisstadt von enormer Bedeutung ist, darüber sind sich alle einig. Deshalb bekam die Einrichtung, die 15 Jahre lang ehrenamtlich betrieben wurde, 2012 eine sogenannte PKR-Stelle und damit eine Vollzeitkraft für die Jugendarbeit.

Diese wird nun um eine weitere halbe PKR-Stelle ergänzt. Das hat der Jugendhilfeausschuss des Landkreises Havelland auf Antrag der Stadt Rathenow beschlossen. Die Abkürzung PKR steht für „Personalkostenrichtlinie“. Die Kosten für die Stellen teilen sich Land, Kreis und Träger. Der Träger ist in diesem Fall die Evangelische Kirche.

Kirchengemeinde hatte die zweite Stelle seit 2015 finanziert

Für Carsten Schulz und David Wenzel sind das wunderbare Neuigkeiten. „Wir sind erleichtert, dass wir unsere Arbeit hier gemeinsam fortsetzen können. Die Bewilligung der Stelle durch den Landkreis ist für uns auch eine Anerkennung“, betont Carsten Schulz, der seit sieben Jahren in der Einrichtung tätig ist.

Erleichtert ist auch Andreas Buchholz, Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Sankt Marien Andreas in Rathenow: „Carsten Schulz und David Wenzel sind ein tolles Team. Wir sind froh, dass auch der Landkreis die Notwendigkeit der Einrichtung befürwortet und die beiden auch künftig zusammenarbeiten können“.

Die Kirchengemeinde hatte mit Unterstützung des Kirchenkreises bereits 2015 eine zusätzliche halbe Stelle in der „Oase“ geschaffen. Von Beginn an war aber klar, dass die Finanzierung zeitlich begrenzt ist und im Frühjahr 2019 ausläuft.

David Wenzel (re.) arbeitet seit Januar 2017 im Jugendhaus Oase. Die Einrichtung ist auch bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund sehr beliebt. Quelle: Christin Schmidt

„Wir hatten mit der personellen Aufstockung auf den recht großen Andrang reagiert. Bis zu 70 Jugendliche besuchten die Oase, darunter auch viele Jugendliche mit Migrationshintergrund. Es war schlichtweg nicht mehr möglich, die Arbeit allein zu stemmen“, sagt Carsten Schulz.

Diese Situation hat sich bis heute kaum geändert, die zweite Stelle wird nach wie vor gebraucht. Um die Finanzierung sicherzustellen, hatte die Stadt Rathenow Ende letzten Jahres beim Landkreis eine weitere PKR-Stelle beantragt.

„Damit können wir nun mit Hilfe des Kirchenkreises den Eigenanteil von 50 Prozent für die halbe Stelle in 2019 zur Verfügung stellen“, sagt Andreas Buchholz. Es sei zwar üblich, dass sich auch die Stadt an der Finanzierung einer solchen Stelle beteiligt.

Ab 2020 soll sich die Stadt an der Finanzierung beteiligen

„Das war aber in diesem Jahr nicht möglich, da bei der Ausgestaltung des Ganzen der Haushalt der Stadt Rathenow bereits abgeschlossen war“, so der Pfarrer. Er geht davon aus, dass sich ab 2020 Stadt und Kirche mit je 25 Prozent an den Kosten beteiligen. „Uns ist wichtig, dass es hier eine Kontinuität gibt. Wir sehen absolut die Notwendigkeit, beide Stellen auch künftig zu besetzen“, betont der Pfarrer.

Carsten Schulz und David Wenzel können nun für die Zukunft planen. Ideen haben sie bereits. Nächste Woche Donnerstag, am 17. Januar, laden sie die Jugendlichen von 17 bis 20 Uhr zu einem Theaterworkshop ein. Dazu soll auch ein Bewerbungstraining gehören.

David Wenzel ist sich sicher, dass dieses Angebot auf großes Interesse stößt. Der 29-Jährige liebt seinen Job in der Oase nach wie vor. Während er sich vor allem um das musikalische Angebot kümmert, übernimmt Carsten Schulz die theaterpädagogische Arbeit. „Wir ergänzen uns einfach sehr gut“, sagt Wenzel und umarmt seinen Kollegen.

Von Christin Schmidt

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