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Rathenow Lückenschluss für Uferweg am Stadtkanal
Lokales Havelland Rathenow Lückenschluss für Uferweg am Stadtkanal
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15:57 17.01.2019
Hier endet heute der Uferweg. Zum Lückenschluss muss eine Brücke über den Stichkanal gebaut werden. Quelle: Markus Kniebeler
Rathenow

Obwohl die beiden Ufer des Rathenower Stadtkanals zwischen Schleusenbrücke und Jederitzer Brücke nahezu komplett von Fußgängern begangen werden können, ist der Weg ein unvollendetes Werk. 130 Meter fehlen, um aus dem Uferweg einen echten Rundweg zu machen. Doch die Chancen, dass dies in diesem Jahr geschehen könnte, stehen gut.

130 Meter Weg mit Brücke

Das letzte Stück des Uferwegs ist 130 Meter lang. Es führt vom Stichkanal, der in Höhe der Kleinen Waldemarstraße in den Stadtkanal mündet, bis zur vorhandenen Promenade unterhalb des Rewe-Parkplatzes.

Um den Stichkanal zu überqueren, soll eine vorgefertigte Brücke – zwölf Meter lang und 2,50 Meter breit – auf Widerlager gehoben werden. Weil der Grund instabil ist, ist die Gründung der Widerlager relativ aufwändig.

Nach Auskunft von Rathenows Bauamtsleiter Matthias Remus hat das Land Brandenburg Geld aus der Städtebauförderung in Aussicht gestellt, um die besagte Lücke im Gehweg zu schließen.

Zwei Drittel der Gesamtkosten in Höhe von rund 500 000 Euro wären damit finanziert. Die Stadt muss den Rest bezahlen. Remus zufolge ist die Summer bereits in den Haushalt 2019 eingearbeitet, der den Stadtverordneten im März zur Abstimmung vorgelegt werden soll.

Fertigstellung zur Buga geplant

Eigentlich sollte der Rundweg längst fertig sein. Zur Bundesgartenschau im Jahr 2015 wollte man die Besucher mit dem Rundkurs entlang des idyllischen Stadtkanals erfreuen. Die anderen Wegstücke waren bereits in den Jahren zuvor hergerichtet worden.

Doch aus dem Vorsatz wurde nichts. Das lag vor allem daran, dass es sich bei diesem letzten Wegstück um das schwierigste von allen handelt. Zwar ist es nur 130 Meter lang. Aber es muss ein rund zehn Meter breiter Stichkanal überquert werden. Und das macht die Sache kompliziert – und teuer.

Geld für Brauerei-Planung umgeschichtet

Dennoch hatte die Stadt das Geld Anfang 2014 beisammen. Und gab die Planung in Auftrag. Doch dann begann die Debatte um den künftigen Verwaltungssitz. Die alte Brauerei sollte umgebaut werden. Um die aufwendigen Planungen zu finanzieren, beschlossen die Stadtverordneten, das Geld für die Vollendung des Uferwegs umzuschichten. Damit war der Lückenschluss vom Tisch. Dass der Brauerei-Umbau am Ende wegen hoher Kosten abgeblasen wurde, half nichts. Das Geld war futsch.

Jetzt ist wieder welches da. Und es ist davon auszugehen, dass die Stadtverordneten dem Vorhaben positiv gegenüber stehen. Auch die Verwaltung ist erleichtert, dass die ursprünglichen Pläne jetzt realisiert werden können. „Der Lückenschluss erhöht die Attraktivität des Weges enorm“, sagt Matthias Remus.

Daran besteht kein Zweifel. Wenn die Brücke steht, wird es möglich sein, den Stadtkanal-Abschnitt zwischen Schleusenbrücke und Jederitzer Brücke komplett zu umrunden. Nicht nur Touristen, sondern auch Rathenower werden daran ihre Freude haben.

Pläne liegen in der Schublade

Die Tatsache, dass das Vorhaben damals so weit fortgeschritten war, ist jetzt von Vorteil. „Die Pläne liegen in der Schublade, sie müssen nur noch aktualisiert werden“, sagt der Bauamtsleiter. „Läuft alles nach Plan, wird der Rundweg in diesem Jahr komplett.“

Ob allerdings das einstige Garagen-Grundstück an der Kleinen Waldemarstraße, über das der Weg führt, jemals zu einem Stadthafen umgebaut wird, ist ungewisser denn je. Von diesen Plänen hat man lange nichts mehr gehört.

Von Markus Kniebeler

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