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Rathenow Naturfotograf Günter Hübner wird 80 Jahre
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17:50 17.04.2018
Günter Hübner mit einem neueren Foto von einem Fischadlerhorst zwischen Kietz und Strodehne. Quelle: Bernd Geske
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Rathenow

Es gibt tatsächlich Jugendträume, die erst im 80. Lebensjahr in Erfüllung gehen. Diese Erfahrung hat der Naturfotograf Günter Hübner aus Rathenow gemacht, der am 18. April seinen 80. Geburtstag feiert. Als Jugendlicher von gerade mal 15 Lenzen hatte er einst rund um seinen Geburtsort Grüneberg bei Gransee begonnen, Tiere in der freien Natur abzulichten.

Fotos zu schießen und Filme aufzunehmen war zu Beginn sein Ziel. Deshalb zog er in jungen Jahren zeitweise mit zwei Kameras los. Die eine konnte nur bewegte und die andere nur stehende Bilder aufnehmen. Das war damals der Stand der Technik. Doch musste Günter Hübner in der Praxis bald feststellen, dass für Fotografieren und Filmen nebeneinander der Aufwand für ihn einfach zu groß werden würde. Fortan widmete er sich nur noch der Fotografie.

Ein Schwan bei der Landung. Quelle: Günter Hübner

Vor Kurzem nun hat er sein Aufnahmespektrum doch auf Videos erweitern können. Moderne Technik macht’s möglich. Im Jahr 2007 hatte seine Frau Gudrun die erste Digital-Kamera der Familie gekauft. In gar nicht so großen Abständen schafften sich die Hübners dann immer wieder mal neuere Modelle an, bis die Reihe im Februar 2017 den vorläufigen Höhepunkt erreichte: Günter Hübner erwarb eine Systemkamera vom Typ Nikon Coolpix, die ihn mit ihrer gigantischen maximalen Brennweite von 2000 Millimetern (aufs Kleinbildformat bezogen) begeisterte.

Diese Digital-Kamera kann natürlich auch Videos drehen. Beim Beobachten eines Fischadlerhorstes zwischen Kietz und Strodehne kam dem Meister dann die Idee, neben den Fotos auch ein Filmchen aufzunehmen. Er brauchte ja nur einen anderen Knopf zu drücken – und plötzlich ist der Wunsch aus der Jugendzeit wahr geworden.

Günter Hübner bei der Eröffnung seiner Ausstellung in der Volkshochschule. Quelle: Christoph Prochotta

Ansonsten sind angesichts des fortgeschrittenen Alters seine Möglichkeiten etwas eingeschränkter als früher. „Ich bin nicht beweglicher geworden“, resümiert er. Das Klettern auf Bäume wegen der besseren Sicht hat er aufgegeben. Er fotografiere nur noch im Sitzen, teilt er mit. Bevorzugt aus dem Auto heraus. Die neue Super-Brennweite eröffne noch genug Möglichkeiten. Insekten in Augenhöhe nimmt er auch sehr gern. „Alles, was unter Kniehöhe ist“, stellt er amüsiert fest, „muss meine Frau Gudrun fotografieren.“

Zig tausend Fotos hat er in den zurückliegenden 65 Jahren gemacht – die genaue Zahl ist ihm egal. Jahrzehntelang hat Günter Hübner die Fachgruppe Ornithologie des Naturschutzbundes Westhavelland geleitet. Seit 1993 ist er als Dozent für die Volkshochschule tätig. Mehrere Zeitschriften und Bücher hat er mit seinen Aufnahmen versorgt.

„Meine Frau und ich sind nur im Doppelpack zu haben“

Aktuell wird im Naturparkzentrum Milow eine Ausstellung von ihm und seiner Frau zum 20-jährigen Bestehen des Naturparks Westhavelland gezeigt. Vor wenigen Tagen ist in der Volkshochschule an der Bammer Landstraße anlässlich seines bevorstehenden Jubiläums eine Präsentation nur mit seinen Fotos eröffnet worden. „Ansonsten“, betont Günter Hübner, „sind meine Frau und ich immer nur im Doppelpack zu haben.“

Die Hübners, die jahrzehntelang für ihre Vorträge nur auf Diafilmen fotografierten, haben ihre Präsentationen mittlerweile komplett auf digital mit Beamer umgestellt. Nur einige wenige der alten Bilder, die ihnen besonders ans Herz gewachsen sind, haben sie dafür eingescannt und für die neue Technik nutzbar gemacht. Für Günter Hübner, einst als beruflich als Fachlehrer für Biologie und Chemie tätig, war es immer wichtig, den Menschen zusammen mit dem Schauwert seiner Bilder auch etwas Wissenswertes dazu zu vermitteln.

Junge Füchse auf einer Wiese. Quelle: Günter Hübner

Bis in die Gegenwart ist er dabei stets selbstkritisch und neugierig geblieben. Und immer noch kann er mit seiner Kamera in der freien Natur einzigartige Momente erleben. Im Mai vor einem Jahr sind ihm sage und schreibe elf noch sehr junge Füchse auf einmal vor die Linse gekommen. Weil es übersichtlicher ist, hat er ein Pärchen von ihnen (Foto oben) zur Veröffentlichung für diese Zeitung ausgewählt. Können elf junge Füchse denn alle aus einem Wurf sein? Diese nahe liegende Frage konnte selbst der gestandene Bio-Lehrer nicht aus dem Ärmel beantworten. Er schlug natürlich sofort in der Fachliteratur nach und entdeckte: „Acht bis zwölf Junge sind möglich!“, ruft er aus und freut sich jugendlich über die Wege der Natur.

Von Bernd Geske

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