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Rathenow Namenszusatz für Premnitz ist abgelehnt
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00:36 28.09.2015
Abgelehnt. Vorerst wird kein Namenszusatz auf den Ortsschildern von Premnitz stehen. Quelle: Bernd Geske
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Premnitz

Vorerst ist „Premnitz am Havelbogen“ zu den Akten gelegt. Mit acht zu fünf Stimmen haben die Premnitzer Stadtverordneten am Donnerstagabend den von der CDU-Fraktion beantragten Namenszusatz abgelehnt. Allerdings ist die Zahl derer, die komplett dagegen sind, im Vergleich zum Beginn der monatelangen Debatte kleiner geworden. Es wäre aber auch keine einfache, sondern eine Drei-Viertel-Mehrheit erforderlich gewesen, um den Namenszusatz zu beschließen. Bereits bei der vorherigen Sitzungsrunde im Juni hatte die CDU den Antrag eingebracht, ihn dann aber vor der damaligen Stadtverordnetenversammlung (SVV) zurückgezogen, weil es zum völlig neuartigen Vorschlag noch viel Redebedarf gab. Jetzt im September sollte es aber auf alle Fälle eine Abstimmung geben. Zur Untermauerung ihrer Vorstellungen hatte die CDU noch ein Tourismuskonzept mit beigefügt.

Namenszusatz als Startschuss für ein touristisches Konzept

Zur Buga habe Premnitz hohe Besucherzahlen gehabt, begründete der CDU-Fraktionsvorsitzende Christian Peter. Das sei für die Stadt die einmalige Möglichkeit, auf dem guten Feedback der Gäste aufzubauen. Der Namenszusatz solle ein Startschuss für ein touristisches Konzept sein. Die CDU finde, der Namenszusatz „am Havelbogen“ trete nicht in Konkurrenz zum Slogan „Stadt voller Energie“, den es schon seit Jahren gibt. Wolfgang Hundt (Linke) sagte, seine Fraktion könne da nicht mitgehen. Der Slogan „Stadt voller Energie“ sei treffend, der Zusatz „am Havelbogen“ nicht so zugkräftig. Das von der CDU vorgelegte touristische Konzept trage auch die Fraktion der Linken voll inhaltlich.

Gerd Haberstroh (SPD) teilte mit, der Ausschuss für Wirtschaft und Stadtentwicklung habe empfohlen, das Konzept solle weiter verfolgt werden. Kai Berger (AfD) sagte, er finde das Konzept schlüssig, würde es beim Thema Namenszusatz aber gut finden, in irgend einer Art die Bürger zu beteiligen. So könnten Fragen geklärt werden, wie: Kommt „am Havelbogen“ an? Gibt es andere Vorschläge? Johannes Wolf (CDU) trug vor, der Slogan „Stadt voller Energie“ sei gut. Die erfolgreiche Buga solle nun aber ein Ansporn sein, das Interesse an Premnitz weiter zu entwickeln. „Stadt voller Energie“ weise hin auf die Industrie, sei aber keine Werbung für Tourismus. „Wir brauchen eine zweite Richtung“, forderte Johannes Wolf, „und mit dem Namenszusatz ’am Havelbogen’ zeigen wir, wo wir sind.“

Bürgermeister Wallenta: Verwaltung hat nichts verschlafen

Bürgermeister Roy Wallenta (parteilos) sagte, der Slogan „Stadt voller Energie“ beziehe sich auf die Gesamtverfassung der Stadt – eine Stadt im Aufbruch. Der Slogan werde bereits wie ein Namenszusatz gebraucht. Dann bezog er sich auf den mutmaßlichen Vorwurf, die Verwaltung habe „touristisch etwas verschlafen“ und sei im Bezug auf Tourismus „konzeptionslos“. „Wir haben einiges auf den Weg gebracht“, betonte Roy Wallenta und nannte die Renaturierung der unteren Havel, die Mitarbeit der Stadt im Tourismusverband, die langjährige Federführung in der Wassertourismus-Initiative Fun, die Ausgestaltung des Naturbades in Premnitz und die Bundesgartenschau. Die Stadtverordneten müssten sich erst einigen, im Bezug auf Tourismus „etwas Eigenes“ schaffen zu wollen, fand der Bürgermeister, ein Namenszusatz sei erst „die zweite Konsequenz“.

Von Bernd Geske

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