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Rathenow Gauland-Auftritt: Aktionsbündnis positioniert sich
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23:09 10.09.2018
Tilo Windt (M.) vom Aktionsbündnis "Unser Rathenow" spricht mit Passanten über Meinungs-, Kunst- und Satirefreiheit. Quelle: Christin Schmidt
Rathenow

Der Auftritt des AfD-Vorsitzenden Alexander Gauland am 4. September in der Villa am See in Premnitz wirkt in der Region nach. Gastgeber Stefan Behrens hatte öffentlich erklärt, dass es erschreckend war zu sehen, wie weit die Ansichten Gaulands auch in gutbürgerlichen Kreisen salonfähig sind.

Weil Behrens den Zusammenhalt der Gesellschaft in Gefahr sieht, schlägt er in einem offenen Brief gemeinsame Aktionen vor: „Das Bündnis der demokratischen Parteien sollte zu einer Veranstaltung in Rathenow und Premnitz aufrufen zum Erhalt des inneren Frieden“, so Behrens.

Das Aktionsbündnis „Unser Rathenow: Miteinander –Füreinander“ lud daraufhin Ulrike und Stefan Behrens zu einer Sitzung des Gremiums ein.

Rathenower Bürgermeister unterstützt Vorschlag

„Wir befürworten den Vorschlag von Stefan Behrens, über die Parteigrenzen hinaus Veranstaltungen zu organisieren, die friedliches Miteinander und Demokratie fördern und zugleich aufklären über rückwärtsgewandte, undemokratische, die Bürgerrechte einschränkende und Zwietracht sähende Strukturen“, machte Bündnissprecherin Ute Arndt dabei deutlich.

An der Sitzung nahm auch Rathenows Bürgermeister Ronald Seeger (CDU) teil. Er ist Schirmherr des Aktionsbündnisses und sprach sich ebenfalls für eine Zusammenarbeit aus, dabei will er auch selbst mitwirken. Erste Ideen für gemeinsame Aktionen gibt es bereits. Sie sollen aber nicht in der Villa am See, sondern auf öffentlichen Plätzen wie dem Märkischen Platz stattfinden.

Im Aktionsbündnis engagieren sich unterschiedlichste Menschen – pensionierte Ärzte und Lehrer, Mitglieder des Kinder- und Jugendparlaments, Vertreter von Parteien, Kulturschaffende und Akteure aus der Zivilgesellschaft.

Premnitzer Bürgermeister verweist auf vorhandene Strukturen

„Wir sind längst nicht immer einer Meinung, aber was uns vereint ist das Ziel, ein friedliches Miteinander in einer demokratischen Gesellschaft zu stärken. Dafür stehen wir ein und wollen dies mit gezielten Aktionen auch zusammen mit den Akteuren der Villa am See umsetzen“, so Arndt.

In seinem offenen Brief hatte Behrens auch den Premnitzer Bürgermeister Ralf Tebling (SPD) gezielt angesprochen. Der befürwortet es zwar, sich für die Stärkung der Demokratie einzusetzen, hält aber wenig von neuen Aktionen: „Wir sollten bestehende Strukturen wie die Stadtverordnetenversammlung und die Partnerschaft für Demokratie nutzen, in der sich auch Premnitz engagiert“, erklärte Tebling.

Selbstkritisch räumte der Lokalpolitiker zudem ein, dass es durchaus noch Spielraum für Verbesserungen gibt. „Das kaum zu vollbringende Kunststück war und ist aber, denjenigen in unserer Gesellschaft zur begegnen, die erreicht werden müssten. Insofern, dies ist auch die Aufgabe aller Hauptverwaltungsbeamten, bin ich jederzeit bereit mit jedermann in den Dialog zu treten“, so Tebling.

Von Christin Schmidt

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