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Rathenow Mehr Personal für die Schollschule
Lokales Havelland Rathenow Mehr Personal für die Schollschule
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15:31 31.07.2018
Die Unterrichts- und Betreuungssituation in der Rathenower Schollschule wird sich im kommenden Schuljahr spürbar verbessern. Quelle: Markus Kniebeler
Rathenow

Der Hilferuf war unüberhörbar. In der letzten Sitzung des Bildungsausschusses vor der Sommerpause Mitte Juni erhoben zwei Mütter von Kindern, die in die Grundschule „Geschwister Scholl“ gehen, schwere Vorwürfe. Weil mehrere Lehrer auf längere Sicht erkrankt seien, leide der Unterricht enorm, so die Klage. Es mangele wegen des Einsatzes von Vertretungslehrern an einer verlässlichen Bindung zu den Schülern. Es sei festzustellen, dass viele Kinder im Unterricht Rück- statt Fortschritte machten.

Briefe an das Schulamt und das Bildungsministerium

Im Ausschuss wurde daraufhin beschlossen, einen Brief an das Schulamt und das Bildungsministerium zu verfassen und in diesem auf die zur Sprache gebrachten Missstände aufmerksam zu machen.

Die Aktion hatte offenbar Erfolg. Bei einem Treffen des 1. Beigeordneten Hans-Jürgen Lemle mit den zuständigen Schulräten im Juli wurde schon für das bald beginnende neue Schuljahr Besserung versprochen. „Mir wurde zugesichert, dass die wegen Krankheit vakanten Lehrerstellen besetzt werden“, teilte Lemle auf MAZ-Anfrage mit. Damit werde sich die Unterrichtssituation an der Schollschule wieder normalisieren.

Drei neue Helfer versprochen

Damit der guten Nachrichten nicht genug. Die Schulräte gaben außerdem bekannt, dass ab dem neuen Schuljahr zwei Unterrichtshelfer und ein so genannter Refugee-Helfer an der Schollschule ihre Tätigkeit aufnehmen werden.

Während die Unterrichtshelfer in allen Klassen aktiv sein werden, soll sich der Flüchtlingshelfer auf die Arbeit mit Kindern konzentrieren, die einen Migrationshintergrund haben. Rund 20 Prozent der rund 300 Schollschüler stammt aus Familien, die ihre Heimat aus den unterschiedlichsten Gründen verlassen und Zuflucht in Rathenow gesucht haben.

Zusatzaufgaben an einer Brennpunktschule

Mit dieser dringend notwendigen Personalaufstockung reagiert das Schulamt auf die eindringlichen Appelle der Schollschule. Leiterin Cornelia Topp hat in den vergangenen Jahren immer wieder deutlich gemacht, dass ihre Schule wegen des hohen Anteils von Migrationskindern und der sozialen Zusammensetzung der Schülerschaft unbedingt Unterstützung benötige. Und zwar vor allem für jene Aufgaben, die nicht allein mit der Vermittlung von Unterrichtsstoff zu tun haben.

Cornelia Topp, Leiterin der Schollschule Rathenow Quelle: Markus Kniebeler

Bei der Arbeit mit ausländischen Kindern geht es dabei oft um ganz rudimentäre Dinge. „Da sind Eltern dabei, die selber noch nie in einer Schule waren“, sagt Topp. Denen müsse Grundsätzliches erklärt werden. Wann der Unterricht beginne, wo man Hefte kaufe und andere praktische Dinge. Bisweilen gehe es auch darum, Hilfestellung zu geben bei Angelegenheiten, die über das Thema Schule hinausgehen. Den Kontakt zu Ämtern herzustellen etwa oder andere lebensnahe Ratschläge zu geben.

„Das sind Aufgaben, mit denen ein Lehrer im Unterricht überfordert ist“, sagt die Schulleiterin. „Zusätzliche Hilfskräfte stellen den Kontakt zwischen der Schule und den Familien her. Und geben den Lehrern damit den Freiraum, sich auf ihre eigentliche Aufgabe – das Unterrichten – zu konzentrieren.“

Von Markus Kniebeler

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